Politik

Letzter DDR-Innenminister Diestel aus CDU ausgetreten

Die CDU habe wertkonservatives Denken, den Mittelstand und das Grundgesetz aufgegeben, so Peter-Michael Diestel in einer Erklärung..
21.04.2021 15:59
Aktualisiert: 21.04.2021 15:59
Lesezeit: 1 min
Letzter DDR-Innenminister Diestel aus CDU ausgetreten
Der Rechtsanwalt Peter-Michael Diestel mag die CDU nicht mehr. (Foto: dpa) Foto: Ralf Hirschberger

Der letzte DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel (69) ist aus der CDU ausgetreten. Er habe der Partei, die seine politische Heimat gewesen sei, mehr als 30 Jahre angehört, teilte der Rechtsanwalt mit einer Kanzlei im mecklenburgischen Zislow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) am Mittwoch mit. Verlassen hat er die CDU demnach am Dienstag.

«Wertkonservatives Denken, mittelstandsorientierte Wirtschaftspolitik - verbunden mit einem strammen und konsequenten Blick auf das Grundgesetz - gaben mir Wärme und Geborgenheit», schreibt Diestel in seiner Erklärung. Dies alles habe die CDU aufgegeben. «Ich verstehe sie nicht mehr und ich mag sie heute genauso wenig wie sie mich.»

Die Entwicklung in den letzten Monaten und Wochen und ganz besonders in den letzten zwei Tagen hätten ihn in seiner Entscheidung bestärkt, so Diestel weiter. Er warf der CDU vor, ein «schwammiger und hilfloser Kanzlerwahlverein» zu sein. Diestel war in der letzten DDR-Regierung von April 1990 bis zur Wiedervereinigung im Oktober Innenminister.

Mehr zum Thema:

Söder zieht Kanzlerkandidatur zurück, Laschet bedankt sich

Geschlossene Läden und Ausgangssperren: Merkel macht Deutschland endgültig dicht

Vielleicht werden sich die CDU-Wähler in wenigen Jahren Merkel zurückwünschen

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: US-Aktien erholen sich, während der Dow Jones die 53.000er-Marke hält
02.09.2026

Erfahren Sie, welche treibenden Kräfte und überraschenden Entwicklungen die jüngste Bewegung an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Staatsdefizit und Schuldenquote wachsen rasant: Deutschland reißt die Maastricht-Grenze
02.09.2026

Der deutsche Staat lebt deutlich über seine Verhältnisse: Während die Einnahmen im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent zulegten, erhöhten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Autoindustrie: Warum der große Stellenabbau erst beginnt
02.09.2026

Europas Autobauer verdienen noch Milliarden und streichen trotzdem Tausende Stellen. Hohe Löhne, teure Energie, schwach ausgelastete Werke...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Halberstädter Würstchen sind Geschichte: Ostdeutsches Unternehmen schließt Fabrik
02.09.2026

Hohe Kosten haben das traditionsreiche Unternehmen Halberstädter aus Sachsen-Anhalt in die Insolvenz getrieben. Ein neuer Investor ließ...

DWN
Politik
Politik Trump, China und Europas Industrie: EU-Klimachef schlägt Alarm
02.09.2026

Donald Trump steigt aus der internationalen Klimapolitik aus, China überschwemmt Europa mit staatlich gestützter grüner Technologie und...

DWN
Politik
Politik CO2-Emissionen: TU München wirft EU falsche Klimavorgaben für Autos vor
02.09.2026

Wissenschaftler der TU München werfen der EU "Fehlsteuerung" bei den Klimazielen für Autos vor. Die Kritik zielt darauf, dass in den...

DWN
Politik
Politik Kabinett beschließt Einkommensteuerreform
02.09.2026

Das Bundeskabinett hat die umstrittene Reform der Einkommensteuer beschlossen. Das Paket startet nun in die konkrete Gesetzgebung. Zur...

DWN
Politik
Politik Aufrüstung: Deutsche Marine testet weitreichendes Raketensystem Lora
02.09.2026

Abschreckung Russlands: Im Nordatlantik testet die Marine inmitten neuer Spannungen das israelische Raketensystem Lora. Mit der...