Finanzen

Dax: Plötzliche Inflations-Sorgen jagen die Kurse nach unten

Gestern noch frohen Mutes, heute schon wieder flatterig: So unentschlossen zeigen sich derzeit die Märkte. So haben am zweiten Handelstag der Woche Ängste vor einer steigenden Inflation die Runde gemacht.
11.05.2021 11:13
Aktualisiert: 11.05.2021 11:13
Lesezeit: 1 min
Dax: Plötzliche Inflations-Sorgen jagen die Kurse nach unten
Die Börsianer sind derzeit ziemlich ängstlich. (Foto: dpa)

Der Dax hat bis 11 Uhr zwei Prozent auf 15.088 Punkte verloren.

Die Entwicklung kommt etwas überraschend, weil sich gestern einige Börsianer noch Hoffnungen gemacht hatten, dass der Index in der laufenden Woche vielleicht neue Höchststände erreicht. Denn die Sorgen, die US-Fed könne die Zinsen erhöhen, waren erst einmal aus den Köpfen der Anleger verschwunden.

Doch nun machen sich auf einmal Ängste vor einer steigenden Inflation breit, die ebenso zu erhöhten Zinsen führen könnten. Ebenso schmecken die Rohstoffpreise vielen Marktteilnehmern nicht, die in manchen Bereichen nahezu explodiert sind – beispielsweise beim Kupfer. Dabei dürfte das Ende der Fahnenstange bei weitem noch nicht erreicht sein. Der in der Schweiz ansässige Rohstoffhändler Glencore rechnet damit, dass der Preis für Kupfer in den kommenden Monaten weiter kräftig steigen wird.

Später tropfen ein paar US-Konjunkturdaten auf die Anleger nieder: So wird um 12 Uhr MEZ der NFIB-Geschäftsklima-Index für kleine US-Unternehmen für den April veröffentlicht, die vierteljährlich herausgegeben werden. Die Schätzungen liegen bei 98,7. Bei der letzten Messung betrug der Wert 98,2.

Dann wird der Redbook-Index für die erste Mai-Woche publiziert, der die Stimmung unter den US-Einzelhändlern abbildet. In der Vorwoche hatte es ein Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,2 Prozent gegeben.

Schließlich erklärt die Einrichtung JOLTS, die Statistiken über den Arbeitsmarkt erhebt, wie viele offene Stellen es im März gegeben hat. Die Schätzungen liegen bei 7,4 Millionen.

In Deutschland hingegen hat sich der Dax gestern noch moderat entwickelt. So hat das Leitbarometer ein Plus von 0,8 Prozent auf 15.400 Punkte erreicht. Die Top-Aktie war Fresenius, das 3,9 Prozent auf 43,47 Euro zulegte. Die Nummer zwei war adidas, das ein Minus von 2,1 Prozent auf 286,45 Euro verzeichnete. Der Dritte im Bunde war BMW, das 1,9 Prozent auf 85,18 Euro gewann.

Doch gab es nicht nur Gewinner: So hat Delivery Hero 6,2 Prozent auf 117,50 Euro eingebüßt. Infineon hat 2,9 Prozent auf 31,55 Euro verloren, während Siemens Energy 2,1 Prozent auf 25,68 Euro nachgab.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie unter Druck: Der 60-Milliarden-Plan gegen die Absatzkrise
16.02.2026

Es ist eine Summe, die die gesamte Branche aufhorchen lässt: Mit einem neuen 60-Milliarden-Euro-Sparprogramm will VW das Ruder...

DWN
Politik
Politik Europas nukleares Dilemma: Zwischen Paris und Washington
16.02.2026

Wirtschaftlich ist Europa ein Riese, militärisch jedoch – gerade im nuklearen Bereich – noch immer ein Juniorpartner der USA. Kanzler...

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI als Jobkiller? Wo Unternehmen zukünftig wieder Personal einstellen
16.02.2026

Mit KI Kosten und Personal sparen scheint für viele Unternehmen die Sparmaßnahme Nummer Eins zu werden – vor allem im Bereich...

DWN
Politik
Politik Europäischer Atomschirm kann die NATO in Stücke sprengen
16.02.2026

In München treiben Frankreich, Großbritannien und Deutschland Gespräche über eine europäische Atomschirm voran, doch der dänische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russlands Leitzins: Warum Moskau jetzt gegen den Markt handelt
16.02.2026

Die russische Zentralbank überrascht die Märkte mit einer Zinssenkung, obwohl viele Ökonomen davor warnten. Sinkende Inflation trifft...

DWN
Panorama
Panorama Studie: Hunderttausende Jugendliche leiden unter Social-Media-Sucht
16.02.2026

Die digitale Abhängigkeit unter Heranwachsenden erreicht einen neuen Höchststand. Laut einer aktuellen Studie der DAK-Gesundheit, die der...

DWN
Panorama
Panorama Digitalisierung des Deutschlandtickets: Verkehrsverbände fordern einheitliche Standards
16.02.2026

Die Debatte um die Weiterentwicklung des Deutschlandtickets nimmt an Fahrt auf. Während die Politik zur Erhöhung der Sicherheit für das...

DWN
Politik
Politik Grenzkontrollen verlängert: Bundesinnenminister Dobrindt setzt auf Sicherheit bis September
16.02.2026

Die Bundesregierung hält an der Überwachung der deutschen Staatsgrenzen fest. Wie das Bundesinnenministerium bestätigte, werden die...