Marktbericht

Pandemie und stockende Verhandlungen um US-Konjunkturpaket drücken Dax ins Minus

Das deutsche Leitbarometer ist nicht gut in die Woche gestartet. Für Anleger, die sich für Russland-Aktien interessieren, gibt es heute Abend wichtige Nachrichten.
20.10.2020 10:20
Aktualisiert: 20.10.2020 10:20
Lesezeit: 1 min
Pandemie und stockende Verhandlungen um US-Konjunkturpaket drücken Dax ins Minus
Das deutsche Leitbarometer entwickelt sich derzeit weniger solide. (Foto: dpa)

Der Dax hat heute am Morgen den zweiten Handelstag der Woche mit einem Minus begonnen. Das deutsche Leitbarometer ist mit Verlusten von 0,5 Prozent auf 12.793 Punkte gestartet. Damit hat der Index die schwache Vorstellung vom Vortag fortgesetzt, als er 0,4 Prozent auf 12.855 Zähler nachgab. Kurzfristig hatten die Kurse zwar die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten überschritten, dann aber doch wieder an Boden verloren.

Die Unsicherheiten über die weitere Verbreitung der Pandemie sowie die stockenden Verhandlungen um das US-Konjunkturpaket haben die Launen der Anleger vermiest. Ebenso belastet die Frage, wie Anfang November die US-Präsidentschaftswahl ausgehen könnte, die Atmosphäre.

Aus diesem Grund sind auch die Vorgaben der US-Börsen negativ ausgefallen – und das nicht gerade gering: So ist der Dow Jones Industrial mit einem Minus von 1,4 Prozent 28.195 Punkte aus dem Handel gegangen. Die Nasdaq verzeichnete einen Rückgang von 1,7 Prozent auf 11.479 Einheiten.

Die Zahl der Tagesgewinner- und verlierer waren ungefähr gleich verteilt. Auf dem ersten Platz lag die Deutsche Bank mit einem Plus von 1,7 Prozent auf acht Euro. Danach platzierte sich Continental mit einem Gewinn von 1,3 Prozent auf 102,50 Euro – gefolgt von der Münchener Rückversicherung (plus 1,5 Prozent auf 212,20 Euro).

Die Aktie, die am meisten verlor, war Delivery Hero mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 100,40 Euro. Die Nummer zwei der Tagesverlierer war Fresenius, das 2,4 Prozent auf 35,66 Euro einbüßte. Danach kam SAP, das einen Rückgang von 1,4 Prozent auf 131 Euro verkraften musste.

Zahl der US-Baugenehmigungen im September wohl bei 1,5 Millionen

Am Nachmittag blicken die Börsianer wieder auf unterschiedliche Konjunkturdaten aus den USA – beispielsweise auf die Zahl der Baugenehmigungen im September. Die Ökonomen gehen von 1,5 Millionen aus. Diese Zahlen werden um 14.30 MEZ bekannt gegeben.

Um 18 Uhr präsentiert Russland seine Arbeitslosenquote im September. Die Volkswirte rechnen mit 6,5 Prozent. Im Vormonat hatte das Niveau noch bei 6,4 Prozent gelegen. Darüber hinaus veröffentlicht das Land die Einzelhandelsverkäufe im neunten Monat. Die Experten rechnen mit einem Rückgang von 1,8 Prozent. Im August hatte es ein Minus von 2,7 Prozent gegeben.

Zudem warten die Anleger auf die aktuellen Statistiken für das Lohnwachstum im August. Die Fachleute rechnen mit einem Plus um 1,7 Prozent. Vier Wochen zuvor hatte es noch einen Zuwachs um 2,3 Prozent gegeben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Immobilienmakler für Kitzbühel – Hotel und Gewerbeimmobilien verkaufen mit Experten

Der Verkauf von Hotels und Gewerbeimmobilien in Kitzbühel stellt besondere Anforderungen an Eigentümer und Makler. Ein erfahrener...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bankrun in Russland: Warum Bürger ihre Konten leeren
20.08.2026

Ein Bankrun in Russland ist für den Kreml ein Warnsignal. Viele Bürger heben panikartig ihr Bargeld ab. Ökonomen warnen zugleich vor...

DWN
Unternehmen
Unternehmen MG4 Urban im Test: Fast "Das Auto", nur aus China
20.08.2026

Als SAIC Motor das Modell MG4 vorstellte, wurde es sofort zu einem der begehrtesten in China gebauten Elektroautos. Autojournalisten...

DWN
Finanzen
Finanzen Euro-Stablecoins: Wie Europa die Kontrolle über seine Währung verlieren könnte
20.08.2026

Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt, doch in der digitalen Finanzwelt spielt er bislang kaum eine Rolle. Während nahezu...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Gewinnmitnahmen nach Zweimonatshoch
20.08.2026

Der Goldpreis hat binnen kurzer Zeit deutlich an Wert gewonnen, doch am Donnerstag legt das gelbe Edelmetall eine Verschnaufpause ein....

DWN
Finanzen
Finanzen JD Sports-Aktie stürzt ab: Gewinnwarnung und Filialabbau belasten – Branche leidet mit
20.08.2026

JD Sports senkt sein Gewinnziel und enttäuscht vor allem in Nordamerika. Gleichzeitig verschwinden immer mehr deutsche Filialen. Der...

DWN
Technologie
Technologie Weltmarkt für E-Lkw wächst rasant – Infrastruktur bleibt Engpass
20.08.2026

Eine halbe Million verkaufte E-Lkw und E-Busse markieren einen neuen Meilenstein für die Verkehrswende. Während China den Weltmarkt...

DWN
Finanzen
Finanzen Criteo-Aktie: Übernahmewette für Mutige oder unkalkulierbares Risiko?
20.08.2026

Die Criteo-Aktie führt vor Augen, welche Chancen Sondersituationen für Anleger bieten können. Doch gerade bei vermeintlich klaren Deals...

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
20.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...