Politik

Bericht: Schweizer Regierungsbeamte sollen Aktien von Impfstoff-Firmen erworben haben – wenige Tage vor Impfstoff-Deals

Einem Bericht zufolge sollen hochrangige Schweizer Regierungsbeamte wenige Tage vor Impfstoff-Käufen der Regierung Aktien der betroffenen Firmen erworben haben.
22.03.2021 15:00
Lesezeit: 1 min
Bericht: Schweizer Regierungsbeamte sollen Aktien von Impfstoff-Firmen erworben haben – wenige Tage vor Impfstoff-Deals
«The Three Vaccines» (Die Drei Impfstoffe), ein Graffiti des italienischen Künstlers TVBoy, Salvatore Benintende, stellt in Anlehnung an «Die drei Grazien» vom italienischen Maler Raffael drei Corona-Impfstoffe als Frauen dar: «Moderna», «Pfizer» und «Astraeneca». (Foto: dpa) Foto: Matthias Oesterle

Inside Paradeplatz“ berichtet: „Mögliche Insider-Deals mit Pfizer, Moderna, AstraZeneca liefen über UBS, wenige Tage vor offiziellen Ankündigungen (...) Höchste Kreise in der Berner Administration haben über UBS-Konten Aktien von Impf-Firmen erworben. Dies jeweils wenige Tage, bevor die Schweizer Regierung Impf-Weichen stellte. Das sagt ein Insider aus der Finanzbranche. Das Muster sei innerhalb der UBS aufgefallen. Bisher gebe es keine Untersuchungen, weder in der Grossbank noch bei der Schweizer Börse. Welcher Impfstoff ein Land für seine Bevölkerung bewilligt und bei welchem Hersteller eine Regierung das Vakzine bestellt, sind Informationen, die Gold wert sind. Wer frühzeitig davon erfährt, der kann ein Vermögen mit den Hinweisen machen.“

Dabei soll es sich um hochrangige Mitarbeiter der Schweizer Regierung handeln. Der Zürcher Wirtschaftsanwalt Thomas Rihm meint: „Bei Personen in Beamtenstellung stellt sich immer auch die Frage des strafrechtlich geschützten Amtsmissbrauchs.“

Die Namen der betroffenen Top-Beamten wurden noch nicht bekannt gegeben. Doch „Inside Paradeplatz“ berichtet: „Würden die Namen bekannt, dann käme es zu einem Aufschrei.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik EU-Rohstoffpolitik: Europäischer Rechnungshof sieht strukturelle Schwächen
22.02.2026

Die EU will mit ihrer Rohstoffpolitik die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sichern, doch der Europäische Rechnungshof sieht deutliche...

DWN
Politik
Politik World Leaders Ranking: Indiens Premier Modi bleibt beliebtester Staatschef – wo steht Merz?
22.02.2026

Die aktuellen Ranglisten zur Zustimmung für Staats- und Regierungschefs offenbaren spürbare Verschiebungen im globalen Machtgefüge....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der Ukraine-Krieg und Deutschlands Rohstoff-Dilemma: Abhängigkeit statt Versorgungssicherheit
22.02.2026

Der Ukraine-Krieg hat nicht nur Europas Sicherheitsordnung erschüttert, sondern auch Deutschlands wirtschaftliches Fundament offengelegt....

DWN
Finanzen
Finanzen Amundi verringert Dollar-Exponierung: Europa im Zentrum der Anlagestrategie
22.02.2026

Amundi reduziert gezielt Dollar-Engagements und richtet seine Portfolios stärker auf Europa und Schwellenmärkte aus. Signalisiert dieser...

DWN
Politik
Politik Sanktionslücke bei Düngemitteln: Russlands Rüstungsindustrie profitiert
22.02.2026

Eine Sanktionsausnahme für Düngemittel verschafft Russlands Rüstungsindustrie Zugang zu zentralen Vorprodukten für Munition, obwohl...

DWN
Politik
Politik Washington Post unter Druck: Welche Rolle spielt Jeff Bezos für die Pressefreiheit?
22.02.2026

Die Washington Post steht exemplarisch für den wachsenden Druck auf die Pressefreiheit in den USA. Gerät die publizistische...

DWN
Politik
Politik Das Ländle wählt: Wohin steuert das Autoland Baden-Württemberg?
22.02.2026

Am 8. März entscheidet sich, welche Wirtschaftspolitik im Südwesten künftig gelten soll. Die Konzepte der Parteien reichen von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Neue Ära im Welthandel: Bain-Chef sieht strukturellen Umbruch
21.02.2026

Geopolitische Spannungen und technologische Umbrüche erzwingen eine strategische Neuausrichtung in der Weltwirtschaft. Wie lässt sich...