Finanzen

Rückenwind aus den USA schiebt den Dax auf neues Rekordhoch

Der Rückenwind von den US-Börsen hat dem Dax nach dem verlängerten Pfingstwochenende einen neuen Rekord beschert. Auch für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Dienstagvormittag nach oben.
25.05.2021 11:16
Aktualisiert: 25.05.2021 11:16
Lesezeit: 1 min
Rückenwind aus den USA schiebt den Dax auf neues Rekordhoch
Am deutschen Markt feierten die Anleger das Interesse von Vonovia an Deutsche Wohnen. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

In der ersten Handelsstunde am Dienstag gewann der deutsche Leitindex 0,70 Prozent auf 15 544,84 Punkte. Seine letzte Bestmarke hatte das Börsenbarometer erst vor einer Woche aufgestellt. Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Dienstagvormittag um 1,05 Prozent auf 32 758,63 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,34 Prozent auf 4049,22 Zähler.

Aussagen wichtiger US-Notenbanker hätten die Inflationssorgen der Anleger gedämpft, hieß es. Davon hatte am Pfingstmontag vor allem die US-Technologiebörse Nasdaq profitiert. Auch der marktbreite US-Index S&P 500 steuerte wieder auf seinen Rekord von Anfang Mai zu. In Asien sprang der Funke ebenfalls über: Die Aktienkurse in Japan und China legten zu.

Am deutschen Markt feierten die Anleger das Interesse von Vonovia an Deutsche Wohnen: Der erneute Übernahmeversuch des größten deutschen Immobilienkonzerns ließ die Aktien seines nächstgrößeren heimischen Konkurrenten an der Dax-Spitze über 15 Prozent auf 51,94 Euro nach oben schnellen. Vonovia will rund 18 Milliarden Euro beziehungsweise 53,03 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie bieten. Das entspricht einer Prämie von knapp 18 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag und von 25 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnitt.

Anders als bei den bisherigen Versuchen konnte sich Vonovia diesmal die Unterstützung der Deutsche-Wohnen-Spitze sichern. Die Übernahme wäre strategisch sinnvoll für Vonovia und habe gute Erfolgschancen, schreibt Analyst Thomas Rothäusler vom Investmenthaus Jefferies. Der anfängliche Verwässerungseffekt für Vonovia sei aber hoch. Dementsprechend verloren Vonovia-Aktien am Dax-Ende über fünf Prozent auf 49,46 Euro.

Bei Heidelbergcement sorgte der lukrative Verkauf von Aktivitäten in den USA für einen Kursgewinn von rund zwei Prozent. Die Einnahmen aus der Veräußerung des Großteils des Geschäfts im Westen der USA an den Hersteller von Baumaterial Martin Marietta Materials bezifferte der Baustoffkonzern auf 2,3 Milliarden US-Dollar.

Die Anteilsscheine von Flatexdegiro zogen dank ehrgeiziger mittelfristiger Ziele um über 16 Prozent auf 113 Euro an, womit sie die Gewinnerliste im Nebenwerte-Index SDax anführten. Ihren bisherigen Höchststand hatten sie Ende April bei 114,70 Euro erreicht, bevor ein kräftiger Rückschlag folgte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wann lag die Inflation im Euroraum zuletzt bei vier Prozent?
03.10.2026

Zehn Wendepunkte zeigen, wie schnell eine Krise die Inflation nach oben treiben kann und wie langsam sich die Preise anschließend wieder...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Schock trifft Europa: Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
03.10.2026

In der kommenden Woche reisen führende EU-Vertreter nach Peking, um von der chinesischen Führung zu verlangen, das enorme...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Anleiherenditen setzen Aktien weiterhin unter Druck
02.10.2026

Zinsängste und Arbeitsmarktdaten bewegen die Börsen – was Anleger jetzt wissen müssen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Raffinerien stoppen Exporte: Was passiert mit den Dieselpreisen in Europa?
02.10.2026

Der weltweite Dieselmarkt steht bereits massiv unter Druck. Nun drosseln chinesische Raffinerien ihre Exporte und konzentrieren sich auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor
02.10.2026

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Scandit stoppt Diebstahl an der Selbstbedienungskasse
02.10.2026

Selbstbedienungskassen sparen Personal, öffnen Händlern aber eine teure Schwachstelle: Kunden scannen Waren falsch oder gar nicht. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: VDMA verlangt Importverbote für Risikoprodukte aus China
02.10.2026

Deutschlands Maschinenbauer warnen vor Wettbewerbsnachteilen durch Produkte, die europäische Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen....

DWN
Technologie
Technologie „Völliger Mist“: So fällt die Kritik an Europas Microsoft-Teams-Alternative aus
02.10.2026

Element Pro soll die Kommunikation sicherstellen, falls Microsoft Teams ausfällt. Die Europäische Kommission betreibt die Lösung auf...