Deutschland

Ex-Chefredakteur des Handelsblatts erhält Posten als Lobbyist bei der Deutschen Bank

Lesezeit: 1 min
16.02.2021 14:42  Aktualisiert: 16.02.2021 14:42
Der ehemalige „Handelsblatt“-Chefredakteur Sven Afhüppe soll künftig für die Deutsche Bank weltweit Lobbyarbeit betreiben, meldet Reuters.
Ex-Chefredakteur des Handelsblatts erhält Posten als Lobbyist bei der Deutschen Bank
22.01.2019, Berlin: Peter Altmaier (CDU,l), Bundeswirtschaftsminister, und Sven Afhüppe, Chefredakteur der Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt. (Foto: dpa)
Foto: Wolfgang Kumm

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Reuters meldet:

Der ehemalige „Handelsblatt“-Chefredakteur Sven Afhüppe soll künftig für die Deutsche Bank weltweit Lobbyarbeit betreiben. Afhüppe übernimmt zum 1. März den neu geschaffenen Posten des Leiters für politische Angelegenheiten (Global Head of Political Affairs), wie die Bank am Dienstag mitteilte. „Mit seiner Erfahrung und einem Netzwerk ist er prädestiniert dafür, unsere Brücken nach Berlin, Brüssel und Washington weiter auszubauen“, erklärte Vorstandschef Christian Sewing. Der bisher auch für die politische Lobbyarbeit zuständige Christian Berendes soll sich künftig auf Regulierungsthemen konzentrieren.

Das Verhältnis der Deutschen Bank zur Bundesregierung galt seit der Finanzkrise und den zahlreichen Skandalen als belastet. Kürzlich war aber Bundeskanzlerin Angela Merkel über Video beim Neujahrsempfang der Bank aufgetreten und hatte ihr zum 151-jährigen Bestehen „eine gute Zukunft“ gewünscht.

Afhüppe, der das „Handelsblatt“ seit 2016 allein geführt hatte, war im Dezember abrupt ausgeschieden, im Streit über die künftige Strategie der Wirtschaftszeitung. Bis 2011 hatte er sich als Korrespondent von „Wirtschaftswoche“, „Spiegel“ und „Handelsblatt“ in Berlin auch mit Finanz- und Wirtschaftspolitik beschäftigt. Auch für die Deutsche Bank soll er von Berlin aus arbeiten.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Es ist offiziell: Lockdown wird bis zum 28. März verlängert

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28....

DWN
Deutschland
Deutschland Brandbrief an Merkel: Deutschland spielt mit dem Verlust seiner mittelständischen Basis

Vertreter des Mittelstands warnen in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Merkel vor einer mutwilligen Zerstörung der wirtschaftlichen...

DWN
Politik
Politik Gegen den Lockdown: Texas hebt Maskenpflicht auf und öffnet alle Restaurants

Der US-Bundesstaat Texas wird zum Missfallen der in Washington D.C. sitzenden Biden-Regierung am 10. März alle Geschäfte und alle...

DWN
Finanzen
Finanzen Höhere Inflation im Anmarsch - ein gutes Omen für Gold

Während viele andere Geldanlagen zuletzt starke Gewinne verzeichneten, zeigte Gold eine auffällige Schwäche. Doch dies dürfte sich nun...

DWN
Politik
Politik Studie lobt Lockdowns, weil sie gut für das Klima sind – doch ging es eigentlich nicht um ein Virus?

Laut Experten sind über ein Jahrzehnt hinweg gleichwertige Emissionsrückgänge wie während des aktuellen Corona-Lockdowns erforderlich,...

DWN
Politik
Politik 2021: Jahr der Wahlen - oder der Wählertäuschungen?

2021 ist das Jahr der großen Wahlen. Doch eigentlich ist es egal, für wen sich die Wähler entscheiden, schreibt DWN-Gastautor Henrik...

DWN
Politik
Politik DWN-Recht: Dürfen nun Beamte, die der AfD angehören, gefeuert werden?

In den Reihen der als „Verdachtsfall“ eingestuften AfD befinden sich auch deutsche Beamte. Welche beruflichen und rechtlichen...

DWN
Politik
Politik Medienberichte: Intensivstationen sind voll mit Leuten, die kein Deutsch verstehen

Die Bild-Zeitung berichtet von einem Gespräch zwischen RKI-Chef Lothar Wieler und mehreren Chefärzten. Demzufolge sei die Mehrheit der...