Deutschland

Neue Studie: Deutsche Mittelständler überraschen mit hohem Digitalisierungsgrad

Deutschland gilt immer noch als rückständig, wenn es um die Digitalisierung geht. Eine neue Studie kommt jetzt doch zu vollkommen anderen Erkenntnissen.
19.06.2020 10:00
Lesezeit: 1 min
Neue Studie: Deutsche Mittelständler überraschen mit hohem Digitalisierungsgrad
Digitalisierung in Deutschland: Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft in einem Werk in Bayern mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: dpa) Foto: Daniel Maurer

Die deutschen Unternehmen sind in ihrer digitalen Entwicklung doch weiter als oft angenommen: So stammt jeder vierte Euro, den Firmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad erwirtschaften, mittlerweile aus digitalen Geschäften. Das geht aus der Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand – die Quellen der Digitalen Dividende" hervor, die unter anderem die Rheinische Fachhochschule Köln herausgegeben hat.

Damit hat die Erhebung einen anderen Ton als viele frühere Untersuchungen, die sich mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland befassen. So geht beispielsweise aus einem aktuellen Branchenbericht über die Digitalisierung der internationalen Fachberatung Gartner hervor, dass die größte europäische Volkswirtschaft unter 141 untersuchten Ländern vom sechsten auf den 14. Platz abgerutscht ist.

Anders nun die Untersuchung der Rheinischen Fachhochschule Köln: Dabei haben die Wissenschaftler rund 1.000 Manager über deren Zielbild für die digitale Transformation oder deren Führungsmodell befragt. Wichtig war auch die Frage, auf welche Projekt- und Arbeitsmethoden die Unternehmenslenker setzen. Bei der Ausführung dieser Aufgaben waren die Unternehmen erfolgreich, finden die Forscher. Allerdings bleibt die Erfolgskontrolle und die Steuerung der Effekte ein Problem, fügten sie hinzu.

Die Unternehmen haben überwiegend auf externe Berater zurückgegriffen, die sie bei der Umsetzung der Projekte unterstützen. Oft verfügen die Firmen nicht über die Kompetenz im eigenen Haus.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie KI-Einsatz in Unternehmen: Warum die Wirtschaft bislang nur punktuell profitiert
15.02.2026

Künstliche Intelligenz gilt als möglicher Hebel für höhere Produktivität in Unternehmen und Volkswirtschaften, doch ihr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Eurozonen-Wirtschaft: Übergang in einen neuen Konjunkturzyklus
15.02.2026

Die Eurozonen-Wirtschaft tritt laut Prognosen der Bank Citadele in einen neuen Konjunkturzyklus ein, getragen von sinkenden Zinsen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstand unter Druck: Datev-Analyse belegt beunruhigende Zahlen
15.02.2026

Die wirtschaftliche Lage im deutschen Mittelstand spitzt sich weiter zu: Kleine und mittelgroße Unternehmen stehen immer stärker unter...

DWN
Finanzen
Finanzen Investitionsstrategien im KI-Zeitalter: Kriterien für langfristige Wertschöpfung
15.02.2026

Künstliche Intelligenz prägt Investitionsentscheidungen und verändert die Bewertungsmaßstäbe an den Finanzmärkten. Wie lassen sich im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Schlüsselindustrien im Umbruch: Deutschlands Rolle am europäischen Markt
15.02.2026

Deutschland steht vor neuen wirtschaftlichen Weichenstellungen in einem sich wandelnden europäischen Umfeld. Wie lässt sich unter diesen...

DWN
Politik
Politik Grenzwerte: Umweltbundesamt bestätigt ausreichende Luftqualität in Deutschland
15.02.2026

Die Europäische Union gibt Grenzwerte vor, die in den Ländern eingehalten werden müssen. Die Luftqualität in Deutschland hat im...

DWN
Technologie
Technologie Elektronische Patientenakte spärlich genutzt: Gesundheitsministerin will ePA attraktiver machen
15.02.2026

Gesundheitsministerin Nina Warken weiß, dass bisher nur ein Bruchteil der gesetzlich Versicherten die sogenannte ePA aktiv nutzen. Sie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB setzt auf strikte Regeln für Banken: Kapital als Stabilitätsanker
15.02.2026

Die EZB hält trotz politischen Drucks an strikten Kapitalregeln für Banken fest und warnt vor Risiken für die Finanzstabilität. Welche...