Unternehmen

Berliner High-Tech-Schmiede sorgt für Wiederverwertung der E-Batterien - und entwickelt damit ganze E-Branche

Die Entsorgung von E-Batterien für Stromfahrzeuge ist mitunter ein Problem. Jetzt hat ein Berliner Startup dafür eine Lösung gefunden.
30.03.2021 17:12
Aktualisiert: 30.03.2021 17:12
Lesezeit: 1 min
Berliner High-Tech-Schmiede sorgt für Wiederverwertung der E-Batterien - und entwickelt damit ganze E-Branche
Ein Regal ausgedienter E-Batterien. (Foto: dpa) Foto: Daniel Karmann

Das Berliner Startup betteries, das Batterien von E-Autos wiederverwertet, hat seine Seed-Finanzierung von 2,1 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Ein Fonds, der diese frühe Finanzierungsrunde mitfinanziert hat, war Beyond Black, der im laufenden Jahr gegründet worden ist.

Dadurch soll das deutsche Unternehmen in der Lage sein, sein Geschäftsmodell zu verbessern und noch mehr Kunden in entwickelten Geschäftsfeldern zu bedienen. Das geht zumindest aus der offiziellen Erklärung hervor.

Hintergrund: betteries bündelt nun die gebrauchten Batteriemodule von E-Autos, die dann als Konkurrenz zu Dieselgeneratoren eingesetzt werden. Die Lebensdauer von Batterien für Elektroautos ist abhängig von vielen Faktoren. Dazu gehört die Anzahl der Ladezyklen, die Art der Aufladung, selbst Fahrweise und äußere Faktoren beeinflussen seine Alterung. In der Regel hält eine E-Auto-Batterie um die acht bis zehn Jahre. Danach wird ihre Entsorgung aber problematisch.

Wenn die Batterie ausgedient hat, besitzt sie zwar noch rund 70 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Doch wird sie trotzdem einfach weggeworfen und ist als Sondermüll wiederum eine Belastung für die Umwelt. Bei der Entsorgung unterscheidet sie im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren nur marginal.

„Bei vielen Tesla-Modellen ist die Batterie sogar so ungünstig verbaut, dass sie kaum weiterverwertet werden können. Aus Klimaschutzsicht ist das ein ziemliches Desaster“, so Sebastian Heitmann, der Gründer und Partner des Risikokapital-Investors Beyond Black. „Upcycling von Batterien ist der Schlüssel, um das E-Auto zur echten Alternative für mehr Klimaschutz zu machen“, so Heitmann weiter.

Hintergrund: Bis zum Jahr 2040 werden rund 54 Millionen E-Autos weltweit in Betrieb sein. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Accenture hervor. Das Upcycling von E-Auto-Batterien kann bis 2040 die CO2-Emissionen um ca. 178 Megatonnen pro Jahr reduzieren. Der gesamte Transportsektor trägt zu etwa einem Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen bei, der Straßenverkehr macht davon rund ein Drittel aus.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Politik
Politik Was soll künstliche Intelligenz, wenn sich die EU nicht einmal auf den Saftkarton einigen kann?
25.08.2026

Europa will bei künstlicher Intelligenz mit den USA und China konkurrieren. Doch im eigenen Binnenmarkt scheitern Unternehmen noch immer...

DWN
Politik
Politik Milliardenloch bei der Arbeitslosenversicherung: Kommen höhere Beiträge?
25.08.2026

Im Juli gab es über drei Millionen Menschen, die arbeitslos gemeldet sind. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Tendenz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bei VW wächst der Druck auf Blume
25.08.2026

Bei Volkswagen wächst die Unruhe: Tausende Jobs und vier Werke stehen auf dem Spiel, doch die Belegschaft fühlt sich vom Vorstand im...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Investoren suchen jetzt Gewinner in China und kaufen diese Werte
25.08.2026

Mit dem chinesischen Aktienmarkt sind mehrere Risiken verbunden. Doch zwei Schwergewichte unter den Investoren sehen in Chinas...

DWN
Finanzen
Finanzen Eli Lilly, Novo Nordisk & Co.: Superpillen werden die Wirtschaft verändern - doch wer verdient daran?
25.08.2026

Medikamente zur Gewichtsregulierung gelten als einer der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahrzehnte. GLP-1-Präparate könnten...

DWN
Immobilien
Immobilien Steuerfalle Immobilienerbe: Entscheidend ist der Todestag
25.08.2026

Der Umzug war vorgesehen, die Wohnung sollte bald zum gemeinsamen Zuhause werden. Doch dann starb der Eigentümer unerwartet. Seine Witwe...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk und die KI: Wer regiert bald die Welt?
25.08.2026

Elon Musk warnt vor KI, Bürgerkrieg und dem Aufstieg neuer Supermächte – doch zugleich verkörpert er selbst die beispiellose Macht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutz-Aktie: Analysten sehen noch viel Luft nach oben
25.08.2026

Die Deutz-Aktie springt auf ein Dreimonatshoch – und zwei Analysten sehen noch deutlich mehr Potenzial. Die geplante FFG-Übernahme...