Politik

Salafisten bewaffnen sich: Steuert die Türkei auf einen Bürgerkrieg zu?

Berichten zufolge sollen sich Salafisten-Gruppen in der Türkei für einen Bürgerkrieg bewaffnen.
25.09.2020 11:12
Lesezeit: 1 min
Salafisten bewaffnen sich: Steuert die Türkei auf einen Bürgerkrieg zu?
Mitglieder der Terror-Miliz IS. (Screenshot)

Der regierungsnahe islamische Prediger Ahmet Mahmut Ünlü hat gesagt, dass sich 150 Salafisten-Verbände in der Türkei für einen Bürgerkrieg bewaffnen würden, berichtet Arab News. Er sei bereit, sie namentlich zu benennen. Es wird angenommen, dass die Gruppen die lokale Bevölkerung mit Morddrohungen einschüchtern und die Regierung davor warnen, vorbeugende Maßnahmen gegen sie zu ergreifen. Die südöstlichen Städte Adıyaman und Batman sollen die Hotspots für die Rekrutierung von Salafisten und IS-Kämpfern sein.

In der Zwischenzeit verurteilte ein türkisches Gericht Abu Hanzala, den Führer des IS in der Türkei, zu zwölf Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Er war bereits mehrere Male in der Türkei wegen des Verdachts der Zugehörigkeit zu Al-Qaida und den IS inhaftiert worden, wurde jedoch später aufgrund fehlender Beweise freigelassen.

Vor vier Jahren veröffentlichte die türkische Polizei einen Bericht über die Anwesenheit salafistischer Gruppen in der Türkei. In dem Bericht wurde mitgeteilt, dass sich in der Türkei über 20.000 gewaltbereite Salafisten befinden würden.

Der Prediger Ünlü wurde von der türkischen Staatsanwaltschaft vorgeladen, um seine Kenntnisse mitzuteilen. Das türkische Innenministerium hat im aktuellen Jahr nach eigenen Angaben 152 Terroranschläge vereitelt und 26,8 Tonnen an Sprengstoff sichergestellt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen McDonalds-Aktie: Ausverkauf an der Börse – haben die Anleger die Burger satt?
12.10.2026

Die McDonalds-Aktie ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen und hat innerhalb von neun Monaten fast ein Drittel ihres...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Handelskompromiss mit China: Was der Deal Deutschland bringt
12.10.2026

Nach wochenlangen Spannungen haben sich die Europäische Union und China auf erste konkrete Schritte zur Entschärfung ihres...

DWN
Politik
Politik Trumps überraschende Entscheidung, russischen Kraftstoff in die USA zu importieren, sorgt weltweit für Aufsehen
12.10.2026

Donald Trumps Vereinbarung mit Russland zeigt den wachsenden Druck, die Kraftstoffpreise zu senken, und markiert einen deutlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldreserven wachsen rasant: China kauft so viel Gold wie seit drei Jahren nicht
12.10.2026

Die chinesische Zentralbank ist auf dem besten Weg, bei den Goldreserven an den Zentralbanken Frankreichs und Italiens vorbeizuziehen. Nach...

DWN
Panorama
Panorama Klimaschutz bis 2045: Welche Kosten auf Deutschland zukommen
12.10.2026

Elektroautos, erneuerbare Energien und ein angepasstes Stromnetz: Deutschlands Weg zur Klimaneutralität verlangt hohe Investitionen. Eine...

DWN
Technologie
Technologie Handy-Sicherheit im Unternehmen: Ein verlorenes Smartphone kann alles lahmlegen
12.10.2026

Ein verlorenes Smartphone wirkt zunächst wie ein überschaubares Problem. Doch auf dem Gerät liegen längst E-Mails, Zugänge,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ryanair-Aktie: Airline ändert Check-in-Regeln und verkürzt Zeit für die Gepäckaufgabe
12.10.2026

Ryanair-Passagiere müssen aufgegebenes Gepäck am Flughafen künftig früher abgeben. Die Fluggesellschaft verkürzt die Öffnungszeiten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Plus 20 Prozent: Briefporto könnte stärker steigen als jemals zuvor
12.10.2026

Das Briefporto könnte in Deutschland so stark steigen wie noch nie. Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Preisspielraum vorgeschlagen,...