Technologie

Markt für smarte Verpackungen wächst bis 2025 auf fast 40 Milliarden Euro

Verpackung ist nicht gleich Verpackung: Manche können sogar mit Hilfe von Sensoren den Zustand des Füllguts überwachen.
01.06.2020 17:32
Lesezeit: 1 min
Markt für smarte Verpackungen wächst bis 2025 auf fast 40 Milliarden Euro
Dies sind gewöhnliche Schachteln. Doch gibt es mittlerweile schon Verpackungen, die beispielsweise über Sensoren den Zustand des Füllgutes überwachen. (Foto: dpa) Foto: Marijan Murat

Smarte Verpackungen werden in den Industrien immer wichtiger: Die Umsätze der Unternehmen, die diese besonderen Waren-Hüllen herstellen, werden wohl in den kommenden fünf Jahren wohl weltweit auf umgerechnet 36,5 Milliarden Euro wachsen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die von der internationalen Analyse-Plattform „Research and Markets“ herausgegeben worden ist. Das entspricht einem Wachstum von fast sieben Prozent pro Jahr.

Ein wichtiger Hersteller aus Deutschland ist die Faller Packaging (FP) aus Baden, die intelligente Pharma-Schachteln herstellt. Diese zeigt an, wann die Tablette zur Neige gehen. Darüber hinaus erinnert sie die Patienten, wann sie ihre Medizin einnehmen müssen. Dazu gibt es eine Applikation, über die der Arzt oder Apotheker die Einnahmeverordnung programmieren.

Das Unternehmen hat im Mai seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt: So ist der Umsatz 2019 auf ein neues Rekordhoch von 145 Millionen Euro gestiegen. Rund drei Viertel davon hat der Hersteller in Deutschland, der Schweiz und Österreich erreicht. Doch auch in anderen Regionen werden wir immer erfolgreicher – zum Beispiel in Osteuropa: Seit Ende des Jahres ist ein neuer Produktionsstandort im ungarische Debrecen dazugekommen, um die Kunden vor Ort noch besser bedienen. dazugekommen, um die dortige Kundschaft künftig noch zielgerichteter zu unterstützen.

Mittelständler investiert verstärkt in Digitalisierung

Auch nicht unwichtig: FP hat im vergangenen Jahr kräftig in die Automatisierung und Digitalisierung investiert und damit vielen Mittelständlern gezeigt, wie man vorbildlich auf die neuen Technologien setzt: Dazu gehören Investitionen in die kurzfristige und kostengünstige Herstellung von Faltschachteln.

Hintergrund: Bei „Smart Packaging“ handelt es sich um eine Verpackung mit erweiterten Funktionen. Es gibt zwei Typen von Hüllen: aktive und intelligente. Aktive Verpackungen sind Verpackungen, die mit dem Füllgut in Wechselwirkung treten und damit die Haltbarkeit oder Qualität des Füllgutes während der Lagerung verbessern.

Intelligente Verpackungen hingegen sind Verpackungen, die über einen Zusatznutzen verfügen, der über die ursprüngliche Aufgabe hinausgeht. Die „Intelligenz“ der Verpackung ergibt sich im Wesentlichen aus der „Kommunikation“ mit der Außenwelt.

Der Zusatznutzen kann Diagnostik- und Indikatorfunktionen beinhalten, die beispielweise durch Sensoren den Zustand des Füllgutes überwachen und Informationen über die Dichtheit, Lagerdauer, Temperatur oder Frische liefern.

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