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"Nervlich und finanziell am Ende": Jeder vierte Gastronom rechnet mit Betriebsaufgabe

Im Folgenden lesen Sie den Corona-Ticker vom Sonnabend, den 10. April, den wir für Sie selbstverständlich laufend aktualisieren.
10.04.2021 11:46
Aktualisiert: 10.04.2021 11:46
Lesezeit: 3 min
"Nervlich und finanziell am Ende": Jeder vierte Gastronom rechnet mit Betriebsaufgabe
Alles dicht! (Foto: dpa) Foto: Matthias Bein

17.55 Uhr - In Italien deuten Zahlen vom Samstag auf eine Entspannung der Pandemielage hin. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen sank auf 17.567 von 18.938 am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. In den Krankenhäusern wurden außerhalb der Intensivstationen 27.654 Corona-Patienten behandelt, nachdem es am Vortag noch 28.146 gewesen waren. Die Zahl der Intensivpatienten sank auf 3588 von 3603. An oder mit dem Coronavirus starben 344 Menschen nach 718 am Vortag.

13.15 Uhr - Thailand will in der Hauptstadt Bangkok 10.000 Feld-Lazarettbetten aufstellen. Damit solle die Versorgung sichergestellt werden, sagt ein Vertreter der Gesundheitsbehörde. Mindestens ein Dutzend Krankenhäuser in Bangkok hatten erklärt, seit Freitag nicht mehr auf das Coronavirus zu testen, weil entweder die Tests oder die Kapazität in den Kliniken fehlten. In Thailand müssen einer Anordnung der Behörden zufolge positiv Getestete stationär aufgenommen werden.

12.43 Uhr - Die Bundesschülerkonferenz fordert eine bundesweite Testpflicht für Schüler in der Corona-Pandemie. "Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus", zitiert das „Redaktions Netzwerk Deutschland“ den Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm. Jeder Schüler müsse mindestens drei Mal die Woche kostenlos in der Schule auf Corona getestet werden. Ziel müsse sein, dass möglichst bald an jedem Tag getestet werde. "Schülerinnen und Schüler, die den Corona-Test verweigern, können nicht zum Unterricht in der Schule kommen, sondern müssen in den Distanzunterricht gehen." Diese Forderung falle den Schülervertretern nicht leicht. "Aber es geht darum, dass wir das Recht auf Bildung und Gesundheitsschutz möglichst gut zusammenbringen."

12.35 Uhr - Der Iran ordnet nach staatlichen Angaben im Großteil des Landes einen zehntägigen Lockdown an. Betroffen seien 23 der 31 Provinzen. Unternehmen, Schulen, Theater und Sporteinrichtungen müssen schließen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Versammlungen seien verboten.

09.53 Uhr - Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) erwägt einem Medienbericht zufolge inzwischen jedes vierte Unternehmen der Branche, den Betrieb aufzugeben. Viele Hoteliers und Gastronomen seien "nervlich und finanziell am Ende", zitiert „Merkur.de“ Dehoga-Präsident Guido Zöllick. 75 Prozent der befragten Unternehmer bangten um ihre Existenz. Rund 25 Prozent rechneten mit einer Betriebsaufgabe. "Sie ziehen das ganz konkret in Betracht." Tausende Mitarbeiter bangten um ihre Jobs. Zöllick fordert die Politik auf, im Laufe des Mai wieder eine Öffnung von Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen zu erlauben - "in jeglicher Form, innen und außen".

07.26 Uhr - Indiens Gesundheitsministerium meldet 145.384 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 794 auf nunmehr 168.436. Insgesamt wurden damit bislang 13,21 Millionen Fälle in Indien bestätigt. Nur die USA und Brasilien haben mehr Infektionen registriert, doch in der vergangenen Woche wurden nirgends so viele Fälle bestätigt wie in Indien. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat Maharashtra, in dem die Millionenmetropole Mumbai liegt, gilt über das Wochenende ein Lockdown.

07.00 Uhr - Vizekanzler Olaf Scholz bekräftigt seine Forderung nach einer Testpflicht in Deutschlands Betrieben. "Nur sechs von zehn Beschäftigten erhalten bislang ein Angebot ihres Arbeitgebers, sich regelmäßig testen zu lassen", sagt der SPD-Kanzlerkandidat der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. "Das ist deutlich zu wenig, unsere Vereinbarung zielte auf eine Testquote von 90 Prozent." Deshalb sei die Zeit der Appelle vorüber. "Wir müssen die Unternehmen verbindlich dazu verpflichten, ihren Beschäftigten ein Testangebot zu machen. Das sollte Bestandteil unserer Corona-Beschlüsse in der kommenden Woche sein." Mehr Homeoffice, der Einsatz von medizinischen Masken und umfangreiches Testen, darauf seien viele Unternehmen in der Pandemie auch von selbst gekommen, erstaunlicherweise aber nicht alle, so der Finanzminister. "Das könnte man auch als nationale Pflicht begreifen. Es gibt Dinge, die man einfach tut, weil es sich gehört." Man könne eine Pandemie nicht bekämpfen, wenn jeder als Erstes nach einer Entschädigung frage.

05.39 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag 24.097 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen in Deutschland auf 2.980.413. Weitere 246 Menschen starben dem RKI zufolge innerhalb von 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus. Damit wuchs die Zahl der Menschen, die nach einer Ansteckung gestorben sind, auf 78.249. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte von 105,7 am Vortag auf 120,6.

04.01 Uhr - Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.

03.12 Uhr - Der CDU-Wirtschaftsrat hat angesichts der fortdauernden Corona-Krise in Deutschland ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft gefordert. "Gerade in den letzten zwei Jahren wurden der Wirtschaft mit linken Projekten wie Frauenquoten in Vorständen, Lieferkettengesetz, Betriebsrätestärkungsgesetz oder auch der Bonpflicht immer neue Steine in den Rucksack gelegt", sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, laut Vorabbericht der "Rheinischen Post".

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