Unternehmen

Tipps für Unternehmer: Vorsicht bei Abzocke und Betrug bei Eintragung ins Handelsregister

Wenn es um den Eintrag in das Handelsregister geht, gibt es viele Betrugsmaschen, die Kriminelle anwenden, um Unternehmern Zahlungen in Rechnung zu stellen. Besonders brisant: Viele der Betrüger sichern sich rechtlich ab. In diesem Artikel finden Sie wichtige Checks, um sich abzusichern.
10.11.2020 13:31
Lesezeit: 1 min
Tipps für Unternehmer: Vorsicht bei Abzocke und Betrug bei Eintragung ins Handelsregister
10.07.2017, Sachsen, Dresden: Bauarbeiter zeichnen sich auf einem Gerüst als Silhouette ab. (Foto: dpa) Foto: Sebastian Kahnert

„Nachdem der Notar Ihren Handelsregistereintrag angestoßen hat und die Eintragung erfolgt ist, erhalten viele Unternehmer merkwürdige Rechnungen, die die Eintragung in verschiedene Verzeichnisse versprechen. Oftmals sind diese Anmeldungen für vermeintliche Gewerberegister nicht immer von der original Rechnung vom Registergericht zu unterscheiden“, so das Portal „Für Gründer“.

Das Portal führt aus, mit welchen Checks sich die Betrugsmaschen aufdecken lassen.

  • Zahlungsempfänger: Dieser ist immer die Kosteneinzugsstelle für Justiz (bspw. Justizkasse Hessen).
  • IBAN: Da Sie sich in einem deutschen Register haben eintragen lassen, handelt es sich stets um eine deutsche IBAN. Diese beginnt mit DE.
  • Rechnungshöhe: Da die Kosten für eine Handelsregistereintragung variieren, können wir keinen allgemein gültigen Betrag nennen. Ein kurzer Anruf beim Notar schafft Klärung.
  • Zahlungsfrist: Betrüger wollen Sie verunsichern. Ein sehr kurzes Zahlungsziel von oftmals nur einigen Tagen soll Unternehmer drängen, die Rechnung schnell zu bezahlen.
  • Kontaktdaten: Handelt es sich um eine private Mailadresse (@web, @gmail)? Finger weg!

Es müsse vor allem auf das Kleingedruckte geachtet werden. Denn oftmals können Fake-Rechnungen durch diesen Check leicht entlarvt werden – beispielsweise, wenn geschrieben steht, dass es sich um eine fakultative (freiwillige) Gebühr oder ausschließlich um ein Angebot handelt. Mit dieser Methoden wollen sich nämlich Betrüger rechtlich absichern.

Auf der Webseite von „Für Gründer“ werden Beispiele für Fake-Rechnungen mit Fotos gezeigt. Das Portal erklärt detailliert, warum es sich um Fake-Rechnungen handelt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Staatliche Datenkontrolle treibt Verbraucher in die digitale Schattenwirtschaft

Deutschland befindet sich im Jahr 2026 in einer paradoxen wirtschaftspolitischen Situation. Während die Bundesregierung versucht, durch...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Verteidigungstechnik: Deutsches Drohnenunternehmen steigt bei HEVI Optronics ein
12.03.2026

Ein deutsches Drohnenunternehmen steigt beim estnischen Sensorhersteller HEVI Optronics ein und übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung....

DWN
Politik
Politik Konflikt im Persischen Golf: Trump ruft zur Nutzung der Straße von Hormus auf
12.03.2026

US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit dem Iran militärisch im Vorteil und fordert Ölfirmen auf, die Straße von Hormus...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie in der Krise: Warum 2026 wieder besser werden könnte
12.03.2026

Die Gewinne brechen ein, die Unsicherheit wächst – doch die deutsche Autoindustrie setzt auf eine Wende. Warum Experten ausgerechnet...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zalando: Schließung in Erfurt überschattet starkes Wachstum
12.03.2026

Zalando meldet starkes Wachstum, steigende Umsätze und Fortschritte bei KI. Doch die Schließung des großen Logistikstandorts in Erfurt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo: Ölreserven halten nur drei Monate
12.03.2026

Die strategischen Ölreserven der Welt könnten schneller aufgebraucht sein als gedacht. Ifo-Chef Clemens Fuest warnt vor Knappheit,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fünf Warnsignale für Unternehmen: Woran lässt sich schwaches Management erkennen?
12.03.2026

Viele Unternehmen wirken nach außen stabil, obwohl sich intern bereits Schwächen in Strategie, Entscheidungsprozessen und Organisation...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Logistikverbände schlagen Alarm: Hohe Spritpreise sind nicht zu verkraften - staatliche Entlastung ist notwendig
12.03.2026

Deutsche Logistikverbände ⁠schlagen wegen der kriegsbedingt gestiegenen Kraftstoffpreise Alarm. In einem Appell fordern sie von der...

DWN
Panorama
Panorama Künstliche Intelligenz in der Medizin: Wie zuverlässig sind KI-Diagnosen wirklich?
12.03.2026

Künstliche Intelligenz gewinnt auch im Gesundheitsbereich zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen wenden sich bei Beschwerden...