Sechs Dinge, die Sie über das Hanta-Virus wissen sollten

 

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26.03.2020 19:47  Aktualisiert: 26.03.2020 19:47
Nach Angaben der Organisation United State's Centers for Disease Control and Prevention kann das Hantavirus-Lungensyndrom tödlich sein und weist eine Sterblichkeitsrate von 38 Prozent auf. Doch in Deutschland gab es in der Vergangenheit nur sehr selten Todesfälle. Trotzdem ist Vorsicht und Hygiene geboten.
Sechs Dinge, die Sie über das Hanta-Virus wissen sollten
Das Hantavirus überträgt sich vor allem von Ratten auf den Menschen. (Grafik: Diseasesdic.com)

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Während die ganze Welt versucht, eine Lösung zu finden, um den Ausbruch des Coronavirus zu verhindern, heißt es in einem Bericht der Global Times, dass eine Person aus der chinesischen Provinz Yunnan an Hantavirus gestorben ist. Die Meldung machte international die Runde und es wurden Vergleiche mit dem Coronavirus angestellt.

Nach Angaben des United State's Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sind Hantaviren eine Familie von Viren, die hauptsächlich von Nagetieren verbreitet werden und bei Menschen auf der ganzen Welt verschiedene Krankheitssyndrome verursachen können.

Was ist das Hantavirus-Lungensyndrom?

Das Hantavirus-Lungensyndrom (HPS) ist eine schwere, manchmal tödliche Atemwegserkrankung beim Menschen, die durch eine Infektion mit Hantaviren verursacht wird, so India Today. “Jeder, der mit Nagetieren in Kontakt kommt, die Hantaviren tragen, ist einem HPS-Risiko ausgesetzt. Der Befall von Nagetieren in und um das Haus bleibt das Hauptrisiko für die Exposition gegenüber Hantaviren. Selbst gesunde Personen sind einem Risiko für eine HPS-Infektion ausgesetzt, wenn sie dem Virus ausgesetzt sind. In Chile und Argentinien sind seltene Fälle von Übertragung von Mensch zu Mensch unter engen Kontakten einer Person aufgetreten, die an einer Art Hantavirus namens Andenvirus erkrankt war”, so das CDC.

Menschen mit einem Risiko für eine Hantavirus-Infektion

Laut CDC ist “jeder, der mit Nagetieren in Kontakt kommt, die Hantavirus tragen, einem HPS-Risiko ausgesetzt. Der Befall von Nagetieren in und um das Haus bleibt das Hauptrisiko für die Hantavirus-Exposition. Selbst gesunde Personen sind einem Risiko für eine HPS-Infektion ausgesetzt”.

Auf seiner Website schreibt das CDC auch, dass sich das Hantavirus verbreitet, wenn virushaltige Partikel aus Nagetierurin, Kot oder Speichel in die Luft gerührt werden. Es ist wichtig, Maßnahmen zu vermeiden, die Staub aufwirbeln, wie z. B. Kehren oder Staubsaugen.

Anzeichen und Symptome

Aufgrund der geringen Anzahl von HPS-Fällen ist die “Inkubationszeit” laut CDC nicht eindeutig bekannt. Zu den frühen Symptomen des Hantavirus zählen Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen, insbesondere bei großen Muskelgruppen wie Hüften, Oberschenkeln, Rücken und manchmal Schultern. Diese Symptome sind universell. “Aufgrund begrenzter Informationen scheint es jedoch, dass sich Symptome zwischen einer und acht Wochen nach Exposition gegenüber frischem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere entwickeln können”, so das CDC.

Ist das Hantavirus-Lungensyndrom tödlich?

Ja, nach Angaben des CDC kann HPS tödlich sein. Es liegt eine Sterblichkeitsrate von 38 Prozent vor. Das Ärzteblatt berichtet. "HPS verläuft rasant und kann tödlich sein (Sterblichkeitsrate 30 bis 40 Prozent). Eine spezifische Therapie steht nicht zur Verfügung, aber eine frühzeitige Diagnose und Behandlung auf einer Intensivstation verbessern die Prognose der Erkrankung erheblich."

Hantavirus-Behandlung

Es gibt keine spezifische Behandlung, Heilung oder Impfung für eine Hantavirus-Infektion. Die Diagnose von HPS bei einer Person, die nur wenige Tage infiziert war, ist schwierig, da frühe Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Müdigkeit leicht mit Influenza verwechselt werden können. “Wir wissen jedoch, dass infizierte Personen, die frühzeitig erkannt werden und auf einer Intensivstation medizinisch versorgt werden, möglicherweise bessere Ergebnisse erzielen”, so das CDC.

So verhindern Sie einen Ausbruch des Hantavirus

Beseitigen oder minimieren Sie den Kontakt mit Nagetieren in Ihrem Zuhause, am Arbeitsplatz oder auf dem Campingplatz. Wenn Nagetiere nicht feststellen, dass sie sich dort befinden, wo sie sich befinden, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie mit ihnen in Kontakt kommen”, sagt das CDC.


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