Deutschland

2021 wird "Jahr der Ernüchterung": Den höchsten Preis zahlen die Schwachen

Der Präsident des "Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung" gibt einen pessimistischen Ausblick aufs neue Jahr.
01.01.2021 13:54
Lesezeit: 1 min
2021 wird "Jahr der Ernüchterung": Den höchsten Preis zahlen die Schwachen
Minijobber und Geringverdiener wie diese beiden Reinigungskräfte, die den Bühnenaufbau für die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen zur Europawahl putzen, werden es nächstes Jahr besonders schwer haben. (Foto: dpa) Foto: Bernd Thissen

DIW-Chef Marcel Fratzscher rechnet nicht mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung in diesem Jahr. «Viele Wirtschaftsprognosen sind zurzeit vom Wunschdenken eines schnellen Endes der Pandemie und einer umgehenden wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 geprägt», schreibt er in einem Gastbeitrag für den «Tagesspiegel» (Samstag-Ausgabe). «Dies dürfte sich als Illusion erweisen.» Der Präsident des "Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung" geht davon aus, dass mit der andauernden zweiten Infektionswelle die Wirtschaftskrise nicht so schnell überwunden wird.

«So könnte 2021 zum Jahr der Ernüchterung werden, zumindest was die Wirtschaft betrifft», schreibt Fratzscher. Unternehmensinsolvenzen und auch die Arbeitslosigkeit könnten deutlich steigen. «Vor allem die Schwächsten, wie die MinijobberInnen, dürften den höchsten Preis zahlen.»

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Aktien führen Talfahrt an der Wall Street an
18.05.2026

Ein turbulenter Handelstag sorgt für Aufsehen: Was Anleger jetzt über die entscheidenden Marktbewegungen wissen müssen.

DWN
Politik
Politik Klimaschutzmaßnahmen reichen nicht aus: Expertenrat warnt vor Scheitern deutscher Klimaziele
18.05.2026

Die Bundesregierung sieht Deutschland beim Klimaschutz auf Kurs. Doch ein aktuelles Gutachten des Expertenrats für Klimafragen zeichnet...

DWN
Finanzen
Finanzen Bank of America sieht den Aktienmarkt reif für Gewinnmitnahmen
18.05.2026

Der Aktienmarkt hat seit Ende März kräftig zugelegt, doch die Bank of America sieht wachsende Risiken. Steigende Inflation, hohe...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rabattaktionen im Einzelhandel: Warum eBooks trotz Krise boomen – und wie Sie persönlich davon profitieren
18.05.2026

Steigende Preise, verunsicherte Verbraucher und schwache Konsumdaten setzen den Handel unter Druck. Gleichzeitig werben Anbieter mit...

DWN
Politik
Politik Xi lockt Trump mit einem „großen Deal“. Im Hintergrund tickt die Bombe Taiwan
18.05.2026

Xi Jinping setzt auf Entspannung mit Donald Trump und lockt mit großen Handelsabkommen. Doch hinter den Milliardenversprechen steht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Siemens Energy-Aktie: Analysten sehen weiteres Potenzial nach Kursanstieg
18.05.2026

Nach einer kurzen Schwächephase nimmt die Siemens Energy-Aktie wieder Kurs auf höhere Bewertungen. Vor allem starke Auftragseingänge und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stromexporte steigen: Deutschland wieder Nettoexporteur von Strom
18.05.2026

Die deutsche Strombilanz hat sich überraschend gedreht: Im ersten Quartal überwogen die Exporte wieder die Importe. Besonders erneuerbare...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Anlageberatung im Test: Wie gut ist ChatGPT bei der Geldanlage – und was bringt es mir als Anleger?
18.05.2026

Der KI-Chatbot ChatGPT prüft im Selbsttest eine private Finanzlage und kommt schnell zu einem klaren Ergebnis: Zu viel Geld liegt...