Politik

Norwegen erlaubt USA Nutzung von Marine-Stützpunkten, Russland übt scharfe Kritik

Die Lage in der Barentssee verschärft sich.
22.05.2021 16:42
Aktualisiert: 22.05.2021 16:42
Lesezeit: 1 min
Norwegen erlaubt USA Nutzung von Marine-Stützpunkten, Russland übt scharfe Kritik
Ein AWACS-Aufklärungsflugzeug der Nato. (Foto: dpa) Foto: Cynthia Vernat

Norwegen und die USA haben einen Vertrag geschlossen, der es der US-Marine erlaubt, militärische Infrastruktur-Einrichtungen der norwegischen Streitkräfte zu nutzen. Teilweise zahlen die Amerikaner auch dafür, dass die Einrichtungen auf den neuesten technischen Stand gebracht oder aber gänzlich neu gebaut werden. So sollen unter anderem Hangars errichtet und Auftankmöglichkeiten für Aufklärungsflugzeuge der US-Marine installiert werden.

Der norwegische Verteidigungsminister, Frank Bakke-Jensen, sagte: „Das Abkommen stärkt die Möglichkeit der Vereinigten Staaten und der Nato, Norwegen zu verteidigen.“ Er wies darauf hin, dass es keine Abkommen über dauerhafte US-Stützpunkte in Norwegen gebe: „Das Abkommen besagt eindeutig, dass die USA die norwegische Politik des Verbots von ausländischen Militärstützpunkten uneingeschränkt respektiert.“

Weiter sagte Bakke-Jensen, dass es sich um eine rein amerikanisch-norwegische Angelegenheit handele. Er verneinte, dass das Abkommen die Situation in der Region verschärft: „Es führt nicht zu einer Eskalation der Spannungen mit Russland.“

Allerdings steht außer Zweifel, dass das verstärkte Engagement der Amerikaner sich gegen Russland richtet, vor allem gegen die verstärkten Aktivitäten von russischen U-Booten entlang der norwegischen Küste.

Der Vizeadmiral der russischen Marine und Kommandeur der russischen Nordmeerflotte, Alexander Moissejew, sagte der Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag, dass das russisch-norwegische Verhältnis traditionell eigentlich gut sei, Oslo jedoch unter Druck seitens Washingtons stehe, als amerikanische Speerspitze in der Region zu dienen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Technologie
Technologie Dacia Duster im Test: Wenn die Reichweite an der Grenze zur Unwahrscheinlichkeit liegt
04.11.2026

1.410 Kilometer Reichweite, Allradantrieb und drei Antriebstechnologien in einem Auto: Der Dacia Duster Hybrid 4x4 verspricht erstaunlich...

DWN
Politik
Politik Die Amerikaner haben uns bislang erfolgreich gespalten
04.11.2026

Russland gilt seit Jahren als Meister der Einflussnahme auf Europa. Doch inzwischen richtet sich der Blick zunehmend auf Washington. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: 14 Prozent mehr Aufträge im September
04.11.2026

14 Prozent mehr Aufträge im September, vor allem aus dem Inland: Für den Maschinenbau ist das ein Hoffnungsschimmer. Doch der starke...

DWN
Politik
Politik Pleitewelle erwartet: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Insolvenzen
04.11.2026

Die Finanzlöcher deutscher Krankenhäuser werden immer tiefer: Eine Welle von Klinik-Insolvenzen wird erwartet. Um gegenzusteuern, wollen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie reagiert die EZB? Inflationsrate in Eurozone steigt im Oktober auf 4,0 Prozent
04.11.2026

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Damit entfernt sich die Teuerung...

DWN
Politik
Politik Midterms 2026: Doppelniederlage für Trumps Republikaner
04.11.2026

Zwanzig Jahre hat es gedauert, jetzt ist es wieder passiert: Trumps Republikaner verlieren Repräsentantenhaus und Senat zugleich. Selbst...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto und Finanzamt: Wo Anleger in Steuerfallen geraten – und wann Steuerhinterziehung droht
04.11.2026

Ab 2027 melden Krypto-Anbieter erstmals automatisch Transaktionsdaten an das Bundeszentralamt für Steuern – und zwar für das gesamte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Aktie: Gewinn von BMW schrumpft - Jobabbau wird ausgeweitet
04.11.2026

Am Dienstagabend erschreckt der Autobauer die Märkte mit der zweiten Gewinnwarnung im laufenden Jahr. Das liegt auch daran, dass die...