Deutschland

Schulden der Bahn nähern sich der 30-Milliarden-Grenze

Wegen der horrenden Verluste durch Corona und den Lockdown erlaubt die Politik der Bahn, bis Ende 2021 einen Schuldenstand von 35 Milliarden anzuhäufen.
16.12.2020 12:34
Lesezeit: 1 min

Die schwarz-rote Koalition will der Deutschen Bahn angesichts der Corona-Krise höhere Schulden erlauben. In einer Vorlage für eine Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags heißt es, die Netto-Finanzschulden der DB AG dürften Ende des Jahres bis zu 32 Milliarden Euro betragen sowie 35 Milliarden Euro Ende 2021.

Bisher liegt die Verschuldungsgrenze des bundeseigenen Unternehmens bei 30 Milliarden Euro. Im Oktober lagen die Netto-Finanzschulden bei rund 25 Milliarden.

Hintergrund für die nun nochmals geplante Anhebung der Schuldengrenze ist auch, dass die EU-Kommission immer noch kein grünes Licht gegeben hat für geplante Eigenkapitalhilfen des Bundes in Höhe von 5 Milliarden Euro.

Laut Vorlage soll die Bahn im Gegenzug einen Anteil von 50 Prozent der Corona-bedingten Schäden durch Gegensteuerung selbst erbringen. Außerdem sollen 80 Prozent der danach verbleibenden Schäden im Konzern durch eine Eigenkapitalerhöhung ausgeglichen werden.

Die Bahn erwartet in diesem Jahr nach früheren Angaben aus Konzernkreisen einen Umsatzeinbruch und einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro. Vor allem der dramatische Fahrgastrückgang in der Corona-Krise belastet, aber auch die Probleme der Gütersparte sowie im Auslandsgeschäft. Der Vorstand rechnet für das laufende Geschäft auch im nächsten Jahr mit deutlichen Verlusten und einer Erholung erst ab 2022.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Die XRP-Preise stiegen, und XRP-Inhaber verdienten über 10.000 US-Dollar pro Tag durch FORT Miner Hashrate-Verträge.

Mit der jüngsten Erholung der XRP-Preise hat sich die Risikobereitschaft am Markt entsprechend verbessert. Kapital fließt wieder in...

DWN
Immobilien
Immobilien Studie: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen
15.01.2026

Die Wohnungssuche hat sich in vielen Regionen zum Albtraum entwickelt, Besserung ist nicht in Sicht. Nach einer Studie des Pestel-Instituts...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Geschäftsbericht: Weshalb Glaubwürdigkeit über den Geschäftserfolg entscheidet
15.01.2026

Geschäftsberichte gelten oft als lästige Pflicht. Doch hinter Tabellen und Kennzahlen entscheidet sich, ob Unternehmen glaubwürdig...

DWN
Technologie
Technologie Schranken für anzügliche KI-Bilder bei Musk-Chatbot Grok
15.01.2026

Elon Musks Chatbot Grok sorgte für internationale Empörung, weil Nutzer Frauen und Minderjährige in durchsichtigen Bikinis darstellen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft wächst 2025 leicht trotz Zollstreit
15.01.2026

Nach zwei Rezessionsjahren hat Europas größte Volkswirtschaft im vergangenen Jahr wieder ein kleines Plus erzielt. Ein wirklicher...

DWN
Finanzen
Finanzen Memecoin im Faktencheck: Warum eine langfristige Anlagestrategie wichtig ist
15.01.2026

Digitale Anlageformen senken Einstiegshürden, verschärfen aber Bewertungsrisiken. Wie können Anleger langfristig investieren, ohne...

DWN
Finanzen
Finanzen Ray Dalio warnt: 38 Billionen US-Dollar Schulden und "wirtschaftlicher Herzinfarkt" der USA
15.01.2026

38 Billionen US-Dollar Staatsschulden belasten die USA wie ein Damoklesschwert. Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater, warnt vor...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr in Grönland: Europas Antwort auf Trumps Machtanspruch
15.01.2026

Grönland rückt ins Zentrum eines geopolitischen Machtkampfs. Nach einem gescheiterten Krisengespräch zwischen Washington, Kopenhagen und...

DWN
Panorama
Panorama Sorge vor Blackout: Mehrheit der Deutschen legt Vorräte für Krisen an
15.01.2026

Tagelang waren rund 100.000 Menschen in Berlin bei Frost ohne Strom und Heizung. Die Befürchtungen sind groß, dass Stromausfälle durch...