Finanzen

Dax: Anleger warten heute gespannt auf die EZB-Chefin Lagarde

Die deutsche Börse zeigt sich von den ständigen Diskussionen um die Pandemie unbeeindruckt. Heute Nachmittag kommen ganz wichtige Informationen.
21.01.2021 10:55
Aktualisiert: 21.01.2021 10:55
Lesezeit: 2 min
Dax: Anleger warten heute gespannt auf die EZB-Chefin Lagarde
Daimler war gestern die Aktie, die am meisten zulegte. (Foto: dpa)

Der deutsche Elite-Index hat bis gegen 11 Uhr Uhr 0,4 Prozent auf 13.977 Zähler gewonnen. Die Börsen profitieren von dem Rückenwind, den ihnen die US-Handelsplätze gegeben haben. So haben gestern nach der Amtseinführung von Joe Biden als US-Präsident der Dow Jones Industrial und die Tec-Börse Nasdaq mit neuen Höchstständen ihre Sitzung beendet.

Aus Fernost gab es heute Morgen folgende Informationen: So wird die japanische Notenbank ihre lockere Geldpolitik beibehalten und dafür sorgen, dass die Anleger weiter leicht an Kredite kommen. Diese Entscheidung traf die japanische Zentralbank in der Nacht zu heute.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes, das zu den größten Volkswirtschaften gehört, wird den Schätzungen der Einrichtung zufolge im ersten Quartal um 5,6 Prozent rückläufig sein – also wahrscheinlich weiter unter dem negativen Eindruck der Pandemie stehen.

Positiv hingegen verabschiedete sich gestern der Dax, der 0,8 Prozent auf 13.921 Punkte gewonnen hat. Diejenige Aktie, die sich am besten entwickelte, war Daimler, das 4,2 Prozent auf 57,91 Euro zulegte. Darüber hinaus kam BMW mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 70,79 Euro ins Ziel. Danach folgte Covestro, das einen Gewinn von 3,2 Prozent auf 56,78 Euro verzeichnete.

Zu den Papieren, die meisten verloren, gehörte Merck, das 4,1 Prozent auf 142,70 Euro einbüßte, während die Deutsche Bank 1,1 Prozent auf 9,19 Euro verlor und damit in dieser Tabelle zur Nummer zwei avancierte. Zusätzlich verzeichnete adidas ein Minus von 0,5 Prozent auf 284,90 Euro und landete auf dieser Liste auf dem dritten Rang.

Heute gibt es wichtige Ereignisse, die sich die Anleger unbedingt in ihrem Terminkalender notieren müssen: So wird um 13.45 Uhr die Europäische Zentralbank über die neuen Zinsen entscheiden und folgt damit den Kollegen aus Japan. Der bisherige Satz dürfte wohl nicht verändert werden, glauben die Volkswirte. Die Bank wird dann um 14.30 Uhr eine Pressekonferenz zu dem Thema organisieren.

Ebenso um 14.30 Uhr MEZ werden in den USA die Statistiken über die Baugenehmigungen und über die Erstanträge für die Arbeitslosenunterstützung für den Dezember veröffentlicht.

Um 16 Uhr warten die Anleger auf weitere Konjunkturdaten – und zwar aus der Eurozone. Hier geht es darum, wie sich das Verbraucher-Vertrauen bisher im Januar entwickelt hat. Die Ökonomen rechnen mit Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich.

Zusätzlich könnte es Bewegungen an den deutschen Handelsplätzen durch die Präsentation von Quartalsergebnissen in den USA geben: So werden mit IBM und Intel gleich zwei Weltkonzerne ihre Bilanzen vorlegen.

Die Analysten rechnen bei IBM im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie, der zwischen einem und zwei Dollar gelegen hat. Damit hätte sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 60 Prozent verringert. Bei Intel gehen die Experten von einem Gewinn je Anteilsschein von 1,10 Dollar aus. Das wären mehr als 27 Prozent weniger als noch zwölf Monate zuvor.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Welzhofer: Wie ein Familienunternehmen mit Wildvogelfutter erfolgreich ist
02.01.2026

Die Firma Welzhofer aus Schwaben beliefert ihre Kunden mit Futtermitteln für Wildvögel und hat sich damit erfolgreich in einer...

DWN
Politik
Politik „Deutschland muss mehr arbeiten“: Frühverrentung, Kündigungsschutz, Teilzeit - Union fordert Reformen
02.01.2026

Selten war die wirtschaftliche Lage in Deutschland derart düster. Wirtschaftsministerin Reiche fordert jetzt Reformen für den...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienausblick 2026: Investor Kongsted sieht Chancen bei Broadcom und Gold
02.01.2026

Während viele Märkte bereits stark gelaufen sind, sehen erfahrene Investoren für 2026 weiterhin selektive Chancen. Welche Rolle spielen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft CO2-Preis steigt: Auswirkungen auf Tank und Heizung
02.01.2026

Zum Jahreswechsel ist der CO2-Preis erneut gestiegen – spürbar vor allem beim Tanken und bei den Heizkosten. Die Maßnahme soll zum...

DWN
Politik
Politik Wehrdienst in Deutschland: Bundeswehr-Chef ruft zu Engagement auf
02.01.2026

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf den neuen Wehrdienst eingestimmt. In seinem...

DWN
Politik
Politik Gewalt bei Demonstrationen im Iran – US-Präsident warnt Führung
02.01.2026

Im Iran dauern die Proteste seit Sonntag an, mehrere Demonstrierende wurden bereits getötet. US-Präsident Donald Trump hat sich in die...

DWN
Politik
Politik Russland übergibt USA Material zu angeblichem Drohnenangriff auf Putin-Residenz
02.01.2026

Moskau hat nach eigenen Angaben Navigationsdaten einer ukrainischen Drohne entschlüsselt, die einen geplanten Angriff auf eine Residenz...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Privatvermögen erreicht Rekordhöhe: Über 10 Billionen Euro in Deutschland
02.01.2026

Die Deutschen verfügen über so viel Geldvermögen wie nie zuvor. Erstmals summieren sich die finanziellen Rücklagen der Privathaushalte...