Unternehmen

Berliner Startup: Mit smarter Lösung mühsame Corona-Tests beschleunigen

Kritiker sagen, dass die Wartezeiten auf einen Impftest viel zu lang seien. Ein Berliner Startup hat jetzt eine Cloud-Lösung entwickelt, die die Organisation der Tests wesentlich erleichtern soll.
11.02.2021 17:22
Lesezeit: 1 min

Ein Mittel, um die Pandemie zu bekämpfen, sind Corona-Tests. Die deutsche Presse kritisiert zum einen, dass viel zu wenig getestet werde. Zum anderen seien die Wartezeiten auf eine solche Untersuchung viel zu lang. In manchen Bundesländern bildeten sich vor den Einrichtungen lange Schlangen, die solche Tests anbieten, so die Kritik.

Jetzt hat das Berliner Startup Venture Leap (VL) eine Cloud-Lösung namens "Probatix" entwickelt, die bereits seit Anfang Januar bereits in mehreren Testzentren in der Hauptstadt eingesetzt wird. Sie soll helfen, die Organisation der Untersuchungen zu beschleunigen. Seit Anfang Januar haben mehrere Testzentren in der Hauptstadt die Software bereits eingesetzt. Der Anbieter verspricht eine „naht- und kontaktlose Verwaltung von Abläufen in den stationären und mobilen Corona-Test- und Impfzentren“.

Dabei geht es sich um die Online-Terminbuchung, den Check-In und die Auswertung bis hin zur elektronischen Übermittlung der Testergebnisse. Über das Online-Buchungsportal könnten sich Testwillige im Vorfeld gezielt einen Termin buchen, berichtet das Unternehmen.

Hintergrund: Die Corona-Pandemie wirkt grundsätzlich als treibender Faktor für den Einsatz von digitalen Lösungen im Gesundheitswesen, die Prognosen zufolge für den gesamten Markt immer wichtiger werden. Das internationale Analyse-Haus Grandviewresearch geht davon aus, dass im vergangenen Jahr die Umsätze der Hersteller für mHealth-Produkte bei 45,7 Milliarden Dollar gelegen haben – also 37,8 Milliarden Euro.

Die Experten rechnen damit, dass bis 2028 die Volumina pro Jahr um 17,6 Prozent steigen werden. Letztlich wird der Markt Ende 2021 einen Wert von 53,6 Milliarden Dollar (rund 44 Milliarden Euro). Bis 2028 werde es dann eine regelrechte Explosion auf 166,2 Milliarden Dollar geben (137 Milliarden Euro) geben, glauben die Fachleute, die auch darauf hinweisen, dass Deutschland zu einem wichtigen Markt gehört.

Natürlich ist das Berliner Startup Venture Leap nur ein extrem kleiner Anbieter, der nicht im Ansatz mit den Größten der Branche konkurriert. Dazu gehören beispielsweise AT&T, Apple und Orange. Doch könnte die Anwendung, die er beim Kampf gegen die Pandemie entwickelt hat, durchaus politisch wichtig sein, um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben.

Der Gründer des Berliner Unternehmens, Philipp Noack, lässt jedenfalls an der bisherigen Impfpraxis kein gutes Haar: „Der Einsatz von Probatix im Management von Impfterminen würde die Deutschen Impfzentren aus der Steinzeit ins digitale Heute katapultieren. Das kann zu einem entscheidenden Beschleunigungs-Faktor im Impfmanagement werden, wie man es auch am Beispiel von Israel aktuell sehen kann.”

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Nach US-Inflationsschub blicken Anleger auf die Fed
14.10.2026

Der Goldpreis tendiert am Mittwochnachmittag in der Verlustzone, weil höhere US-Verbraucherpreise die Hoffnung auf eine Zinssenkung...

DWN
Politik
Politik Trumps Vereinbarung mit Putin dreht sich um weit mehr als Diesel
14.10.2026

Donald Trumps Diesel-Abkommen mit Wladimir Putin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: US-Gesetze begrenzen russische...

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer beschlossen: Kabinett bringt Extra-Steuer auf den Weg
14.10.2026

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der...

DWN
Politik
Politik Grüngasquote für private Haushalte ab 2028 sorgt für Kritik
14.10.2026

Die schwarz-rote Koalition hatte sich bei der Einigung auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz - als Nachfolger des...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose: Warum die nächsten Tage alles verändern könnten
14.10.2026

Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nach massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrutsch auf nahezu...

DWN
Finanzen
Finanzen Sollte ich US-Banken kaufen? Warum ich Citigroup und Wells Fargo genauer prüfe
14.10.2026

Nach der starken Rally ist bei US-Bankaktien Ernüchterung eingekehrt. Gleichzeitig steigen die Gewinne vieler Institute weiter. Für mich...