Wirtschaft

Deutsche Autobauer führen Kurzarbeit wegen Lieferengpässen bei Halbleiter-Chips ein

Die deutschen Autobauer Volkswagen und Daimler haben an mehreren Standorten unplanmäßig Kurzarbeit einführen müssen. Hintergrund ist eine weltweite Knappheit bei Halbleiter-Chips.
13.01.2021 16:14
Aktualisiert: 13.01.2021 16:14
Lesezeit: 1 min
Deutsche Autobauer führen Kurzarbeit wegen Lieferengpässen bei Halbleiter-Chips ein
Ein Mitarbeiter schraubt im Karosseriebau im VW Werk an einem Volkswagen. (Foto: dpa) Foto: Christophe Gateau

Das Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg drosselt im Januar wegen der Halbleiterknappheit an mehreren Tagen die Produktion. Wegen der eingeschränkten Lieferbarkeit von Chips würden zwei Fertigungslinien für jeweils vier Tage ruhen, Unternehmen und Betriebsrat hätten für die betroffenen Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, teilte VW am Mittwoch mit. Es geht um die Produktion unter anderem der Modelle Tiguan und Touran, an diesem Donnerstag stehen die Bänder dann erstmals still. Die Marke Volkswagen prüfe weiter Gegenmaßnahmen und Alternativen, um die Auswirkungen des Chipengpasses zu begrenzen, hieß es.

VW hatte bereits Mitte Dezember vor Engpässen und möglichen Produktionskürzungen an einzelnen Standorten in Nordamerika, Europa und China im ersten Quartal gewarnt. Während des Auto-Absatzeinbruchs zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 stellten viele Chiphersteller ihre Produktion auf Unterhaltungselektronik um - das zuletzt wieder besser laufende Autogeschäft bekam dann Engpässe zu spüren. «Wir haben ein gravierendes Problem», sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Deutschen Presse-Agentur dazu kurz vor Jahreswechsel. «Kurzfristige Lieferalternativen gibt es nicht.»

Bereits am Vortag hatte der Betriebsrat im VW-Werk Emden mitgeteilt, dass auch dort wegen der Lieferschwierigkeiten Kurzarbeit droht. Eine Entscheidung darüber stand aber noch aus. Der Autobauer Daimler hat für sein Kompaktwagenwerk in Rastatt wegen mangelnder Chips ebenfalls Kurzarbeit angekündigt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ist die Ära der Niedrigzinsen vorbei? Wie Bull DeFi ungenutzte Ersparnisse in aktive Renditen verwandelt – bis zu 3.700 US-Dollar pro Tag.

Wir beleuchten die unterschiedlichen Mechanismen von Bull Market DeFi im Vergleich zu traditionellen Anlagen – und warum es sich lohnt,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Lufthansa-Aktie: Unternehmen schneidet schlechter ab, als befürchtet
04.08.2026

Der Iran-Krieg, hohe Kerosinpreise und Streiks setzen der Lufthansa schwer zu. Die Lufthansa-Aktie gerät unter Druck, während der Konzern...

DWN
Politik
Politik So will Finnland die Russen aufhalten
04.08.2026

Sümpfe, die Panzer verschlingen, und zugewachsene Forstwege. Weltweit wächst die Erkenntnis, dass unberührte Natur als nationale...

DWN
Finanzen
Finanzen Bayer-Aktie springt an: Quartalszahlen überraschen
04.08.2026

Die Bayer-Aktie legt nach starken Quartalszahlen deutlich zu, denn der Konzern übertrifft mit seinem Agrargeschäft die Erwartungen der...

DWN
Politik
Politik Sperrklausel bei Wahlen: Soll die Fünf-Prozent-Hürde fallen?
04.08.2026

Die Parteienlandschaft in Deutschland ist im Umbruch: Alte Volksparteien verlieren, kleine Parteien legen zu, doch die sind nicht im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Analyse: China stößt auf eine wirtschaftliche Mauer
04.08.2026

Während Chinas Fortschritte bei der Herstellung hochentwickelter Computerchips die Börsenmärkte erschüttern, gibt es in China eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Selbstbedienungskassen: Der stille Milliardenverlust an der Kasse
04.08.2026

Avocados werden zu Gurken, Garnelen zu Karotten und teure Waren zu billigen Produkten. An Selbstbedienungskassen verschwinden Millionen...

DWN
Politik
Politik Russlands stille Mobilisierung: Putins gefährliches Spiel auf Zeit
04.08.2026

Russland verliert Monat für Monat Zehntausende Soldaten, doch eine neue Massenmobilisierung könnte Putins Macht gefährden. Nun greift...

DWN
Finanzen
Finanzen Energiebedarf durch Atomkraft wächst: Nano Nuclear Energy-Aktie könnte in Zukunft wie eine Rakete abheben
04.08.2026

Bei einem Aktienkurs von rund 17 USD könnte Nano Nuclear Energy, Nasdaq-Kürzel NNE, einen bescheidenen Einsatz über Jahrzehnte hinweg in...