Deutschland

Mittelstandsverband warnt vor Exportbeschränkungen bei Holz

Exportbeschränkungen für Holz sind aus Sicht des Mittelstandsverbands BVMW der falsche Weg. Denn die Konsequenzen wären fatal.
14.05.2021 15:13
Aktualisiert: 14.05.2021 15:13
Lesezeit: 1 min
Mittelstandsverband warnt vor Exportbeschränkungen bei Holz
Polter mit Kiefernstämmen liegen in einem Wald. (Foto: dpa) Foto: Hendrik Schmidt

Trotz akuter Materialknappheit und massiver Preissteigerungen bei Baumaterialien sind Exportbeschränkungen für Holz aus Sicht des Mittelstandsverbands BVMW der falsche Weg. Dies würde nur Gegenmaßnahmen von Handelspartnern provozieren und auch langjährige Kundenbeziehungen im Ausland aufs Spiel setzen, erklärte BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger am Freitag. "Wer heute Deutschlands Grenzen für Holzexporte dichtmachen will, muss morgen erklären, woher die bei uns fehlenden Rohstoffe und Vorprodukte kommen sollen."

Der Bauboom hat die Nachfrage nach Holz als Baustoff auch in der Corona-Krise angekurbelt. Das Handwerk hatte zuletzt immer lauter über Lieferengpässe und massive Preisanstiege bei wichtigen Grundmaterialien wie Holz oder Dämmstoffe geklagt. Das CDU-geführte Bundeswirtschaftsministerium hat Ausfuhrbeschränkungen bei Bauholz allerdings eine Absage erteilt.

Mehr zum Thema:

Unterschätzter Rohstoff: Der globale Kampf ums deutsche Holz

Deutsche Unternehmen berichten von akutem Materialmangel

Holzpreis-Explosion führt Zulieferer zunehmend „in prekäre Lage“

Insider: Rohstoffe sind erst in drei Monaten lieferbar, Lieferketten sind unterbrochen

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Neuer Ukraine-Kredit: EU-Kommission treibt Vorbereitungen voran - trotz ungarischen Vetos
02.04.2026

Die EU will der Ukraine bis Ende des Jahres insgesamt 45 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Doch es gibt weiter ein Hindernis.

DWN
Politik
Politik Teilkrankschreibung im Job: Krankengeld soll in vier Stufen ausgezahlt werden
02.04.2026

Wenn Beschäftigte erkrankt sind und eine ärztliche Bescheinigung bekommen, fallen sie im Prinzip komplett aus. Über flexiblere Regeln...

DWN
Politik
Politik Milliardenloch bei den Krankenkassen – Bürgergeldempfänger belasten das System schwer
02.04.2026

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger schlägt Alarm. Unser Gesundheitssystem gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht. Mit Blick auf ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Rede zum Iran-Krieg: Viele Worte, wenig Klarheit
02.04.2026

US-Präsident Trump hat sich erneut optimistisch über den Verlauf des Iran-Kriegs geäußert. Wirkliche Neuigkeiten enthielt seine "Rede...

DWN
Politik
Politik Luftverkehrsteuer: Ticketsteuer für Flüge soll ab Juli sinken
02.04.2026

Der Iran-Krieg treibt die Flugpreise kräftig. Jetzt will die Bundesregierung ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag einlösen. Doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Geld – oder Kündigung: So reagieren Arbeitgeber auf Ultimaten
02.04.2026

Kündigungsdrohung im Gespräch? Dann entscheidet nicht die schnelle Zusage, sondern die Qualität der Reaktion: Wer jetzt aus Angst...

DWN
Politik
Politik Investmentpläne vor Iran-Angriff? Pete Hegseths BlackRock-Investition im Fokus
02.04.2026

Während des Iran-Krieges rücken mögliche frühere Verbindungen zwischen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, BlackRock und den...

DWN
Politik
Politik 80-Prozent-Rückkehrer-Quote: Syrien entschieden gegen Zwangsabschiebungen
02.04.2026

Die Debatte um eine Zielmarke für die Rückkehr von nach Deutschland geflüchteten Syrern hat auch in deren Heimatland für Aufsehen...