Politik

Richtungskampf ausgebrochen: Links-Politiker wollen, dass Wagenknecht ihre Bundestagskandidatur zurückzieht

Mehrere Links-Politiker fordern von Sahra Wagenknecht, dass sie ihre Bundestagskandidatur zurückzieht. Wagenknecht verunglimpfe Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“, so ihre Argumentation.
20.04.2021 16:59
Lesezeit: 1 min

Der ehemalige Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger hat das jüngste Buch der früheren Fraktionschefin Sahra Wagenknecht kritisiert. „Wenn man für eine Partei kandidiert, dann muss es selbstverständlich sein, dass man die Grundpositionen dieser Partei vertritt und sie stärkt“, sagte Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Das sei in dem Buch nicht gegeben. Wagenknecht tritt am Wochenende in Nordrhein-Westfalen als Kandidatin für Platz eins der Landesliste an, um bei der Wahl am 26. September in den Bundestag gewählt zu werden.

Vorzeitig veröffentlichte Passagen aus ihrem Buch, das kommenden Mittwoch erscheinen soll, sorgten bereits für Kritik von mehreren Linken-Politikern, auch aus dem Bundesvorstand. Wagenknecht verunglimpfe Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“, warf ihr etwa der bayerische Linken-Politiker Johannes König im „Spiegel“ vor. Mehrere Parteivorstandsmitglieder der Linken forderten dem Bericht zufolge Wagenknecht zum Verzicht auf eine Bundestagskandidatur auf.

Die Linken-Politikerin sieht in der vorzeitigen Veröffentlichung ein gezieltes Manöver gegen die von ihr angestrebte Bundestagskandidatur. „Mit aus dem Zusammenhang gerissenen, teils verfälschten Zitaten ein völlig verzerrtes Bild vom Inhalt meines Buches zu vermitteln, um meine Wiederaufstellung zu verhindern, ist kein guter Umgang miteinander“, teilte Wagenknecht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei der Aufstellungsversammlung der NRW-Linken für die Bundestagswahl am 26. September sind die Delegierten zugeschaltet und wählen auch online. Am Sonntag schließt sich eine dezentrale Urnenwahl an, um die Ergebnisse zu bestätigen. Wagenknecht führte die Bundestagsfraktion von 2015 bis 2019 zusammen mit Dietmar Bartsch.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie rutscht ab: Vonovia muss Sparen und senkt Erwartungen für 2026 und 2028
29.10.2026

Die Vonovia-Aktie steht am Donnerstag mächtig unter Druck. Der Immobilienkonzern nimmt seine Wachstumsziele zurück und will Investitionen...

DWN
Politik
Politik Spritpreisdeckel lässt auf sich warten: SPD drängt Reiche zur Eile
29.10.2026

Im September hatte sich die schwarz-rote Koalition auf einen erneuten Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel verständigt. Während der...

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie: Abfindungen bei Autobauer gehen in neue Runde – warum der Sparkurs teuer bleibt
29.10.2026

Mercedes-Benz will ab Dezember 2026 erneut freiwillige Abfindungen für Beschäftigte in Deutschland anbieten. Die jüngste Quartalsbilanz...

DWN
Politik
Politik Pflegeversicherung unter Druck: Linnemann schließt Leistungskürzungen nicht aus
29.10.2026

Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen, gleichzeitig steigen die Kosten immer weiter. Gesundheitsminister Carsten...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie im Fokus: Milliardenverlust bei VW – es läuft noch schlechter als gedacht
29.10.2026

Die VW-Aktie hat am Donnerstag im frühen Börsenhandel im Minus tendiert, weil es beim Autobauer noch schlechter läuft als gedacht....

DWN
Politik
Politik Haushaltskrise der Länder: Kommunale Schulden steigen um fast zehn Prozent
29.10.2026

4.907 Euro je Einwohner: Die Verschuldung der Kommunen ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Dabei fällt die Belastung regional sehr...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Banken: Höhere Zinsen dämpfen bereits die Kreditnachfrage
29.10.2026

Vor ihrer Zinssitzung veröffentlichte die EZB einen Bericht über den Stand der Kreditvergabe der Banken. Daraus geht hervor, dass ihre...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bestattungshandwerk: Warum das Geschäft mit dem Tod wächst
29.10.2026

Rund eine Million Menschen starben 2024 in Deutschland – neun Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Davon profitiert das Bestattungshandwerk...