Finanzen

Dax: Infineon gibt Anlegern Rätsel auf - nachmittags US-Konjunkturdaten

Die Börse bewegt sich heute nur kaum. Eine Aktie stiftet etwas Verwirrung.
04.05.2021 11:14
Aktualisiert: 04.05.2021 11:14
Lesezeit: 1 min
Dax: Infineon gibt Anlegern Rätsel auf - nachmittags US-Konjunkturdaten
Die Märkte brauchen wieder neue Impulse. (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis 11 Uhr 0,7 Prozent auf 15.137 Punkte verloren.

Eine Aktie hat die Börsianer heute Morgen in Erstaunen versetzt: Der Kurs von Infineon sackte um 3,9 Prozent auf 32,42 Euro ab. Doch eigentlich gab dafür keinen Grund: Denn für das laufenden Geschäftsjahr hat der Vorstand seine Prognose erhöht. Jetzt geht das Management von einem Erlös von rund elf Milliarden Euro aus. Das ist etwas mehr als noch im Februar, als das Unternehmen noch mit 10,8 Milliarden Euro rechnete.

Wahrscheinlich reagierten die Anleger auf den Gewinn je Aktie, der im ersten Quartal lediglich bei 15 Cent lag. Das waren 21 Prozent weniger als noch zwölf Monate zuvor. Die Schätzungen hatten 16,75 Cent betragen – also mehr als zehn Cent mehr.

Wie sich das gesamte Halbleiter-Geschäft weiter entwickelt, das durch die Krise stark unter Druck geraten war, ist offenbar noch nicht so klar - des besseren Ausblicks zum Trotz.

Nachmittags kommen wieder einige US-Konjunkturzahlen: Warenhandelsbilanz, Handelsbilanz und der Redbook-Index der Einzelhändler werden den Anlegern präsentiert. Zusätzlich werden Statistiken über Werkaufträge veröffentlicht. Doch das ist noch nicht alles: Auch der Wirtschafts-Optimismus-Index des Institutes TIPP wird publiziert, der die Stimmung unter den Verbrauchern misst, die sich über die Ökonomie äußern.

Die Börse ist zum Wochenstart gewachsen - zumindest etwas. Der Dax hat 0,7 Prozent auf 15.236 Zähler gewonnen. Covestro hat 2,7 Prozent auf 53,86 Euro zugelegt und schwang sich damit auf den ersten Platz der Liste der Tagesgewinner. Danach folgte VW, das 1,9 Prozent auf 220,75 Euro zulegte, während die Allianz ein Plus von 1,7 Prozent auf 219,90 Euro verzeichnete.

Darüber hinaus gab es Verlierer: Die Deutsche Bank hat 1,8 Prozent auf 11,40 Euro verloren, gefolgt von MTU, das 0,6 Prozent auf 208,70 Euro einbüßte. Der Dritte im Bunde war Bayer, das ein Minus von 0,5 Prozent auf 53,57 Euro verbuchte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitskosten in Deutschland: So stark unterscheiden sich die Regionen
05.11.2026

Die Kosten einer Arbeitsstunde liegen in Deutschland regional weit auseinander. Besonders deutlich zeigt sich das Gefälle zwischen...

DWN
Technologie
Technologie Roboter im Stromnetz: Eon testet humanoide Helfer gegen Fachkräftemangel
05.11.2026

Humanoide Roboter könnten künftig Fachkräfte im Stromnetz bei Kontrollen und gefährlichen Arbeiten unterstützen. Eon, EnviaM und Neura...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nike-Aktie in der Krise: Rund 200 Milliarden Dollar vernichtet
05.11.2026

Jahrzehntelang galt Nike als nahezu unantastbar. Doch strategische Fehlentscheidungen, vernachlässigte Innovationen und aufstrebende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Haushalte in Deutschland schrumpfen bis 2050 – Osten besonders betroffen
05.11.2026

Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland könnte bis 2050 erstmals seit der Wiedervereinigung sinken. Nach Berechnungen des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DHL unter Druck: Deutschlandgeschäft bremst Wachstum deutlich
05.11.2026

Das Deutschlandgeschäft entwickelt sich für DHL zunehmend zum Problem. Während der Konzern international kräftig wächst, bricht das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Investitionen in Deutschland schwächeln: DIHK warnt vor Folgen für Jobs
05.11.2026

Die deutsche Wirtschaft hellt sich etwas auf, doch bei Investitionen bleiben viele Unternehmen vorsichtig. Laut DIHK will nicht einmal...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimaneutralität verfehlt: Allianz sieht Deutschland erst 2051 am Ziel
05.11.2026

Deutschland, Europa und die Welt kommen beim Klimaschutz voran, aber nicht schnell genug. Nach Berechnungen der Allianz wird das Ziel der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Probezeit: Was ist zu beachten?
05.11.2026

Die Stellenausschreibung wurde veröffentlicht, Vorstellungsgespräche geführt und endlich scheint derpassende Kandidat...