Deutschland

DWN LIVE: Nach Demo-Verbot: Berliner Polizei verhindert Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gestern zwei Demonstrationen gegen die Corona-Politik verboten hatte, verhindert die Polizei heute, dass es doch zu Versammlungen kommt.
22.05.2021 15:17
Aktualisiert: 22.05.2021 15:17
Lesezeit: 1 min
DWN LIVE: Nach Demo-Verbot: Berliner Polizei verhindert Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik
So wird es heute in Berlin nicht aussehen. (Foto: dpa) Foto: Christophe Gateau

Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik hat die Berliner Polizei zunächst verhindert, dass sich größere Gruppen in der Stadt versammeln. «Bisher ist die Lage in Berlin weitestgehend ruhig», sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Samstagmittag. Auch Gruppen mit 50 bis 100 Menschen seien aufgehalten worden, so der Polizeioberrat. Reisebusse wurden demnach zurückgeschickt, an der Siegessäule wurden Lastwagen mit Bühnenaufbauten sichergestellt.

Die Polizei war deutlich sichtbar: Ein Hubschrauber kreiste, Wasserwerfer standen bereit, auch mit Pferden waren die Beamten im Einsatz. Am Brandenburger Tor und an der Siegessäule wurden Demonstranten von der Polizei aufgefordert, sich nicht zu versammeln.

Am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg das Verbot von zwei Demonstrationen bestätigt. Die Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der «Querdenker-Szene», rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygiene-Maßnahmen nicht eingehalten würden, begründete das OVG seine Beschlüsse. Diese seien unanfechtbar.

Die beiden Demonstrationen waren für Samstag und Sonntag mit dem Titel «Für Frieden, Freiheit und Grundrechte» und jeweils 16.000 Teilnehmern angemeldet worden. Ungeachtet der Gerichtsentscheidung plant die Berliner Polizei einen Großeinsatz mit rund 3.000 Einsatzkräften. Unterstützung kommt aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Man müsse sich darauf einstellen, dass sich Demonstranten nicht an Verbote halten würden, hieß es.

15.03 Uhr: Die Polizei setzt Pfefferspray gegen Demonstranten ein, die versuchen, eine Polizeikette zu durchbrechen.

15.35 Uhr: In der Voßstraße (Stadtbezirk Mitte) hat die Polizei Demonstranten eingekesselt.

15.43 Uhr: Die Polizei sperrt das Brandenburger Tor mit Gittern ab. Personen, die zu entfernen sich weigern, erhalten Platzverweise.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Schluss mit leeren Versprechen: Bahn-Chefin schraubt die Erwartungen herunter
25.06.2026

Verlässlichkeit statt leerer Versprechungen: Die Deutsche Bahn verabschiedet sich von der geplanten Verdopplung der Fahrgastzahlen. Eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzverhandlung im Kanzleramt: Länder erhöhen Druck auf Merz
25.06.2026

Angesichts leerer Kassen fordern Kommunen und Bundesländer vehement finanzielle Entlastung vom Bund. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic gegen Alibaba: KI-Firma wirft Chinesen Kopier-Attacke vor
25.06.2026

Die KI-Firma Anthropic gilt als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Jetzt könnten ihre Vorwürfe in Richtung China für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelsstreit abgewendet: EU-Staaten besiegeln Zoll-Abkommen mit den USA
25.06.2026

Kurz vor dem 4. Juli machen die EU-Mitgliedstaaten den Weg für den US-Deal frei. Damit soll ein drohender Handelskrieg endgültig...

DWN
Politik
Politik AfD-Parteiverbot: Experten sehen gute Chancen für ein AfD-Verbotsantrag
25.06.2026

Eine Gruppe von Experten der NGO „Gesellschaft für Freiheitsrechte“ (GFF) hat das Grundsatzprogramm der AfD, ihre Wahlprogramme und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Saab-Aktie zeigt Europas neue Abhängigkeit von Kriegsgerät
25.06.2026

Saab baut Waffen, Tarnsysteme und Flugabwehr für ein Europa, das Russland längst wieder als Hauptbedrohung sieht. Der Geschäftsbereich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wirtschaftsbetrug: Wann sollten bei der Betrachtung von Bilanzen die Alarmglocken läuten?
25.06.2026

Schöne Zahlen in der Bilanz können trügerisch sein. Wer Wirtschaftsbetrug früh erkennen will, muss Zahlungsströme, interne Kontrollen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Milliardengrab wird zur unendlichen Geschichte: Stuttgart 21 wird Stuttgart 31
25.06.2026

Der Berliner Flughafen BER, die Elbphilharmonie und Stuttgart 21 stehen symbolisch für das Versagen deutscher Großprojekte. Stuttgart 21...