Unternehmen

Thyssenkrupp zieht Marine-Großauftrag in Brasilien an Land

Der deutsche Stahl-Riese Thyssenkrupp soll im Auftrag von Brasilien vier Korvetten bauen. Der Auftragswert soll brasilianischen Medien zufolge bei 1,8 Milliarden Euro liegen.
06.03.2020 09:18
Aktualisiert: 06.03.2020 09:18
Lesezeit: 1 min
Thyssenkrupp zieht Marine-Großauftrag in Brasilien an Land
Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Ein Hochöfner arbeitet am Hochofen 2 im Werk Schwelgern von Thyssenkrupp. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Ein Konsortium um die Werftentochter von Thyssenkrupp hat in Brasilien den Zuschlag für den Bau von vier Korvetten erhalten. Die Verträge zwischen dem zuständigen brasilianischen Staatsunternehmen Emgepron und dem Konsortium Aguas Azuis seien unterzeichnet worden, teilte Thyssenkrupp am Donnerstag mit. Neben Thyssenkrupp Marine Systems gehören Embraer Defense & Securities und die Embraer-Tochter Atech zum Konsortium. Die Schiffe sollen zwischen 2025 und 2028 ausgeliefert werden. Zum Auftragswert äußerten sich die Unternehmen nicht. In brasilianischen Zeitungsberichten war von 9,1 Milliarden Real die Rede - umgerechnet 1,8 Milliarden Euro, meldet Reuters.

Die brasilianische Marine hatte das Konsortium vor einem Jahr als bevorzugten Bieter ausgewählt. Die Schiffe sollen vor Ort gefertigt werden. Für Thyssenkrupp Marine Systems ist der Auftrag ein wichtiger Erfolg, nachdem das Unternehmen zuletzt etwa beim Auftrag für Bundeswehr-Fregatten des Typs MKS 180 den Kürzeren gezogen hatte.

Hintergrund ist die Vergabe des 5,3-Milliarden-Euro-Auftrags für das deutsche Mehrzweckkampfschiff MKS 180 an ein niederländisch geführtes Konsortium. Die Kieler Werft German Naval Yards mit der ebenfalls in Kiel ansässigen Werft ThyssenKrupp Marine Systems als Subunternehmen scheiterte mit ihrem Angebot. German Naval Yards ist gegen die Vergabe juristisch vorgegangen.

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