Politik

Leipzig: Jetzt muss sich die Polizei auch noch bei Linksextremisten entschuldigen

Die Polizei Sachsen hatte den Tweet eines Nutzers geteilt, in dem es zu den Hausbesetzungen und Protesten in der Stadt hieß: „Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung“. Die Polizei wurde nun dazu gedrängt, sich für den Retweet zu entschuldigen.
06.09.2020 21:52
Aktualisiert: 06.09.2020 21:52
Lesezeit: 1 min

Die Polizei Sachsen ist im Zusammenhang mit den Krawallnächten in Leipzig wegen eines sogenannten Retweets heftig in die Kritik geraten - und hat sich entschuldigt. Auf dem offiziellen Twitter-Account der Polizei war demnach am Sonntag der Tweet eines Nutzers geteilt worden, in dem es zu den Hausbesetzungen und Protesten in der Stadt hieß: „Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung.“

Die Polizei löschte den geteilten Beitrag wenig später und schrieb als Antwort auf zahlreiche kritische Beiträge: „Bei dem Retweet handelte es sich um eine unbeabsichtigte Handlung. Dieser Tweet entspricht keineswegs unserer Sichtweise, weshalb wir den Retweet sofort zurückgenommen haben. Wir bitten dies zu entschuldigen.“ Zahlreiche Nutzer unter dem Hashtag #Mausgerutscht die Polizei heftig für das Teilen des Beitrags kritisiert.

Aggressive Vermummte hatten in Leipzig drei Nächte in Folge randaliert und waren auf die Polizei losgegangen. Die Beamten wurden mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik attackiert. Auslöser der Krawalle im Osten der Stadt und in Connewitz waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze nennt die Randalierer „augenscheinliche Linksextremisten“.

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