Politik

Nach Video-Konferenz mit Merkel: Erdoğan bereit für Verhandlungen beim Erdgas-Konflikt

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte am Mittwochabend, er sei offen für Verhandlungen im Erdgaskonflikt mit Griechenland. Zuvor hatte er eine Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel durchgeführt.
16.09.2020 22:07
Lesezeit: 1 min
Nach Video-Konferenz mit Merkel: Erdoğan bereit für Verhandlungen beim Erdgas-Konflikt
24.01.2020, Türkei, Istanbul: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) hält neben Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, während einer Eröffnungszeremonie der türkisch-deutschen Universität einen Spiegel, den sie als Geschenk bekommen hat. (Foto: dpa) Foto: Ahmed Deeb

Im Erdgas-Konflikt mit Griechenland um Gebiete im östlichen Mittelmeer hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan offen für Verhandlungen gezeigt. In einer Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch sagte Erdoğan nach Angaben des türkischen Präsidialamts, die Differenzen könnten durch Verhandlungen gelöst werden. Voraussetzung sei jedoch ein «konstruktiver und fairer Ansatz».

Von deutscher Seite wurden zum Inhalt des Gesprächs keine genaueren Angaben gemacht. Ein Regierungssprecher in Berlin sagte am Abend lediglich, Themen seien die Lage im östlichen Mittelmeer und die Situation in Libyen gewesen. Deutschland hat derzeit innerhalb der Europäischen Union die Ratspräsidentschaft inne.

Im östlichen Mittelmeer gibt es seit Wochen Streit um dort vermutete Erdgasvorkommen zwischen den Nato-Mitgliedern Griechenland und Türkei. Griechenland wirft der Türkei vor, in der Region griechischer Inseln illegal Vorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara argumentiert, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Henkel-Aktie gewinnt: Milliarden-Übernahme von Beschichtungsfirma Stahl geplant
04.02.2026

Der Dax-Konzern Henkel will sein Geschäft mit Spezialbeschichtungen stärken - und gibt dafür Milliarden aus.

DWN
Finanzen
Finanzen Infineon-Aktie: KI-Boom treibt Investitionen – Infineon-Zahlen kommen am Aktienmarkt gut an
04.02.2026

Die Infineon-Aktie rückt nach der Zahlenvorlage des Chipherstellers in den Fokus der Anleger. Der Konzern profitiert vom KI-Boom und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Sachsen-Anhalt: IWH-Präsident fürchtet um Wirtschaft bei AfD-Wahlsieg
04.02.2026

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, warnt vor wirtschaftlichen Konsequenzen nach einem...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Umsatzrückgang und Ausblick sorgen für Kurssturz
04.02.2026

Die Novo Nordisk-Aktie gerät erneut unter starken Druck. Ein überraschend pessimistischer Ausblick und wachsende Konkurrenz lassen...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuerzahlerbund fordert: Bundesbank soll deutsches Gold aus USA zurückholen
04.02.2026

Sind die riesigen deutschen Goldbestände in New York noch sicher? Mit der Politik von Donald Trump wachsen die Sorgen. Der Vizepräsident...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weinig-Stellenabbau: Konzern plant drastische Einschnitte – Warnsignal für den deutschen Maschinenbau?
04.02.2026

Der Maschinenbauer Weinig AG steht vor einem tiefgreifenden Umbruch: Ein globaler Abbau von Arbeitsplätzen ist geplant, Standorte sollen...

DWN
Panorama
Panorama Deutschlands Gasspeicher: Reichen 35 Prozent?
04.02.2026

Die deutschen Gasspeicher leeren sich schneller als gewohnt – und das mitten im Winter. Ende Januar liegt der Füllstand nur noch bei 35...

DWN
Politik
Politik Musk spendet Millionen an Republikaner: Politische Annäherung an Trump?
04.02.2026

Elon Musk sendet mit einer neuen Spende ein politisches Signal an das republikanische Lager. Deutet der Schritt auf eine erneute...