Unternehmen

Stimmung unter Headhuntern so gut wie lange nicht mehr: Ende der Krise in Sicht?

Die Stimmung unter den Headhuntern hat sich nach den Einbrüchen im Frühjahr durch den Lockdown merklich gebessert.
27.10.2020 17:18
Aktualisiert: 27.10.2020 17:18
Lesezeit: 2 min
Stimmung unter Headhuntern so gut wie lange nicht mehr: Ende der Krise in Sicht?
Die Headhunter bekommen langsam wieder Oberwasser. (Foto: dpa) Foto: Soeren Stache

Die aktuelle Stimmung unter den deutschen Personalberatern hat sich im Vergleich zu den Befragungen im März, April und Juni dieses Jahres merklich verbessert. Das hat eine Branchenbefragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) ergeben. Im Vergleich zum Tiefpunkt beim Geschäftsklima im März (Indexwert: minus 51,0) ist der Branchenindikator im September mit minus 8,5 auf den höchsten Wert im Jahr 2020 gestiegen. Vor zwei Jahren hatte der Wert allerdings im Vergleich noch plus 33,0 betragen. In der aktuellen September-Befragung gaben 43 Prozent der Headhunter an, dass ihr Umsatz bis September mehr als 40 Prozent unter Plan liegen.

Dieser Anteil ist bei den kleineren Personalberatern mit 59 Prozent besonders hoch. Bei den großen Marktteilnehmern meldete jeder Vierte eine solche Geschäftsentwicklung. „Wir Headhunter haben uns aus dem Corona-bedingten Frühlingstief im Laufe des Sommers nach oben gekämpft. Unsere Kunden in den Unternehmen und Organisationen suchen wieder neue Mitarbeiter, besonders im Gesundheitswesen, bei den Professional Services sowie der Versicherungs- und Chemie-/Pharmabranche. Aber natürlich bereitet uns die sich wieder verschärfende Pandemiesituation Sorgen im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten“, so Arne Adrian, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Personalberatung.

Eine deutlich schwächere Nachfrage komme gemäß der BDU-Befragung aus dem Verkehr- und Gastgewerbe (Anteil schlecht/sehr schlecht: 76 Prozent), dem Fahrzeugbau (Anteil schlecht/sehr schlecht: 76 Prozent) sowie dem Maschinenbau (Anteil schlecht/sehr schlecht: 53 Prozent). Jeder fünfte angestellte Personalberater befindet sich zurzeit in Kurzarbeit, bei den Researchern und im Backoffice ist jeder vierte von Kurzarbeiter-Regelungen betroffen. Über alle Größenklassen betrachtet, hat es bei 82 Prozent der Branchenteilnehmer bislang auf der Hierarchiestufe Berater keine Personalanpassungen gegeben. Bei den größeren Personalberatungen mit mehr als drei Millionen Euro Umsatz liegt der Anteil bei deutlich geringeren 50 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elon Musk macht es wieder: Noch eine Idee mit 20 Milliarden Euro bewertet
14.09.2026

Elon Musk hat mit The Boring Company erneut eine Firma auf enorme Bewertung gebracht. Das Tunnelunternehmen sammelte drei Milliarden Dollar...

DWN
Technologie
Technologie KI-Systeme außer Kontrolle: Wie groß ist die Gefahr und will die KI-Branche wirklich bremsen?
14.09.2026

Autonome KI-Programme greifen Systeme an und stimmen ihr Vorgehen untereinander ab. Nun warnen ausgerechnet die Entwickler vor einem...

DWN
Politik
Politik Schicksalswahlen für Merz: Wie lange hält sich der Bundeskanzler noch?
14.09.2026

Friedrich Merz steht unter wachsendem Druck: Wahlschlappen, offene Kritik aus der Union und Spekulationen über mögliche Nachfolger...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic-Forscher sieht zehn Prozent Risiko, dass KI uns alle tötet. Was soll man davon halten?
14.09.2026

Ein Forscher von Anthropic hält es für möglich, dass künstliche Intelligenz innerhalb der nächsten zehn Jahre zur existenziellen...

DWN
Technologie
Technologie Hat KI gerade den Menschen überholt? Was AGI für Ihre Arbeit bedeutet
14.09.2026

Mit GPT-6 Astra rückt eine neue Stufe künstlicher Intelligenz näher: Systeme, die nicht nur einzelne Aufgaben erledigen, sondern Ziele...

DWN
Technologie
Technologie „Wir befinden uns in einem Wettrüsten”: Deutschlands Drohnenabwehr wird zur Chance für den Mittelstand
14.09.2026

Nach dem gescheiterten Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle plant die Bundesregierung Drohnenabwehreinheiten an neun Standorten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kein Treffen zur Straße von Hormus – was steckt dahinter?
14.09.2026

Ein geplantes Treffen im Oman machte Hoffnung auf Bewegung im Konflikt um die Straße von Hormus. Doch der Termin platzt kurz vorher.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hormus-Blockade: Gaspreis erreicht höchsten Stand seit Ende 2022 – was das für den Winter bedeutet
14.09.2026

Europas Gaspreis steigt auf den höchsten Stand seit Ende 2022. Lieferausfälle am Persischen Golf, die Blockade der Straße von Hormus und...