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Deutschsprachige Online-Händler knacken erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke

Der Onlinehandel gehört zu den Profiteuren der Krise - und hat jetzt 2020 das erste Mal eine magische Grenze überschritten.
06.04.2021 17:22
Lesezeit: 1 min
Deutschsprachige Online-Händler knacken erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke
Ein Zentrum von Amazon in Deutschland. (Foto: dpa) Foto: Uli Deck

Die Deutschen, Schweizer und Österreichischen Onlinehändler haben erstmals ein jährliches Handelsvolumen von mehr 100 Milliarden Euro für Waren erreicht, die an den Endverbraucher verkauft werden. Diese Schwelle sei im vergangenen Jahr erstmals überschritten worden, berichten die Fachverbände aus den drei Ländern, darunter auch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh).

Die Zahlen gründen auf Verbraucher- und Firmenbefragungen in den drei Ländern und wurden abgestimmt zusammengeführt, so dass nun sowohl ein direkter Ländervergleich als auch eine Betrachtung der gesamten Region möglich ist. Wichtig: Die Schweiz hat mit acht Prozent einen deutlich niedrigeren Mehrwertsteuersatz als Deutschland (19 Prozent) und Österreich (20 Prozent).

Der deutschsprachige virtuelle Handel – abgekürzt DACH - setzt damit mehr um als jeder andere Sprachraum in Europa. Pro Kopf wurde in den drei Ländern im Mittel etwa für 1000 Euro im Jahr bestellt. Das war wesentlich mehr als beispielsweise in Frankreich (67 Millionen Einwohner und etwa 46,4 Milliarden Euro vergleichbares E-Commerce-Volumen). Allerdings waren die Briten immer noch Spitzenreiter. Hier betrug das Marktvolumen 82,6 Milliarden Euro oder rund 1.233 Euro pro Kopf.

Zusammen bringen es die deutschsprachigen Märkte auf ein Viertel des E-Commerce-Warenumsatzes in den USA. Die Schweiz hat einen Steigerung von 27,9 Prozent erreicht und war damit das Land unter den dreien, das am schnellsten gewachsen ist. Danach folgte Österreich mit einem Plus von 17,4 Prozent. Deutschland befand sich hier auf dem dritten Platz (plus 14,6 Prozent). Der Anteil des E-Commerce am Einzelhandel steigt in allen drei Märkten weiterhin konstant an.

„Diese beeindruckenden DACH-Zahlen zeigen, dass - bei allen regionalen Unterschieden im Detail - E-Commerce überall der Motor für den Handel ist. Noch gar nicht enthalten sind hier zahlreiche online eingekaufte Dienstleistungen wie etwa Reisen oder Events; ebensowenig der viel größere E-Commerce zwischen Unternehmen. Die daraus resultierenden Chancen für die Wertschöpfung und das Wirtschaftswachstum gilt es vielfach noch zu heben, wie auch unsere jüngste Studie zur Bedeutung des E-Commerce für die deutsche Wirtschaft gezeigt hat", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

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