Politik

EU unterstützt Impf-Allianz von Gates und WHO mit 400 Millionen Euro

Die EU wird die Impf-Allianz Covax mit hunderten Millionen Euro unterstützen.
31.08.2020 14:44
Aktualisiert: 31.08.2020 14:44
Lesezeit: 1 min
EU unterstützt Impf-Allianz von Gates und WHO mit 400 Millionen Euro
Von der Leyen und Gates. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Die Europäische Union will die Impfstoff-Allianz unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit 400 Millionen Euro unterstützen. Diese Summe werde man zur Verfügung stellen, um auch ärmeren Staaten den Zugang zu einem Impfstoff zu ermöglichen, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel mit.

Wie das Geld der EU genau verwendet wird, soll nach Angaben der EU-Kommission in den nächsten Wochen vereinbart werden. Vorerst handele es sich um eine politische Zusage, sagte eine Kommissionssprecherin laut dpa. Die 400 Millionen Euro seien ein "Haftungsbeitrag" der EU, wird von der Leyen von der Nachrichtenagentur zitiert.

Mit der sogenannten Covax-Initiative wollen wohlhabendere Länder gemeinsam einen Impfstoff kaufen, um ihn dann auch an ärmere Staaten weiterzugeben. Geplant ist, rund zwei Milliarden Impfstoff-Einheiten bis Ende 2021 von verschiedenen Herstellern gemeinsam einzukaufen. Damit will man einem "Impfstoff-Nationalismus" vorbeugen.

Mitglieder der Covax-Initiative sind die Initiativen CEPI, GAVI und die Weltgesundheitsorganisation. CEPI wurde von der Bill & Melinda Gates-Stiftung, Norwegen, Indien, dem Wellcome Trust und dem World Economic Forum gegründet.

Die Gründungsmitglieder von GAVI sind die Bill & Melinda Gates-Stiftung, Unicef und die Weltgesundheitsorganisation.

Die Bill & Melinda Gates-Stiftung ist zudem der wichtigste Finanzier der WHO.

Nach einem Spendenmarathon im Mai - bei dem die WHO rund 8 Milliarden Dollar eingenommen hatte - machte von der Leyen bereits deutlich, dass künftig noch viel mehr Geld gebraucht wird.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ist die Ära der Niedrigzinsen vorbei? Wie Bull DeFi ungenutzte Ersparnisse in aktive Renditen verwandelt – bis zu 3.700 US-Dollar pro Tag.

Wir beleuchten die unterschiedlichen Mechanismen von Bull Market DeFi im Vergleich zu traditionellen Anlagen – und warum es sich lohnt,...

DWN
Politik
Politik Deutsche Bildungsmisere: Warum der Nachwuchs zum Standortrisiko wird
05.08.2026

Seit Jahren gibt es einen regelrechten Sturzflug bei den Lernleistungen an den Schulen. Inzwischen erreichen mehr als ein Drittel der...

DWN
Politik
Politik Russisches Uran: Moskau hält Amerikas Atomkraft in der Hand
05.08.2026

Amerikas Kernkraftwerke laufen weiterhin mit russischem Uran, während Washington den Ausstieg bis 2028 erzwingen will. Kann ein...

DWN
Politik
Politik EU-Migrationspolitik vor der Zerreißprobe: Ceuta legt Europas Schwäche offen
05.08.2026

Tausende Migranten erreichen Ceuta und innerhalb weniger Tage geraten Europas Regierungen aneinander. Die Krise zeigt, wie tief die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BYD Sealion 5 im Test: Viel Auto für vergleichsweise wenig Geld
05.08.2026

Der BYD Sealion 5 verbindet viel Platz, hohen Komfort und einen erstaunlich großen Aktionsradius. Als Plug-in-Hybrid schafft er im Test 80...

DWN
Panorama
Panorama Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle: Sprengladung entschärft
05.08.2026

Nach einem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ermittelt die sächsische Polizei. Spezialisten entschärften die Drohne...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Made in Europe: EU zieht die Schutzmauern für ihre Industrie hoch
05.08.2026

Europa macht Ernst mit dem Schutz seiner Industrie. Neue Herkunftsregeln sollen öffentliche Aufträge stärker europäischen Herstellern...

DWN
Politik
Politik Berlin-Wahl 2026: Partei Die Linke in der Hauptstadt derzeit auf Platz eins
05.08.2026

Am 20. September findet die Wahl zum Landesparlament statt. Würde schon am Sonntag gewählt, bekäme die Linke einer Umfrage zufolge die...

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
05.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...