Politik

Zwischen Wahrheit und „Verschwörungstheorie“: USA fordern neue Überprüfung der Ursprünge des Coronavirus

Die USA fordern eine weitere Überprüfung der Ursprünge des Coronavirus durch internationale Experten. Die Aussage, wonach das Corona-Virus aus einem Labor in Wuhan stammt, wurde bisher als „Verschwörungstheorie“ abgetan. Vertreter dieser Ansicht wurden medial heftig attackiert.
25.05.2021 13:26
Aktualisiert: 25.05.2021 13:26
Lesezeit: 1 min

Die USA fordern eine weitere Überprüfung der Ursprünge des Coronavirus durch internationale Experten. Diesen müsse die Möglichkeit gegeben werden, die Quelle des Virus und die frühen Tage des Ausbruchs vollständig, transparent und wissenschaftlich fundiert unter die Lupe zu nehmen, erklärte US-Gesundheitsminister Xavier Becerra in eine Videobotschaft an die Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Becerra erwähnte China nicht direkt, wo in der Provinzhauptstadt Wuhan im Dezember 2019 die ersten bekannten Covid-19-Fälle auftraten. Der US-Immunologe Anthony Fauci knickt langsam ein. Er schließt nicht mehr aus, dass das Corona-Virus aus einem chinesischen Labor stammen könnte. Er sei offen für jede Art von Untersuchung (HIER).

US-Geheimdienste prüfen US-Regierungskreisen zufolge Berichte, wonach Forscher eines chinesischen Virologie-Labors in Wuhan bereits einen Monat vor der Meldung der ersten Fälle schwer erkrankt waren. Die Insider wiesen aber darauf hin, dass es nach wie vor keine Beweise dafür gebe, dass das Virus aus einem Labor stammt. China wies dies als völlig falsch zurück.

Ein im März veröffentlichter gemeinsamer Bericht von WHO und chinesischen Wissenschaftlern war zu dem Schluss gekommen, dass das Virus wohl von Fledermäusen über eine andere Tierart auf den Menschen übertragen wurde. Der Ausbruch aus einem Labor werde als äußerst unwahrscheinlich angesehen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte China in diesem Zusammenhang allerdings vorgeworfen, den internationalen Forschern, die sich im Januar und Februar vier Wochen in und um Wuhan aufhielten, Daten vorenthalten zu haben.

Rochelle Walensky, Direktorin der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC), sagte am 19. Mai 2021 bei einer Anhörung im US-Kongress, dass das Corona-Virus durchaus auf ein Laborleck zurückzuführen sein könnte. „Sicherlich ist ein laborbasierter Ursprung eine Möglichkeit“, so Walensky. Doch die meisten Coronaviren würden „im Allgemeinen tierischen Ursprungs“ sein, zitiert „CNBC“ Walensky (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutscher Tierhandelsriese Fressnapf legt Pläne offen: Schnelles Wachstum in Polen
01.10.2026

Polen gehört zu den wichtigsten Märkten der Fressnapf-Gruppe, dem europäischen Marktführer im Zoofachhandel. Die zum Konzern gehörende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der schrumpfende Riese: Warum Deutschlands Arbeitsmarkt vor einer historischen Trendwende steht
01.10.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt galt über Jahre hinweg als Fels in der Brandung. Trotz globaler Krisen, geopolitischer Verwerfungen und einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Softwaretochter Cariad vor massivem Stellenabbau
01.10.2026

Volkswagen stellt seine Softwarestrategie weiter auf den Prüfstand. Bei Cariad droht ein neuer Stellenabbau, während Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
01.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Politik
Politik Auf Trumps Investmentkonten: Mehr Geschäfte als bei allen Kongressmitgliedern zusammen
01.10.2026

Auf den Investmentkonten von US-Präsident Donald Trump wurden seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast 28.700 Wertpapiergeschäfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Geschäftsklima steigt: Elektroindustrie wird zur Konjunkturlokomotive – mit möglichen Engpässen
01.10.2026

Während viele Industriebranchen mit schwacher Nachfrage kämpfen, blickt die deutsche Elektroindustrie zuversichtlicher nach vorn – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Raumfahrt-Aktien: Vom Höhenflug zur harten Landung
01.10.2026

Nach dem SpaceX-Hype im Frühjahr sind mehrere Raumfahrt-Aktien stark eingebrochen. Investoren sehen nach wie vor langfristiges Potenzial,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta-Insolvenz: Batteriehersteller setzt auf schnelle Investorenlösung
01.10.2026

Beim insolventen Batteriehersteller Varta wächst die Hoffnung auf eine Investorenlösung. Doch zwischen Interesse am Unternehmen und einer...