Unternehmen

DWN-Energie-Ratgeber: Photovoltaik - ökologisch wertvoll mit komplizierter Technik und Förderung

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch wird immer größer. Dazu gehört auch die Sonnenenergie (Photovoltaik), die wir hier für Sie unter die Lupe genommen haben. Wir beantworten unterschiedliche Fragen - beispielsweise, wie sich die Technologie rechnet und wie der Staat sie fördert.
14.02.2021 12:25
Aktualisiert: 14.02.2021 12:25
Lesezeit: 2 min

Wie entwickelt sich der Verbrauch der Sonnenenergie?

Grundsätzlich hat der Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) am Gesamtverbrauch 2020 bei 16,8 Prozent gelegen. Damit war diese Form der Energie-Erzeugung auf der Rangliste die Nummer drei. Auf dem ersten Platz befand sich das Mineralöl mit 33,9 Prozent, gefolgt vom Erdgas mit 26,6 Prozent.

Der Verbrauch der EE ist gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent geklettert. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des BDEW für 2020 hervor. Der Konsum der Sonnenenergie erhöhte sich um neun Prozent, während die Windenergie ein Plus von sieben Prozent verbuchte. Die Biomasse steigerte sich um ein Prozent.

Wie rechnet sich die Technologie für die Firmen?

Bis zu einer Anlagengröße von 30 kWp zahlen Betreiber für den Eigenverbrauch nichts und erhalten die jeweilige Einspeisevergütung auf den eingespeisten Strom.

Zur Erklärung: Die Einspeisevergütung ist ein Mindestpreissystem, das es ermöglicht, auch Erzeugungsformen in den Markt zu integrieren, die nicht in der Lage sind, alleine über ihren Marktpreis mit anderen Erzeugungsformen zu konkurrieren.

Die Einheit „kWp“ ist das Kürzel für Kilowatt-Peak, das angibt, wie viel Energie eine Anlage während der Zeit generiert, in der sich der meiste Strom erzeugen lässt. Das ist beispielsweise zur Mittagszeit. Eine Anlage, die 30 kWp erzeugt, entspricht einer Fläche zwischen 375 und 400 Quadratmetern, also mindestens 15 mal 25 Metern.

Wenn die Anlage mehr als 30 kWp herstellt, dann fällt eine EEG-Umlage von 40 Prozent an – so etwa 2,7 Cent/kWh. Anlagen ab 100 kWp erhalten keine Einspeisevergütung, sondern werden nach dem Marktprämienmodell unterstützt – einer besonderen Form der Förderung. Das heißt, der eingespeiste Strom muss selbst verkauft werden, und als Förderung erhält der Betreiber eine Marktprämie.

Ab 300 kWp können sich Anlagenbetreiber entscheiden, ob sie den erzeugten Strom überwiegend selbst nutzen und den restlichen Strom vermarkten oder sämtlichen erzeugten Strom über eine Ausschreibung einspeisen wollen. Ab 750 kWp ist kein Eigenverbrauch mehr möglich.

Welche Vor- und Nachteile hat die Photovoltaik (PV)?

Die PV ist die dezentrale Energiequelle schlechthin. Sie lohnt sich oft schon am dem ersten Modul - beispielsweise bei Kleinstanlagen für Balkone - und lässt sich praktisch überall installieren. PV-Anlagen erzeugen keine Geräusche und liefern zusammen mit einem Speicher rund um die Uhr Strom. Die Anlagen sind inzwischen sehr günstig und langlebig und lassen sich in allen Klimazonen auch im Zusammenspiel mit anderen Energieformen einsetzen.

Wie unterstützt der deutsche Staat die Technologie?

Für Gewerbetreibende liegt der größte Vorteil der PV im Eigenverbrauch. Hier ist die Ersparnis gegenüber eingekauften Strom und somit der Gewinn am höchsten. Eine Förderung gibt es für eingespeisten Strom in Form der Einspeisevergütung und für direkt vermarkteten Strom in Form der Marktprämie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Bremer Immobilienmarkt unter Druck: Strategien für Käufer und Verkäufer im aktuellen Zinsumfeld

Der Immobilienmarkt in Bremen befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Nach Jahren des kontinuierlichen Preisanstiegs...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie enttäuscht Anleger: Rekordumsatz reicht nicht mehr
06.08.2026

SpaceX meldet einen spektakulären Umsatzsprung, doch an der Börse kippt die Stimmung. Die gigantischen KI-Ausgaben stellen den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie legt zu: Rhein wird zum Konjunkturrisiko
06.08.2026

Die kriselnde deutsche Industrie hat im Juni überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Doch das Niedrigwasser im Rhein entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe
06.08.2026

Die Telekom-Aktie startet nach starken Quartalszahlen und einem deutlich ausgeweiteten Aktienrückkaufprogramm mit Rückenwind in den...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: Rekordgewinn stärkt Position im Übernahmekampf mit Unicredit
06.08.2026

Mit steigenden Gewinnen wollte die Commerzbank-Aktie ihre Unabhängigkeit untermauern. Die jüngste Zwischenbilanz fällt positiv aus. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie verliert Rückenwind nach F126-Aus
06.08.2026

Das Aus für das milliardenschwere F126-Projekt zwingt Rheinmetall zu einer Korrektur der Umsatzprognose. Trotz der niedrigeren Erwartungen...

DWN
Finanzen
Finanzen Siemens-Aktie profitiert: Rekord bei den Aufträgen
06.08.2026

Der Auftragseingang erreicht einen Rekordwert. Auch bei der geplanten Trennung von der Healthineers-Mehrheit kommen die Münchner voran....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dürre setzt Europas Bauern massiv unter Druck
06.08.2026

Die Dürre trifft Europas Landwirtschaft immer härter: Schlechte Ernten, knappe Futtermittel und steigende Kosten setzen viele Betriebe...

DWN
Politik
Politik Iran: Wir haben mit Oman eine Einigung über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erzielt
06.08.2026

Iran und Oman haben nach Angaben Teherans eine Einigung über eine Schiffsroute durch die Straße von Hormus erzielt. DAs wird aktuell noch...