Deutschland

Gastronomen: Novemberhilfen sind wirkungslos, Bundesregierung hält Versprechen nicht ein

Die deutsche Gastronomie läuft Sturm gegen die Bundesregierung wegen nicht eingehaltener Versprechen. Die Novemberhilfen seien wirkungslos.
12.12.2020 18:25
Aktualisiert: 12.12.2020 18:25
Lesezeit: 1 min

Das Warten auf die sogenannten Novemberhilfen belastet nach Angaben von Vertretern großer Gastronomie-Unternehmen die Branche zunehmend, so die dpa. „Die bisher geleisteten Abschläge sind ungenügend, die Liquidität geht den Unternehmen aus“, heißt es in einem Brief an die Regierungschefs von Bund und Ländern. Darin wird die sofortige Auszahlung gefordert und vor Insolvenzen gewarnt.



Als Unterstützer werden Vertreter von Ketten wie Block House, Balzac Coffee, Feinkost Käfer, Nordsee und Hans im Glück angeführt, auch der Gastronom Tim Mälzer. Weil die Abschläge Fixkosten nicht berücksichtigten, stehen demnach vor allem größere Betriebe vor dem Aus, heißt es in dem Brief. Die Politik breche ihr Versprechen, die Novemberhilfen seien wirkungslos.



Die Gastronomie ist seit sechs Wochen weitgehend geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Bei den regulären Novemberhilfen sollen 75 Prozent des entgangenen Umsatzes erstattet werden. Offen ist aber, wann genau sie ausgezahlt werden. Das Wirtschaftsministerium rechnete zuletzt mit Januar. Zuvor fließen Abschlagszahlungen.

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