Politik

Biden wird sich auf Gesetz aus dem Korea-Krieg berufen, um Impfstoff-Produktion anzukurbeln

Der gewählte US-Präsident Biden wird sich bald auf das den sogenannten „Defense Production Act“ aus dem Korea-Krieg berufen, um die Impfstoffproduktion massiv anzukurbeln. Gemäß dem Gesetz darf der US-Präsident Unternehmen dazu verpflichten, strategisch wichtige Güter zu produzieren.
03.01.2021 17:37
Lesezeit: 1 min
Biden wird sich auf Gesetz aus dem Korea-Krieg berufen, um Impfstoff-Produktion anzukurbeln
Joe Biden, gewählter Präsident (President-elect) der USA, erhält seine erste Dosis des Coronavirus-Impfstoffs im Christiana Hospital. (Foto: dpa) Foto: Carolyn Kaster

Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird sich nach seiner Amtseinführung auf das Defence Production Act (DPA) berufen, um die Produktion von Impfstoffen zu steigern, so ein Top-Berater seines Corona-Teams.

„Sie werden sehen, wie er sich auf das Verteidigungsproduktionsgesetz beruft (…) Es soll sichergestellt werden, dass die persönliche Schutzausrüstung, die Testkapazität und die Rohstoffe für die Impfstoffe in ausreichender Menge hergestellt werden, sagte Dr. Celine Gounder, Mitglied des Corona-Beirats von Biden, gegenüber „CNBC“.

Der DPA ist ein Gesetz aus dem Jahr 1950. Es wurde aufgrund des Koreakriegs verabschiedet. Gemäß dem DPA darf der US-Präsident Industriebetriebe zur Produktion strategisch wichtiger Güter verpflichten. Bereits im März 2020 wurden im Rahmen dieses Gesetzes medizinische Geräte und Schutzmasken durch „General Motors“ produziert. Das geht aus einer Mitteilung des Weißen Hauses hervor. Der Konzern „3M“ musste auf Befehl des US-Präsidenten Gesichtsmasken herstellen. Das geht aus einer Mitteilung des Konzerns hervor.

Ende Dezember 2020 berichtete „NBC News“, dass Biden und seine Mitarbeiter die Möglichkeit diskutierten, den DPA in Anspruch zu nehmen, um die Impfstoffproduktion zu steigern. Zuvor hatte auch Donald Trump gesagt, dass der DPA erneut zum Einsatz kommen könnte. „Wenn nötig, (…) werden wir uns auf den DPA berufen, aber wir glauben nicht, dass es notwendig sein wird“, zitiert der englischsprachige Dienst von „Reuters“ Trump.

Die US-Regierung hat im Rahmen der „Operation Warp Speed“ ​​400 Millionen Corona-Impfstoffdosen von Moderna und Pfizer gekauft, die von der „Food and Drug Administration“ (FDA) genehmigt wurden. Beide Impfstoffe sollen kostenlos an die Amerikaner verteilt werden. Hunderte Millionen Impfstoffdosen anderer Unternehmen, die noch nicht von der FDA zugelassen wurden, wurden ebenfalls gesichert.

Der US-Gesundheitsminister Alex Azar, sagte, die Regierung werde „eine ausreichende Versorgung haben, um jeden Amerikaner, der will, bis Juni 2021 impfen zu können.“

Nach Angaben des „CDC COVID Data Tracker“ wurden in den USA bisher 4.225.756 Menschen geimpft. Es wurden 13.071.925 verteilt. 2.217.025 verteilte Dosen sollen in Pflegeheimen eingesetzt werden. In den Pflegeheimen wurden 282.740 geimpft.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Bruttosparquote: Nur die Schweizer sparen mehr als die Deutschen
28.10.2026

Beim Sparen kann den Deutschen fast keiner etwas vormachen. Doch in anderen Ländern machen die Menschen oft mehr aus ihrem Geld. Das soll...

DWN
Politik
Politik Klimawandel: EU-Kommission will Europa besser gegen Klimaschäden wappnen
28.10.2026

Geschmolzene Gleise, Zehntausende Hitzetote, Hunderttausende verbrannte Hektar: Nach dem heißesten Sommer aller Zeiten in Westeuropa will...

DWN
Finanzen
Finanzen Alternative Investments: Pokémon-Karte für 330.000 Euro verkauft, doch der Verkäufer hofft trotzdem auf 30 Prozent Marktrückgang
28.10.2026

Das dänische Unternehmen Rogerz hat mit dem Verkauf einer Pokémon-Karte für rund 330.000 Euro einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt....

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street steigt, da KI-Optimismus Tech-Aktien beflügelt
27.10.2026

Technologie-Schwergewichte und wichtige Quartalszahlen bringen Bewegung in die US-Märkte – erfahren Sie, welche Entwicklungen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Claude-Entwickler lockt mit Wachstum und warnt zugleich vor enormen Kosten
27.10.2026

Das Anthropic-IPO könnte zu einem der wichtigsten Börsengänge des Jahres werden. Der Claude-Entwickler meldet explosives Umsatzwachstum,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ingenieurmangel trotz Rekordarbeitslosigkeit: Warum Deutschlands Technikarbeitsmarkt gespalten ist
27.10.2026

Mehr offene Stellen, aber gleichzeitig ein neuer Höchststand bei der Arbeitslosigkeit: Deutschlands Ingenieur- und IT-Arbeitsmarkt sendet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Temu und Shein werden teurer: EU kassiert ab November zusätzlich
27.10.2026

Ein paar günstige Produkte aus China bestellen und dabei kräftig sparen? Das könnte sich für deutsche Verbraucher bald weniger lohnen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
27.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...