Politik

Chips, Grillgut und Trikots: Einzelhandel hofft auf Umsatzschub währen der EM

Viele deutsche Einzelhändler rechnen wegen der am 11. Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft mit einem besseren Geschäft.
02.06.2021 13:44
Aktualisiert: 02.06.2021 13:44
Lesezeit: 1 min

Fernseher, Chips, Trikots: Viele deutsche Einzelhändler rechnen wegen der am 11. Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft mit einem besseren Geschäft. Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes HDE unter knapp 900 Mitgliedsunternehmen zufolge erwarten 41 Prozent der Elektronikhändler höhere Umsätze, etwa durch eine steigende Nachfrage nach TV-Geräten oder -Soundanlagen. Jeder dritte Lebensmittelhändler geht ebenfalls von mehr Einnahmen durch das Großereignis aus, bei Sportartikelanbietern sind es 18 Prozent. Viele Geschäfte hoffen zudem, dass das vierwöchige Turnier einen positiven Effekt auf die Verbraucherstimmung hat - besonders bei Erfolgen der Nationalmannschaft von Trainer Jogi Löw.

Einen starken Umsatzschub erwartet der HDE aber nicht. „Da die Spiele der Fußball-Europameisterschaft weitgehend außerhalb Deutschlands stattfinden, hat das Event nur einen sehr begrenzten Einfluss auf das Geschäft des hiesigen Einzelhandels“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Nachrichtenagentur Reuters. „Spürbare Effekte sind nur in einzelnen Sortimenten zu erwarten, etwa im Lebensmittelhandel, im Sportwarenhandel oder bei der Unterhaltungselektronik.“

Grundsätzlich hänge es auch vom Verlauf der Corona-Pandemie ab, wie stark die Auswirkungen zu spüren sein werden. Erfahrungsgemäß nutzen viele Menschen das Fußballschauen gerne zum gemeinsamen Grillen und zum geselligen Beisammensein – auch bei größeren Public-Viewings. „Wenn all das aufgrund der Pandemie nicht möglich sein sollte, dann werden wohl auch die EM-Umsätze im Einzelhandel leiden“, befürchtet Genth. „Denn Grillgut, Fanausrüstung und Trikots werden natürlich besonders gerne für größere Anlässe eingekauft.“

Die EM war 2020 wegen der Pandemie verschoben worden und wird erstmals verteilt in Europa ausgetragen. Die DFB-Mannschaft des scheidenden Bundestrainers Löw soll in München am 15. Juni gegen Weltmeister Frankreich, am 19. Juni gegen Titelverteidiger Portugal und zum Abschluss der Gruppenphase am 23. Juni gegen Ungarn spielen. Zudem ist in München am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Das Turnier startet am 11. Juni in Rom mit der Partie Türkei gegen Italien. Das Finale soll am 11. Juli im Wembley-Stadion in London ausgetragen werden.

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