Marktbericht

Autowerte bringen DAX wieder über 13.000 Punkte - heute BIP-Zahlen für die Eurozone mit extrem skeptischen Prognosen

VW, Daimler und BMW waren die wichtigsten Werte am Montag. Die Aktionäre warten heute Vormittag auf bedeutende Zahlen aus der Eurozone. Die Volkswirte rechnen mit riesigen Einbrüchen.
08.09.2020 07:35
Lesezeit: 1 min
Autowerte bringen DAX wieder über 13.000 Punkte - heute BIP-Zahlen für die Eurozone mit extrem skeptischen Prognosen
Der DAX erfreute am Montag überwiegend die Anleger.

Das deutsche Elitebarometer hat am Wochenstart einen Gewinn von zwei Prozent auf 13.100 Punkte verzeichnet. Damit hat der Index wieder über der Marke von 13.000 geschlossen. Die Entwicklung der US-Handelsplätze verlief uneinheitlich: Während der Dow Jones Industrial um 0,7 Prozent gewann, büßte die US-Technologie-Börse Nasdaq um ein Prozent ein.

So gab es am Montag überwiegend Gewinner: Zu den wichtigsten Werten zählten die Auto-Aktien, von denen sich VW mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 149,78 Euro und Daimler mit einem Gewinn von 3,7 Prozent auf 45,10 Euro an die Spitze der Tagessieger setzten. Ebenso positiv entwickelte sich BMW, das um zwei Prozent auf 62,58 Euro zulegte. Darüber hinaus gewann Continental 1,1 Prozent auf 95,16 Euro.

Bei VW gab es einen optimistischen Kommentar über die Entwicklung von E-Autos: Betriebsratschef Bernd Osterloh glaubt, dass der Hersteller auf einem guten Weg ist, sich gegen Tesla durchzusetzen. Dies sagte der Funktionär im Gespräch mit einer Zeitung. Zusätzlich wurde der milliardenschwere Musterprozess von VW-Investoren fortgesetzt.

Bei Daimler gewann die Aktie, obwohl die Nachrichten aus der Vorwoche negativ waren. Denn der Konzern hat im August weniger Autos der Marke Mercedes-Benz an den Großhandel verkauft als im Vorjahresmonat. Der Absatz ist um 7,4 Prozent auf 168.710 Fahrzeuge gesunken.Auch Continental legte zu, obwohl die Nachrichten auch nicht sonderlich gut waren. Denn die Gewerkschaften protestierten gegen den geplanten Stellenabbau.

Volkswirte erwarten BIP-Einbruch für Euro-Zone

Heute stehen wieder einige Konjunkturdaten an – beispielsweise die Präsentation das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal in der Eurozone. Die Prognosen gehen von einem weiteren Niedergang des BIP aus. So rechnen die Volkswirte durchschnittlich mit einem Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorquartal soll es hingegen nicht ganz so schlimm ausfallen. Hier liegen die Erwartungen bei einem Rückgang von 12,1 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Refurbed-Checkliste: 5 Qualitätsstandards, die herkömmliche gebrauchte iPhones nicht erfüllen

Preisbewusstsein, Nachhaltigkeit und Qualität sind die Dinge, die für die meisten heutzutage beim Kauf von Smartphones im Mittelpunkt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie klettert: Quartalszahlen des US-Chipkonzerns übertreffen Erwartungen
25.02.2026

Die Nvidia-Aktie hat nach Bilanzvorlage deutlich zugelegt, die Nvidia-Zahlen katapultieren den Chipriesen in neue Dimensionen. Doch wie...

DWN
Politik
Politik China-Reise mit Wirtschaftsdelegation: Strategische Balance auf schwierigem Terrain für Bundeskanzler Merz
25.02.2026

Der Bundeskanzler macht sich bei seiner ersten China-Reise für eine enge Kooperation stark. Ein seit einigen Jahren eingeschlafenes...

DWN
Politik
Politik Reform Heizungsgesetz: Schutz vor steigenden Mietnebenkosten unklar
25.02.2026

Die Reform des Heizungsgesetzes sorgt für Unsicherheit: Welche Kosten kommen auf Mieter und Eigentümer zu? Details zum Schutz vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stromausfälle in der Ukraine: Industrie und Wirtschaft geraten ins Stocken
25.02.2026

Die anhaltenden Stromausfälle verschärfen die wirtschaftliche Krise in der Ukraine und setzen Industrie, Staatsfinanzen und Wachstum...

DWN
Politik
Politik Neuwahl in Brandenburg: Stopp von Bürgermeisterwahl - Post weist Vorwürfe zurück
25.02.2026

Der erste Durchgang einer Bürgermeisterwahl in Brandenburg wird annulliert. Im Raum steht der Vorwurf der Wahlfälschung im Zusammenhang...

DWN
Technologie
Technologie Studie: KI-generierte Gesichter tricksen Experten und Super Recognizer aus
25.02.2026

Selbst Experten für Gesichtserkennung können KI-generierte Gesichter kaum von echten unterscheiden. Wie schnitten sie im Vergleich zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stellenabbau: Autoindustrie und Maschinenbau drücken Arbeitsmarkt
25.02.2026

15.000 Jobs gehen jeden Monat in der Industrie verloren. Besonders betroffen sind Sparten, in denen Deutschland traditionell stark war. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Expansion in den militärischen Schiffbau: Neue Impulse für die Rheinmetall-Aktie
25.02.2026

Rheinmetall treibt seine Expansion im europäischen Verteidigungsmarkt voran und erweitert sein industrielles Profil deutlich. Wird die...