Finanzen

Zentralbanken kaufen wieder Gold, aber Nachfrage bleibt schwach

Zwar haben die Zentralbanken ihre Goldreserven zuletzt wieder leicht erhöht. Doch es bleibt der schwächste Jahresbeginn seit mehr als zehn Jahren.
08.04.2021 10:51
Lesezeit: 1 min
Zentralbanken kaufen wieder Gold, aber Nachfrage bleibt schwach
Ein-Kilo-Goldbarren mit dem Aufdruck Indonesien. (Foto: dpa) Foto: epa Manjunath Kiran

Die Zentralbanken wechselten im Februar wieder auf die Seite der Nettokäufer von Gold. Insgesamt erhöhten sich ihre Goldreserven im Laufe des Monats um 8,8 Tonnen, wie aus den aktuellen Daten des World Gold Council hervorgeht.

Demnach überwogen im Februar die Goldkäufe durch Indien (11,2 Tonnen), Usbekistan (7,2 Tonnen), Kasachstan (1,6 Tonnen) und Kolumbien (0,5 Tonnen) den einzigen nennenswerten Goldverkauf durch eine Zentralbank, bei dem sich die Türkei von 11,7 Tonnen Gold trennte.

Damit belaufen sich die weltweiten Nettoverkäufe der Zentralbanken in den ersten zwei Monaten Jahres auf insgesamt 16,7 Tonnen, was den schwächsten Jahresbeginn seit mehr als einem Jahrzehnt darstellt.

Im Januar hatten die Zentralbanken netto 25,5 Tonnen Gold verkauft, da allein die erneut starken Verkäufe durch die türkische Notenbank die Käufe in anderen Ländern überwogen.

Die Zentralbanknachfrage nach Gold schwankt bereits seit vielen Monaten immer wieder zwischen leichten Nettoverkäufen und Nettokäufen hin und her, wie die folgende Grafik zeigt.

Nach Ansicht des Analysten Krishan Gopaul vom World Gold Council bedeuten die wiederholten Nettoverkäufe in letzten Monaten keinen Stimmungswandel gegenüber Gold als Reservewährung.

Die Verkäufe kamen überwiegend aus einer kleinen Gruppe von Zentralbanken und waren auf wirtschaftliche Notlagen infolge von Corona oder auf eine erhöhte lokale Goldnachfrage zurückzuführen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der Europäische Online-Glücksspielmarkt: Wachstum, Regulierung Und Konsolidierung 2026

Wenige Branchen wachsen in Europa derzeit so beständig wie das Online-Glücksspiel, und noch weniger tun das bei einem derart...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Sandisk und SK Hynix unter den zulegenden Chip-Aktien, während S&P 500 Rekordhoch erreicht
13.08.2026

Spannung an den US-Börsen: Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Märkte am Donnerstag bewegten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft vor der Wende: Warum ausgerechnet Saab neue Hoffnung macht
13.08.2026

Deutschlands Autobauer bauen Stellen ab, doch gleichzeitig wächst die Wirtschaft stärker als erwartet. Neue Startups, mehr Kapitalmarkt...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk und die KI: Wer regiert bald die Welt?
13.08.2026

Elon Musk warnt vor KI, Bürgerkrieg und dem Aufstieg neuer Supermächte – doch zugleich verkörpert er selbst die beispiellose Macht der...

DWN
Politik
Politik NATO-Reform: Saluschnyj erklärt das mächtigste Militärbündnis der Welt für überholt
13.08.2026

Die Ukraine wollte jahrelang von der NATO lernen. Nun erklärt ihr früherer Oberbefehlshaber das Bündnis für militärisch überholt und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trockenheit kostet Landwirte 600 Millionen Euro
13.08.2026

Die Dürre hinterlässt auf deutschen Feldern deutliche Spuren: Millionen Tonnen Getreide und Raps sind bereits verloren. Für Verbraucher...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien unter Druck: Milliardenverlust zeigt die verborgene Gefahr
13.08.2026

Ein gefeierter Tech-Investor setzte mit gewaltigem Hebel auf KI-Aktien und verlor innerhalb weniger Wochen rund 35 Milliarden US-Dollar....

DWN
Politik
Politik Rentensplitting statt Witwenrente: Steht die Hinterbliebenenrente vor dem Aus?
13.08.2026

Im Rahmen der Rentenreform steht plötzlich auch die Witwenrente zur Diskussion. Ein Expertenvorschlag: Ein verpflichtendes Rentensplitting...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
13.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...