Deutschland

Bundesregierung setzt sich bei Klima-Programm noch höhere Ziele

Im Rahmen des Klima-Programms will die Bundesregierung bei Wind- und Solar-Energie noch höhere Ziele erreichen.
02.06.2021 13:24
Aktualisiert: 02.06.2021 13:24
Lesezeit: 1 min
Bundesregierung setzt sich bei Klima-Programm noch höhere Ziele
Windkraftanlagen stehen hinter einer Solarstrom-Freiflächenanlage im Solarpark Klixbüll. (Foto: dpa) Foto: Carsten Rehder

Die Bundesregierung peilt deutlich höhere Ausbauziele für Wind- und Solar-Energie bis 2030 in ihrem Klimaschutz-Sofortprogramm an. „Als Ziel für Windenergie an Land geht die Bundesregierung von einem Bedarf von 95 Gigawatt installierter Leistung aus, bei Photovoltaik von 150 Gigwatt“, heißt es in dem Entwurf des „Klimaschutz-Sofortprogramms 2022“, der der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. Bisher hatte sich die Regierung 71 Gigwatt bei Windenergie beziehungsweise 100 Gigawatt für Solar als Marke gesetzt. Durch die verschärften Klimaziele, die sich im bereits vom Kabinett beschlossenen Klimaschutzgesetz finden, wurde hier eine Nachbesserung nötig. Weiter sieht das Programm zusätzliche Hilfen für die Industrie vor. So werden die Mittel für die sogenannten Klimaschutzverträge, mit denen CO2-freie Stahl- oder Zementproduktion gefördert werden soll, für 2022 auf 1,2 Milliarden verdoppelt, so Reuters.

Insgesamt umfasst das Vorhaben rund 7,8 Milliarden Euro für nächstes Jahr. Die größten Posten sind eine Aufstockung der Mittel für die Gebäudesanierung von 2,5 Milliarden Euro sowie weitere 1,8 Milliarden Euro für die E-Auto-Kaufprämien. Hier wird mit einer stärker als geplanten Nachfrage gerechnet. Der Haushalt muss allerdings noch beschlossen werden, was erst in der kommenden Wahlperiode der Fall sein wird. Zusätzliche verbindliche Regulierungen, die gesetzlich geregelt werden müssten, finden sich angesichts der auslaufenden Wahlperiode so auch nicht im Papier. Dieses hat das Finanzministerium jetzt in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben. Es soll Regierungskreisen zufolge am 23. Juni im Kabinett beschlossen werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Technologie
Technologie Vorwürfe gegen chinesische Konkurrenz: KI-Firma Anthropic spricht von Umleitungs-Tricks
14.09.2026

Günstige KI-Angebote aus China weckten wiederholt Zweifel an den Zukunftsaussichten großer US-Anbieter. Laut dem KI-Entwickler Anthropic...

DWN
Politik
Politik Geld für Regenwaldfonds: Gegenwind in der Unionsfraktion gegen deutsche Finanzzusage
14.09.2026

Beim Schutz des Weltklimas nehmen Regenwälder eine Schlüsselrolle ein, weshalb ein internationaler Fonds zu deren Erhalt beitragen soll....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsregeln werden zur Falle für kleine Firmen
14.09.2026

Bei einem kleinen Unternehmen, das in einem Land vielleicht nur wenige Bestellungen pro Jahr hat, können die Fixkosten aus den EU-Regeln...

DWN
Politik
Politik Ukrainische Eisenbahn: Russland eröffnet eine neue Front gegen Kiew
13.09.2026

Russland verändert seine Angriffstaktik und nimmt immer häufiger ausgerechnet jene Infrastruktur ins Visier, die die Ukraine...

DWN
Finanzen
Finanzen AppLovin-Aktie: Ist dieser KI-Titel jetzt viel zu billig?
13.09.2026

Mehr als die Hälfte ihres Wertes hat die AppLovin-Aktie seit Jahresbeginn verloren. Doch während Anleger fliehen, wachsen Umsatz und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die ältesten Familienunternehmen Deutschlands – von Konzern bis Mittelstand
13.09.2026

Von Merck bis Meindl, von Haniel bis Herder – die 50 ältesten deutschen Familienunternehmen bilden die ganze Vielfalt dieses...

DWN
Technologie
Technologie KI-Cyberangriffe: Banken warnen vor einem neuen Wettrüsten
13.09.2026

Eine vernetzte Kaffeemaschine kann reichen, um Hackern den Weg in eine Bank zu öffnen. Künstliche Intelligenz verändert die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeiten bei 35 Grad: Braucht Deutschland ein Hitzearbeitsrecht?
13.09.2026

Der Sommer 2026 brachte Rekordtemperaturen von über 41 Grad und mehr als 12.000 hitzebedingte Todesfälle. Jeder Hitzetag kostet die...