Deutschland

Jeder zehnte Händler von Insolvenz bedroht

Laut Umfrage des DIHK zufolge befürchten zahlreiche Händler, dass sie aufgrund des Corona-Krise insolvent gehen werden.
21.05.2020 16:55
Lesezeit: 1 min
Jeder zehnte Händler von Insolvenz bedroht
Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Papiertasche mit der Aufschrift «Wir schließen unser Geschäft» hängt an einem Einzelhandelsgeschäft in der Innenstadt. (Foto: dpa) Foto: Marijan Murat

Trotz erster Lockerungen in der Corona-Krise sieht sich jeder zehnte Einzelhändler in Deutschland von Insolvenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Von den Anfang Mai befragten 10.000 Unternehmen gaben demnach zudem knapp 40 Prozent an, ihre Investitionen für das laufende Jahr kürzen zu wollen. "Knapp jeder dritte Betrieb beklagt der Umfrage zufolge massive Liquiditätsengpässe. Die geringere Nachfrage beziehungsweise die Stornierung von Kundenaufträgen bleiben dabei die größten Sorgen des Handels", so der DIHK in einer Mitteilung. "Dieses Ergebnis ist erschreckend", sagte Ilja Nothnagel von der DIHK-Hauptgeschäftsführung. Das richtige Rezept wäre ein umfassendes Entlastungspaket für die Unternehmen.

Immerhin rechnet rund die Hälfte der befragten Firmen mit einer Normalisierung des Geschäfts noch in diesem Jahr. 78 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzrückgang, bei einer Umfrage im März waren es noch 82 Prozent. Zugleich gab nun ein knappes Drittel der Händler an, so stark von der Krise betroffen zu sein, dass sie Personal abbauen müssten. Die Unternehmen leiden unter der eingebrochenen Nachfrage bei gleichbleibend hohen Kosten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der schrumpfende Riese: Warum Deutschlands Arbeitsmarkt vor einer historischen Trendwende steht
01.10.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt galt über Jahre hinweg als Fels in der Brandung. Trotz globaler Krisen, geopolitischer Verwerfungen und einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Softwaretochter Cariad vor massivem Stellenabbau
01.10.2026

Volkswagen stellt seine Softwarestrategie weiter auf den Prüfstand. Bei Cariad droht ein neuer Stellenabbau, während Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
01.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Politik
Politik Auf Trumps Investmentkonten: Mehr Geschäfte als bei allen Kongressmitgliedern zusammen
01.10.2026

Auf den Investmentkonten von US-Präsident Donald Trump wurden seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast 28.700 Wertpapiergeschäfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Geschäftsklima steigt: Elektroindustrie wird zur Konjunkturlokomotive – mit möglichen Engpässen
01.10.2026

Während viele Industriebranchen mit schwacher Nachfrage kämpfen, blickt die deutsche Elektroindustrie zuversichtlicher nach vorn – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Raumfahrt-Aktien: Vom Höhenflug zur harten Landung
01.10.2026

Nach dem SpaceX-Hype im Frühjahr sind mehrere Raumfahrt-Aktien stark eingebrochen. Investoren sehen nach wie vor langfristiges Potenzial,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta-Insolvenz: Batteriehersteller setzt auf schnelle Investorenlösung
01.10.2026

Beim insolventen Batteriehersteller Varta wächst die Hoffnung auf eine Investorenlösung. Doch zwischen Interesse am Unternehmen und einer...

DWN
Politik
Politik Grönland-Abkommen: Das sind die wichtigsten Details
01.10.2026

Das neue Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland klingt weitreichend, verändert die militärischen Möglichkeiten der...