Politik

Größter Sandsturm seit einem Jahrzehnt fegt über China

Über China ist ein jährlich auftretender Sandsturm gefegt. Doch diesmal soll es sich um den größten Sandsturm seit einem Jahrzehnt gehandelt haben.
16.03.2021 16:27
Lesezeit: 1 min
Größter Sandsturm seit einem Jahrzehnt fegt über China
Ein starker Sandsturm hüllt eine Schnellstraße samt Verkehr in ein oranges Licht. (Foto: dpa) Foto: Todd Lee

Nach Angaben des China Meteorological Center (CMC) hat einer der schlimmsten Sandstürme seit zehn Jahren am Montag in 12 Provinzen im Norden Chinas Chaos angerichtet.

„Dies ist definitiv kein normales Wettersystem. Dies ist der intensivste Sandsturm, dem unser Land in den letzten zehn Jahren begegnet ist und der auch am weitesten verbreitet war, sagte CMC-Direktor Zhang Bihui. Die „Global Times“ wörtlich: „Ein mächtiger Sandsturm, der ursprünglich aus der Mongolei stammte, fegte am Montag über einen Großteil Nordchinas und verursachte den stärksten und umfangreichsten Sandsturm des Landes seit zehn Jahren.“

Am Montag verzeichneten Peking und 23 andere Städte eine gefährlich hohe Luftverschmutzung, teilten verschiedene staatliche Medien mit. Die regierende Kommunistische Partei empfahl den Menschen, sich doppelt zu maskieren und so lange wie möglich im Haus zu bleiben.

Jedes Frühjahr bedecken Sandstürme aus der Wüste Gobi Peking und andere Städte mit gelbem Sand und Staub. In diesem Jahr erstreckt sich das Sandsturmgebiet über ein viel größeres Gebiet als bisher – nämlich von Xinjiang und Gansu im Nordwesten bis zu den nördlichen Regionen der Inneren Mongolei und Hebei.

Am Montag hatte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur mitgeteilt: „Von Montag bis 8 Uhr am Dienstag werden schwimmende Sand- und Staubteile, die von Kaltfronten und starkem Wind betroffen sind, voraussichtlich Teile von Xinjiang, der Inneren Mongolei, Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Gansu, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hebei, Peking und Tianjin fegen.“

Aufgrund von Staub und Sand wurden mehr als 400 Flüge von Peking abgesagt. In den letzten Jahren hat sich die regierende Kommunistische Partei verpflichtet, die CO2-Emissionen zu reduzieren, obwohl sie zum weltweit größten Emittenten von CO2-Emissionen geworden ist.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Experten sehen weiterhin Potenzial am Markt
30.11.2025

Die Entwicklung am Goldmarkt sorgt derzeit für besondere Aufmerksamkeit, da viele Anleger Orientierung in einem zunehmend unsicheren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Start-ups: Talente ziehen lieber in die USA statt nach Europa
30.11.2025

Immer mehr europäische Start-ups verlagern ihre Aktivitäten in die USA, um dort leichter an Risikokapital zu gelangen. Kann Europa durch...

DWN
Politik
Politik Militärischer Schengen-Raum: Wie die EU die Truppenmobilität beschleunigen will
30.11.2025

Die sicherheitspolitischen Spannungen in Europa erhöhen den Druck auf die EU, ihre militärische Handlungsfähigkeit neu auszurichten. Wie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Digital Champions: Das sind die neuen deutschen Tech-Vorbilder
30.11.2025

Von Leipzig bis Heidelberg entsteht eine Generation von Startups, die KI-Forschung in Markterfolg übersetzt. Digitale Champions wie Aleph...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Blase durch steigende Investitionen: Wie EU und deutsche Wirtschaft betroffen sind
30.11.2025

Die rasanten Investitionen in künstliche Intelligenz lassen Experten vor einer möglichen KI-Blase warnen. Droht diese Entwicklung, die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Rüstungsindustrie im Aufschwung: USA profitieren von der Aufrüstung
30.11.2025

Europa versteht sich gern als Friedensmacht, die auf Diplomatie und Werte setzt, während in ihrem Inneren eine hochdynamische Sicherheits-...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland übernimmt ausländische Markenrechte: Mehr als 300 Brands gefährdet
30.11.2025

Ausländische Marken geraten in Russland zunehmend unter Druck, seit viele Unternehmen ihre Aktivitäten im Land eingestellt haben. Wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europa im Schuldenstrudel: Warum die alten Mächte wanken und der Süden aufsteigt
29.11.2025

Europa war lange in zwei Gruppen geteilt. Es gab die Staaten mit fiskalischer Disziplin, angeführt von Deutschland, und die...