Ägypten manipuliert Foto: Hat das Mittelmeer-Manöver mit Frankreich in Wahrheit gar nicht stattgefunden?

 

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27.07.2020 11:00  Aktualisiert: 27.07.2020 11:31
Die ägyptische Marine sagt, eines ihrer Schiffe habe zusammen mit einer französischer Fregatte eine Übung abgehalten. Zur Untermauerung veröffentlichte sie ein Foto - das jedoch Fake ist. Ob ein derartiges Manöver wirklich stattgefunden hat, bleibt also vorerst unklar.
Ägypten manipuliert Foto: Hat das Mittelmeer-Manöver mit Frankreich in Wahrheit gar nicht stattgefunden?
Ägypten vermeldet gemeinsame Marine-Übung mit Frankreich mit diesem Fake-Foto. (Grafik: Ägyptisches Verteidigungsministerium)

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Die ägyptische Marine hat mitgeteilt, dass sie vergangenen Samstag eine gemeinsame Übung mit Frankreich im östlichen Mittelmeer durchgeführt hat. An der Übung sollen zwei „Stealth"-(Tarnkappen)Fregatten“ – die ägyptische „Tahya Masr“ und die französische „Aconit“ – teilgenommen haben.

Der offiziellen Mitteilung der ägyptischen Marine war ein Foto beigefügt, das die „Tahya Masr“ und die „Aconit“ nicht weit voneinander entfernt auf hoher See zeigt. Aber: Das Foto ist nicht echt, die ägyptische Marine hat zwei Fotos zusammengeschnitten. Die staatliche ägyptische Zeitung Al Ahram übernahm es und brachte es anschließend in Umlauf.

Das richtige Foto von der "Aconit" ist auf der Webseite der US Navy zu sehen. Es ist datiert auf den 19. September 2013.

Die US-Navy beschreibt das Bild folgendermaßen: „Ein Sikorsky MH-60R Sea Hawk-Hubschrauber der US-Marine vom Helicopter Maritime Strike Squadron (HMS) 74 'Swampfoxes', der dem Lenkwaffen-Zerstörer USS Gravely (DDG-107) zugewiesen ist, bereitet sich auf die Landung auf das Flug-Deck der französischen Fregatte Aconit (F 713) während einer vorübergehenden Übung im Mittelmeer vor.“

Eine ägyptische Fregatte ist jedoch nicht auf dem Foto zu sehen, berichtet FR 24 News. Woher das Foto der "Tahya Masr" stammt, ist nicht bekannt.

Ob ein Manöver zwischen Frankreich und Ägypten stattgefunden hat, bleibt also vollkommen unklar.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben sowohl das ägyptische als auch das französische Verteidigungsministerium kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten.


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