Deutschland

Ifo-Index: Stimmung der Firmen in Deutschland hellt sich merklich auf

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai auf den höchsten Wert seit zwei Jahren gestiegen. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich wieder aufgehellt.
25.05.2021 10:21
Aktualisiert: 25.05.2021 10:21
Lesezeit: 1 min

Die Stimmung in den Chefetagen der Wirtschaft steigt angesichts der Impffortschritte in der Corona-Pandemie auf das höchste Niveau seit zwei Jahren. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im Mai auf 99,2 Punkte von 96,6 Zählern im April, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag zu seiner Manager-Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 98,2 Punkten gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Lage günstiger als zuletzt. Zudem blicken sie deutlich optimistischer auf die kommenden Monate.

"Die Infektionszahlen sinken deutlich und die Weltwirtschaft floriert, aus diesen Zutaten ist das Feuerwerk der Geschäftserwartungen gemacht", so das Fazit von Ökonom Andreas Scheuerle von der Dekabank. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Stimmung nur leicht, im Dienstleistungssektor wurde der höchste Wert seit Februar 2020 erreicht.

Die Erwartungen im Bereich Tourismus und Gastgewerbe seien im Mai geradezu "explodiert", so Ifo-Experte Klaus Wohlrabe: "Hier gibt es Hoffnung auf ein gutes Sommergeschäft."

Die dritte Corona-Welle sei wohl gebrochen und die Stimmung in den Unternehmen steige im Einklang mit dem Impffortschritt, sagte die KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Generell sei die Stimmungsaufhellung aber noch mit Vorsicht zu interpretieren, mahnte Chefökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe. Es bestünden weiterhin Lieferkettenprobleme, und mehr als vor der Krise bleibe die Wirtschaft vorerst auf Impulse aus China und den USA angewiesen.

Die deutsche Wirtschaft kehrt nach Einschätzung der Bundesbank in die Wachstumsspur zurück, nachdem sie zu Jahresbeginn eine konjunkturelle Schrumpfkur durchgemacht hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte demnach im zweiten Quartal wieder deutlich zulegen. Zu Jahresbeginn war das BIP wegen des Konsumeinbruchs überraschend stark um 1,8 Prozent geschrumpft.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation steigt auf über 3 Prozent
13.10.2026

Die Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren: Im September verteuerten sich Waren...

DWN
Politik
Politik Strategische Ölreserven schrumpfen: Wie viel noch verfügbar ist
13.10.2026

Die Freigabe strategischer Reserven sorgt zunehmend für Sorgen. Die Bestände schrumpfen, da sie zur Dämpfung des Preisdrucks eingesetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic lockt Sparer mit kostenlosem Altersvorsorgedepot
13.10.2026

Keine Depotgebühren, kostenlose ETFs und staatliche Zuschüsse: Trade Republic will das Altersvorsorgedepot besonders günstig machen....