Politik

Doch kein Putin-Mosaik in russischer Militär-Kirche

Nach Protesten hat sich Wladimir Putin dagegen ausgesprochen, dass eine neue Militärkirche nahe Moskau mit einem Mosaik verziert wird, auf dem er zu sehen ist.
01.05.2020 12:39
Lesezeit: 1 min

In der neuen Militärkirche nahe Moskau wird es nach Einwänden des russischen Präsidenten Wladimir Putin nun doch kein Mosaik geben, auf dem er zu sehen ist. Das Bild sei zwar vorbereitet worden, es werde aber nicht angebracht, teilte die Kirchenleitung der russischen Agentur Interfax am heutigen Freitag mit. Ob das Bild, in dem auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu zu sehen ist, an einem anderen Ort angebracht wird, sei noch unklar. Kreml-Kritiker hatten zuvor das Mosaik in der Kirche als «Personenkult» kritisiert.

Die Kirche liegt im Park "Patriot" in Kubinka westlich von Moskau. Die Eröffnung war anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland geplant. Wegen der Corona-Pandemie wird die Eröffnung aber nicht im Mai stattfinden. Erst wenn sich die Lage im Land stabilisiere, könne man über einen neuen Termin sprechen, meldete die Staatsagentur Tass. Auch die geplante große Siegesparade am Roten Platz wurde wegen der Pandemie verschoben.

In Russland, wo die russisch-orthodoxe Kirche sehr starken Einfluss hat, haben Militärkirchen eine lange Tradition. Das neue Gotteshaus kostete russischen Medienberichten zufolge mehr als sechs Milliarden Rubel (rund 75 Millionen Euro). Putin war bei der Grundsteinlegung anwesend. Nach Angaben seines Sprechers finanzierte der Kreml-Chef persönlich die Haupt-Ikone der Kirche.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Was passiert, wenn Ägypten in den Krieg im Nahen Osten eintritt
27.10.2026

Ägyptens Parlament hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi grünes Licht für militärische Unterstützung Saudi-Arabiens gegeben. Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Allianz-Prognose: Unternehmensinsolvenzen bleiben auf hohem Niveau
27.10.2026

Mehr und mehr Unternehmen werden zu Sanierungsfällen: Der Kreditversicherer Allianz Trade rechnet dieses und nächstes Jahr mit nahezu je...

DWN
Politik
Politik Gelockerter Kündigungsschutz für Hochverdiener: Was Arbeitgeber für 2027 wissen sollten
27.10.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Kündigungsschutzes, in der Hochverdiener leichter kündbar werden sollen. Arbeitgeber können...

DWN
Finanzen
Finanzen Verivox: Preiskampf in der Kfz-Versicherung ist zurück
27.10.2026

In den vergangenen Jahren haben etliche Kfz-Versicherer ihre Preise drastisch erhöht. Diese Phase scheint vorbei: Nun schwingt das Pendel...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robin Zeng: Der Chinese, von dem Deutschlands Autobauer abhängen
27.10.2026

Er baut keine Autos, doch ohne ihn hätten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz ein gewaltiges Problem. Der chinesische Milliardär Robin Zeng...

DWN
Finanzen
Finanzen Zigaretten mag ich nicht, aber diese Nikotin-Aktie reizt mich
27.10.2026

Eine etwas unanständige Aktie ist auf meinem Radar aufgetaucht: Imperial Brands.

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie auf Rot: Mercedes-Benz kappt Prognose
27.10.2026

Der Autobauer stutzt wegen einem schwachen China-Geschäft und hoher Kosten seine Gewinnpläne für das laufende Jahr. Die Prognose liegt...

DWN
Finanzen
Finanzen Private-Credit-Fonds: Höhere Zinsen, höhere Risiken? Fonds im Vergleich
27.10.2026

Private-Credit-Fonds erleben seit Jahren einen massiven Boom. Was ursprünglich als Nischenprodukt institutioneller Investoren galt, hat...