Unternehmen

Mediamarkt und Saturn setzen smarte Türsteher ein

Die Einzelhändler haben zwar wieder ihre Pforten geöffnet, müssen jedoch strikte Auflagen der Behörden einhalten. MediaMarktSaturn hat da eine besondere Idee.
22.05.2020 10:00
Lesezeit: 1 min

Der Einzelhandelskonzern MediaMarktSaturn Retail Group setzt künftig in seinen Filialen digitale Einlasskontrollen ein, die schnell und effektiv die Einhaltung der zulässigen Kundenzahl regeln sollen. Die Lösung soll dazu beitragen, die jeweiligen Vorschriften der Behörden während der Corona-Pandemie sicher und verlässlich umzusetzen.

Mittels Ki-gesteuerter Sensortechnik wird die Anzahl der Personen in Echtzeit erfasst, die den Markt betreten und verlassen. Auf dieser Grundlage zeigt ein Display am Markteingang an, wie viele Kunden den Markt noch betreten dürfen und steuert die Zutrittserlaubnis mit selbsterklärenden, farblichen Anzeigen nach dem Ampelprinzip. Dabei werden die Kunden auf den Mindestabstand hingewiesen, den sie in der Filiale einzuhalten haben. Zusätzlich erhöhen akustische Signale die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung der Displayhinweise.

Das System entlastet so die Marktmitarbeiter und trägt dazu bei, das Infektionsrisiko für Kunden und Mitarbeiter zu verringern. Nach erfolgreichen Test-Installationen in Hamburg und Göttingen wird die digitale Zugangsregelung nun bis Anfang Juni deutschlandweit in allen rund 430 Märkten von MediaMarkt und Saturn eingeführt. Zugleich plant MediaMarktSaturn auch den europaweiten Rollout entsprechender Systeme in seinen Elektronikmärkten.

„Das digitale Einlassmanagement bietet uns eine zuverlässige Unterstützung bei der Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen. Die ersten Tests haben gezeigt, dass unsere Kunden die Transparenz zur Personenanzahl im Markt durch ein Display am Eingang begrüßen. So schaffen wir mehr Verständnis für etwaige Wartezeiten. Zugleich haben wir mit diesem digitalen Zugangssystem schnell auf die erhöhten Anforderungen der Corona-Krise reagiert“, sagt Florian Gietl, CEO MediaMarktSaturn Deutschland.

„Denn für uns haben Gesundheit und Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter höchste Priorität. Dank des smarten Türstehers können wir dies verlässlich und transparent bieten und unseren Aufwand für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften deutlich reduzieren. Entsprechend mehr Kapazitäten haben die Marktmitarbeiter für ihre eigentliche Aufgabe, die Beratung unserer Kunden“, erläutert der Manager.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Politik
Politik Russlands Aktivitäten im Orbit: Wachsende Risiken für Europas Satelliteninfrastruktur
06.02.2026

Russische Aktivitäten im Orbit rücken Europas Satelliten stärker in den Fokus der Sicherheitsbehörden. Welche Risiken ergeben sich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rüstungsexporte: Bundesregierung genehmigt 12 Milliarden Euro – Kritik an Golfregion-Geschäften
06.02.2026

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Rüstungsexporte im Umfang von rund 12 Milliarden Euro genehmigt – leicht weniger als in den...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 06: Die wichtigsten Analysen der Woche
06.02.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 06 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Debatte über Teilzeit: Gewerkschaften warnen vor Abbau sozialer Leistungen
06.02.2026

In Deutschland wächst die Diskussion über Einschnitte im Sozialstaat. Besonders geplante Änderungen im Bereich Teilzeitarbeit stoßen...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien Europa stabil: Bauwerte stark, Autowerte und Banken unter Druck
06.02.2026

Europas Börsen haben am Freitag leichte Gewinne verzeichnet, getragen von beruhigten Edelmetall- und Kryptomärkten sowie positiven...

DWN
Politik
Politik USA und Iran am Verhandlungstisch: Chancen und Risiken der neuen Gespräche
06.02.2026

Noch vor wenigen Wochen forderte US-Präsident Donald Trump einen Machtwechsel im Iran – jetzt verhandeln Washington und Teheran erneut...

DWN
Immobilien
Immobilien Absage bei der Wohnungssuche: Wann ist eine Wohnungsabsage rechtswidrig?
06.02.2026

Die Wohnungssuche kann frustrierend sein, selbst wenn Einkommen und Bonität stimmen. Manchmal steckt hinter Absagen mehr als nur Zufall....

DWN
Finanzen
Finanzen DIW-Studie: Vermögensteuer könnte 147 Milliarden Euro bringen – Unter Bedingungen
06.02.2026

Die Wiedereinführung einer Vermögensteuer könnte dem Staat nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bis...