Technologie

Australien nimmt erste Roboter-Goldmine in Betrieb

In Westaustralien wird nächstes Jahr die erste autonom betriebene Goldmine der Welt ihren Betrieb aufnehmen.
08.03.2020 07:24
Aktualisiert: 08.03.2020 07:24
Lesezeit: 1 min
Australien nimmt erste Roboter-Goldmine in Betrieb
Eine australische Goldmünze. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Der größte Goldminenbetreiber der Welt, Newmont, wird im Jahr 2021 mit der Boddington-Mine in Australien die weltweit erste Tagebau-Mine mit einer autonom fahrenden und operierenden LKW-Flotte sein. Dies gab der Konzern am Mittwoch bekannt, berichtet das Portal Mining.com.

Die rund 150 Millionen US-Dollar teure Umstellung auf automatischen Betrieb werde die Sicherheit und Produktivität verbessern und die Lebensdauer der Mine voraussichtlich um mindestens zwei Jahre verlängern. „Unsere Investition in autonome Lastkraftwagen wird eine interne Rendite von mehr als 35 Prozent bei einem kontrollierten und effizienten Transportbetrieb erzielen“, wird Präsident und Geschäftsführer Tom Palmer zitiert.

Newmont zufolge gebe es einen Plan, der Möglichkeiten zur Umschulung von LKW-Fahrern in andere Funktionen zur Unterstützung des autonomen Transportsystems bieten soll. Bei Boddington liegt Westaustraliens größte Goldmine. Dort wurden 2018 709.000 Unzen Edelmetall und 77 Millionen Pfund Kupfer produziert. Die Mine beschäftigt direkt rund 2.000 Mitarbeiter. Es ist wahrscheinlich, dass die große Mehrheit der Angestellten ihren Arbeitsplatz verlieren wird, da letztendlich nur mehrere Dutzend Fachkräfte zum Betrieb einer automatisierten Anlage benötigt werden.

Newmont besitzt bereits die weltweit erste „vollelektrische“ Goldmine, welche durch die Fusion mit dem Konkurrenten Goldcorp im vergangenen Jahr Teil des Portfolios wurde. Die Borden-Mine im kanadischen Ontario nahm im Oktober 2019 den Betrieb auf und verfügt über eine unterirdisch operierende Flotte von Elektro-Lkws.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: „Blaue Welle“ lässt Aktienmärkte steigen – Ölpreise auf Talfahrt
04.11.2026

Erfahren Sie, wie die neuesten politischen Entwicklungen in den USA die Finanzmärkte bewegen und welche Branchen jetzt im Fokus stehen.

DWN
Politik
Politik Stromumlage ab 2031 geplant: Stromverbraucher sollen neue Gaskraftwerke finanzieren
04.11.2026

Elf Kraftwerksprojekte erhalten Geld dafür, Strom für Dunkelflauten bereitzuhalten. Die Kosten sollen auf alle Stromverbraucher umgelegt...

DWN
Technologie
Technologie Digitale Souveränität: Wie Trump Europas Cloud-Abhängigkeit offenlegt
04.11.2026

Europäische Unternehmen speichern ihre Daten in heimischen Rechenzentren und verlassen sich auf deren Sicherheit. Doch der...

DWN
Technologie
Technologie Dacia Duster im Test: Wenn die Reichweite an der Grenze zur Unwahrscheinlichkeit liegt
04.11.2026

1.410 Kilometer Reichweite, Allradantrieb und drei Antriebstechnologien in einem Auto: Der Dacia Duster Hybrid 4x4 verspricht erstaunlich...

DWN
Politik
Politik Die Amerikaner haben uns bislang erfolgreich gespalten
04.11.2026

Russland gilt seit Jahren als Meister der Einflussnahme auf Europa. Doch inzwischen richtet sich der Blick zunehmend auf Washington. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: 14 Prozent mehr Aufträge im September
04.11.2026

14 Prozent mehr Aufträge im September, vor allem aus dem Inland: Für den Maschinenbau ist das ein Hoffnungsschimmer. Doch der starke...

DWN
Politik
Politik Pleitewelle erwartet: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Insolvenzen
04.11.2026

Die Finanzlöcher deutscher Krankenhäuser werden immer tiefer: Eine Welle von Klinik-Insolvenzen wird erwartet. Um gegenzusteuern, wollen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie reagiert die EZB? Inflationsrate in Eurozone steigt im Oktober auf 4,0 Prozent
04.11.2026

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Damit entfernt sich die Teuerung...