Wirtschaft

Einzelhandel: Internet der Dinge wächst auf 30 Milliarden Euro

Die Bedeutung des Internet der Dinge (IoT) wird für den Einzelhandel immer größer. Das geht aus einer neuen Studie hervor.
08.07.2020 12:30
Aktualisiert: 08.07.2020 12:30
Lesezeit: 1 min
Einzelhandel: Internet der Dinge wächst auf 30 Milliarden Euro
Das Internet der Dinge spielt für den Einzelhandel eine immer wichtigere Rolle. (Foto: dpa) Foto: Arno Burgi

Das Internet of Things (IoT) wird für den Einzelhandel eine immer größere Bedeutung bekommen. Die Fachleute des US-Hauses Androit Market Research (AMR) gehen in ihrer aktuellen Studie „Global Forecast 2018 bis 2025“ davon aus, dass die Händler weltweit bis 2025 IoT-Lösungen im Wert von 32 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) einkaufen. „Dazu werden die Applikationen beitragen, die verstärkt von den Smartphones eingesetzt werden“, schreiben die Experten.

„Die Einzelhändler setzen wegen der zunehmenden Konkurrenz weltweit immer mehr fortgeschrittene und innovative Lösungen ein, um ihre Kunden zu bedienen“, analysieren sie. „Dabei gehören beispielsweise Onlineshops“, so AMR. Aus ihrer Sicht wird dieser Trend dadurch vergrößert, weil immer mehr Kunden in den aufstrebenden Ländern wie Indien und China über einen Internetanschluss verfügen.

Ein wichtiger Anbieter ist der deutsche Mittelständler Software AG. Das Unternehmen hat Anfang Juni die Zusammenarbeit mit dem indischen IT-Anbieter Tech Mahindra bekannt gegeben. Es geht darum, IoT-Lösungen voranzubringen, indem die Partner die notwendigen Technologien und Dienstleistungen mit Erfolg umsetzen.

Damit setzt das Unternehmen seine positive Entwicklung fort – der Pandemie zum Trotz. Der Anbieter hat nach den ersten drei Monaten nach eigenen Angaben „solide“ Ergebnisse vorgelegt und trotz allem „einen starken Auftragseingang“ verzeichnet. Insbesondere das IoT-Geschäft hat „deutlich über den Erwartungen gelegen“, schreibt das Software-Haus in einem offiziellen Bericht. „Die wettbewerbsintensive Gewinnung von Neukunden hat das Geschäft vorangetrieben“, so das Management. Der Konzern erwartet für das erste Halbjahr 2020 insgesamt solide Ergebnisse. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte sei allerdings schwer absehbar, sagte die Führungsriege.

Ein Problem gab es dann aber doch: Die Führungsspitze musste die Hauptversammlung absagen, die es wegen der Pandemie im Internet abhalten lassen wollte. Der Grund: Im Rahmen des Anmeldeprozesses war es zu technischen Schwierigkeiten bei einem Dienstleister gekommen, so dass nicht sichergestellt werden konnte, dass alle Aktionäre, die sich ordnungsgemäß und rechtzeitig angemeldet haben, erfasst sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg
28.07.2026

Trotz des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise bleibt die deutsche Wirtschaft stabil. Wie Verbraucher und Industrie dem Gegenwind...

DWN
Finanzen
Finanzen 20.000 Euro für Loyalität: Warum ASML Mitarbeiter halten will
28.07.2026

Das niederländische Unternehmen ASML spielt eine entscheidende Rolle für die weltweite Chip-Produktion, seine Aktie ist jedoch bereits...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmen streichen Ausbildungsplätze
28.07.2026

Immer weniger Ausbildungsplätze treffen auf immer weniger Bewerber. Das ist aber sowohl für Betriebe als auch für junge Menschen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm: Hohe Energiekosten treiben Unternehmen ins Ausland
28.07.2026

Deutschlands Unternehmen kämpfen weiter mit hohen Energiekosten. Was zunächst wie ein kurzfristiges Problem erschien, entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
28.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Technologie
Technologie RWE baut Mega-Speicher im Tagebau Hambach
28.07.2026

RWE verwandelt den Tagebau Hambach zunehmend in einen Standort für erneuerbare Energien. Ein neuer Großbatteriespeicher soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Edelmetall fällt vor Fed-Entscheid Richtung 4.000 Dollar – wie geht es weiter?
28.07.2026

Der Goldpreis steht am Dienstag unter Druck. Vor der Fed-Zinsentscheidung rückt er wieder näher an die Marke von 4.000 Dollar. Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Warum der Ausverkauf für Anleger zur großen Chance werden könnte
28.07.2026

Billionen Dollar Börsenwert sind verschwunden, Technologiekonzerne stürzen ab und die Angst vor einer platzenden KI-Blase wächst. Doch...