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Bosch: Mit Künstlicher Intelligenz Störungen in der Fertigung beseitigen - und Millionen einsparen

Die Künstliche Intelligenz ist überall im Vormarsch. Jetzt führt auch der Mittelständler Bosch ein neues System ein, das besonders effektiv ist.
07.03.2021 16:57
Aktualisiert: 07.03.2021 16:57
Lesezeit: 1 min
Bosch: Mit Künstlicher Intelligenz Störungen in der Fertigung beseitigen - und Millionen einsparen
Bosch setzt auf Künstliche Intelligenz. (Foto: dpa) Foto: Tom Weller

Der deutsche Konzern Bosch führt eine Künstliche Intelligenz in seinen Werken ein, um Anomalien und Störungen in der Fertigung zu verhindern. Wie das Unternehmen offiziell mitteilt, wird die Lösungen im laufenden Jahr in rund 50 Werken der Bosch-Antriebssparte ausgerollt und an über 800 Fertigungslinien angebunden.

Täglich werden dann über eine Milliarde Datennachrichten in der Analyse-Plattform gespeichert. Anschließend plant Bosch, die KI-Lösung unternehmensweit in seinen rund 240 Werken einzusetzen. Zudem fließen die gewonnenen Erfahrungen und das Technologie-Know-how in die Entwicklung neuer KI-Techniken für die Fertigung ein.

„Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden Fabriken effizienter, produktiver, umweltfreundlicher – und Produkte noch besser. Unsere neue KI-Lösung sorgt in Werken für Kosteneinsparungen in Millionenhöhe“, sagte Bosch-CDO/CTO Michael Bolle. In Pilotwerken, in denen die KI-Lösung bereits zum Einsatz kommt, ließen sich pro Jahr zwischen einer und zwei Millionen Euro einsparen. Im Hildesheimer Werk beispielsweise wurden dank der KI Störungen in den Prozessabläufen identifiziert und beseitigt. Die Taktzeiten der Linien sanken so um rund 15 Prozent.

Zur Einordnung: Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 71,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Derzeit beschäftigt es weltweit 394 500 Mitarbeiter.

Doch nicht nur Bosch, sondern auch andere deutsche Industriefirmen könnten vom Einsatz künstlicher Intelligenz profitieren. Wie aus einer Studie des Verbandes der Internetwirtschaft hervorgeht, zieht daraus insbesondere die Industrie 4.0 ihren Nutzen. Eine Produktion, die sich auf KI stütze, könne bis 50 Prozent einsparen, schreiben die Autoren. Das entspricht einer Einsparnis von insgesamt 182 Milliarden Euro. Dies ist ihren Aussagen zufolge derjenige Unternehmensteil, der am meisten vom Einsatz der Technologie profitiert.

Für Bosch ist Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie. Ab 2025 sollen alle Bosch-Produkte über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Dazu investiert Bosch in eine adäquate Infrastruktur und passende Rahmenbedingungen. Bis Ende 2022 sollen 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Technologie vertraut gemacht werden.

Dabei geht es dem Unternehmen vor allem um industrielle KI, also die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und physischer Welt. Bosch verfügt dabei über beste Voraussetzungen. „Wir fertigen in unseren Werken unterschiedlichste Produkte – von Kühlschränken, Elektrowerkzeugen über Antriebsstränge und Assistenzsysteme für die Automobilindustrie bis hin zur Automatisierungstechnik für den Einsatz in Fabriken. Dieses Wissen kombinieren wir jetzt mit KI-Algorithmen“, erklärt Bolle.

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