Deutschland

Bis zur Bundestagswahl? Bundesregierung will „epidemische Notlage“ über den 30. Juni hinaus verlängern

Ranghohen Regierungspolitikern zufolge soll die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Sie wird wahrscheinlich bis zur Bundestagswahl andauern. Bis dahin würden die Ermächtigungslagen der Bundesregierung bestehen bleiben.
23.05.2021 16:16
Aktualisiert: 23.05.2021 16:16
Lesezeit: 1 min

Der „MDR“ wörtlich: „Politiker von SPD und Union sehen Deutschland weiter in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Damit zeichnet sich eine Verlängerung des Parlamentsbeschlusses über Juni hinaus ab, der Grundlage vieler Grundrechtseinschränkungen in der Pandemie ist. SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese kündigte in der Zeitung ,Die Welt‘ an: ,Es ist unstrittig, dass wir die epidemische Lage noch einmal verlängern.‘ Viele Verordnungen seien daran geknüpft, darunter die zur Sicherung der Krankenhauskapazitäten.“

CDU-Gesundheitspolitiker Rudolf Henke sagt, dass die Corona-Maßnahmen nicht so schnell gelockert werden dürfen. Henke will eine Verlängerung um drei Monate, also faktisch bis zur Bundestagswahl. Bernhard Bornhofen, Sprecher des Fachausschusses Infektionsschutz des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, meint sogar, dass eine Verlängerung bis in den späten Herbst angebracht sei.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus teilte hingegen der Zeitung „Die Welt“ mit: „Die Zahl der COVID-19-Intensivpatienten sinkt täglich, die Inzidenz der über 60-Jährigen liegt bei 35, und die Zahl der Todesfälle geht zurück. Wenn diese Tendenz weiter so anhält, sind die Kriterien für die epidemische Lage nicht mehr gegeben.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 ausgegeben, damit es im Sommer weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln geben kann. Er verbindet den Anstieg von Inzidenzzahlen erneut mit ethnischen Minderheiten, um die Deutschen für seinen Plan einzuspannen. Ein geschickter Schachzug, um die epidemische Notlage, und damit seine gesonderten Machtbefugnisse beizubehalten (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Forbes-Liste der reichsten Menschen: Elon Musk kann erster Billionär der Welt werden
15.03.2026

In der aktuellen Forbes-Liste der reichsten Menschen liegt Tesla-Chef Elon Musk quasi uneinholbar in Front. Bei einem erfolgreichen...

DWN
Politik
Politik Steuerrecht: Ehegattensplitting vorm Aus? Mehr Arbeitszeit für Frauen nicht lukrativ
15.03.2026

Für viele Frauen lohnt es sich finanziell nicht, in den Job zurückzukehren oder ihre Teilzeit auszubauen, das Ehegattensplitting entpuppt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrial Accelerator Act: EU-Kommission stärkt Industriepolitik – Anteil am BIP soll auf 20 Prozent steigen
15.03.2026

Die Europäische Kommission will mit dem Industrial Accelerator Act die Industriepolitik der EU neu ausrichten und die Produktion in Europa...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilien-Prognose 2026: Bremst das Baukreditgeschäft alles aus?
15.03.2026

Nach einem hoffnungsvollen 2025 wird die Preisentwicklung für Immobilien laut Greis-Kaufpreisindex im laufenden Jahr 2026 wieder...

DWN
Finanzen
Finanzen Mazda 6e im Vergleich: Wie wettbewerbsfähig ist das Elektromodell?
15.03.2026

Die neue Mazda 6e entsteht auf chinesischer Plattform und markiert einen strategischen Neustart für die Baureihe Mazda6. Kann das...

DWN
Technologie
Technologie Immer mehr US-Forschende zieht es nach Deutschland
15.03.2026

Aus politischen Gründen geht das Weiße Haus gegen Elite-Unis vor. Für Wissenschaftler und Studierende aus den USA wird Deutschland daher...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI trifft auf SaaS: Steht die Softwarebranche vor einem Strukturwandel?
15.03.2026

Künstliche Intelligenz verändert die wirtschaftliche Logik der Softwarebranche und setzt das klassische SaaS-Modell unter Druck. Steht...

DWN
Finanzen
Finanzen Iran-Krieg heizt Energiepreise an: Investoren suchen Absicherung
15.03.2026

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise nach oben und zwingt Investoren weltweit, ihre Strategien angesichts steigender Öl- und Gaspreise...