Technologie

Roboter soll Corona-Massentests ermöglichen

Bei der Bekämpfung von Corona soll ein künstlich intelligenter Roboter zum Einsatz kommen.
06.06.2020 16:54
Lesezeit: 1 min
Roboter soll Corona-Massentests ermöglichen
Ein Abstrich bei einem Corona-Test. (Foto: dpa) Foto: Britta Pedersen

Eine neue kontaktlose Untersuchung per Drive-In-Verfahren wird die Corona-Testung in Zukunft möglicherweise stark vereinfachen. Darauf lässt der Prototyp des Roboter-Herstellers "BoKa Automatisierung hoffen", wie die Fachzeitung „mt medizintechnik“ berichtet. Statt medizinischem Fachpersonal leiten ein Videosystem sowie ein Roboter die Menschen an und sammeln Proben ein. Das soll Ärzte entlasten, mehr Tests ermöglichen und langfristig Massentests möglich machen, berichtet die Publikation.

Der vollautomatische Test funktioniert im „Drive-In-Verfahren“. Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion fahren im Auto an die Teststation heran. Per Videoanleitung werden sie Schritt für Schritt durch den Prozess begleitet. Zu Beginn scannt jede Person ihren Personalausweis ein und desinfiziert sich die Hände, anschließend werden die persönlichen Daten einem Teströhrchen mit Barcode zugeordnet. Ein Roboter scannt den Barcode und überreicht das Teststäbchen an den Probanden, der die Probe selbständig mithilfe einer Videoanleitung durchführt. Zum Schluss übernimmt der Roboter das gebrauchte Teströhrchen – und lagert es bis zum Transport ins Labor ein.

Testung dauert zwischen vier und sechs Minuten

„Um sicherzustellen, dass jeder Test verwertbar ist, kann die Abstrichentnahme per Kamera-Übertragung von einer medizinisch ausgebildeten Person überwacht werden“, erläutert Severin Bobon, Mit-Inhaber von BoKa Automatisierung. Weil Videosystem und Roboter viele wichtige Arbeitsschritte übernehmen, könne ein Arzt mehrere Teststationen gleichzeitig kontrollieren. Andere Mediziner würden dadurch entlastet und Massentests erleichtert. Auch Schnelltests könnten mithilfe des automatisierten Systems durchgeführt werden. „Je nach Länge des Erklärvideos dauert eine Testung zwischen vier und sechs Minuten“, sagt Bobon. Da das Testsystem für zwei Personen gleichzeitig ausgelegt sei, könnten im 24-Stunden-Dauerbetrieb so pro Tag und Anlage rund 500 Proben kontaktlos eingesammelt werden.

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