Deutschland

Maschinenbau-Präsident wünscht starke Grüne in nächster Bundesregierung

Der Präsident des zweitgrößten deutschen Industriebranchenverbands hat sich für eine Jamaika-Koalition mit starker grüner Beteiligung nach der Bundestagswahl ausgesprochen
19.06.2021 12:10
Aktualisiert: 19.06.2021 12:10
Lesezeit: 1 min
Maschinenbau-Präsident wünscht starke Grüne in nächster Bundesregierung
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht während eines Besuchs des Stahlkonzerns ArcelorMittal im Rahmen des Wahlkampfs für die Bundestagswahl mit Beschäftigten. Baerbock spricht hier über die Themen Industrie- und Handelspolitik und Klimaschutz. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Der Präsident des zweitgrößten deutschen Industriebranchenverbands hat sich für eine Jamaika-Koalition mit starker grüner Beteiligung nach der Bundestagswahl ausgesprochen. „Eine Jamaika-Koalition unter Führung der Union wäre nicht das schlechteste“, sagte der Präsident des Verbands des Deutschen Maschinen- und Anlagenbau Karl Haeusgen, der „Augsburger Allgemeinen“ einem Vorabbericht zufolge.

„Die Grünen sind kompetent bei allen Nachhaltigkeits- und Klimathemen“, betonte der VDMA-Chef. „Da kann ich mir schon vorstellen, dass eine Regierungsbeteiligung der Grünen in nennenswerter Höhe, also nicht als kleiner Junior-Partner, das Land wieder Vertrauen in die Politik fassen lässt“. Er fügte hinzu: „In einer idealen Berliner Welt würden die Grünen ihre Kompetenz in der Klima- und Migrationspolitik, die FDP bei Bürokratieabbau und in der Steuerpolitik und die Union für den Rest einbringen“.

Die Union kann den Vorsprung in Umfragen vor den Grünen ausbauen: Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Sender RTL und ntv kämen CDU und CSU bei der sogenannten Sonntagsfrage für die Bundestagswahl nun auf 28 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die Grünen verlieren einen Punkt auf 21 Prozent. In einer Allensbach-Umfrage für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, landen CDU/CSU sogar bei 29,5 Prozent, die Grünen bei 21,5 Prozent.

SPD und FDP liegen in der Forsa Umfrage gleichauf bei je 14 Prozent. In der Allensbach-Umfrage gibt es dagegen deutliche Abweichungen: Hier liegt die SPD bei 17 Prozent, die Liberalen kämen danach auf elf Prozent. Übereinstimmend hingegen kommt die Linke in beiden Umfragen auf sieben Prozent, die AfD auf neun Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

DWN
Politik
Politik Subventionen für Europas Industrie: Deutschland und Frankreich uneins bei EU-Förderregeln
24.09.2026

Um der teuren Energie sowie dem Druck aus China und den USA zu trotzen, fordert die europäische Industrie staatliche Hilfen. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen Gute Noten mit Schwachstellen: Deutsche Banken bestehen Krisencheck
24.09.2026

Ein umfassender Belastungstest der Aufsichtsbehörden bescheinigt den kleineren und mittleren Finanzinstituten in Deutschland eine...

DWN
Politik
Politik Grundrechte in Gefahr? BND-Reform sieht weitgehende Befugnisse vor und sorgt für Streit
24.09.2026

Eine geplante Gesetzreform zur Stärkung von BND und Verfassungsschutz heizt die politische Debatte in Berlin an. Während Koalition und...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Michael: Soll ich die Vonovia-Aktie kaufen, wenn die Politik mit der Enteignung von Wohnungen droht?
24.09.2026

Die Vonovia-Aktie bietet einen schönen Abschlag auf den Vermögenswert und eine Dividendenrendite von sieben Prozent. Doch ist jetzt der...

DWN
Technologie
Technologie Elektroautos überflügeln in Europa reine Verbrenner
24.09.2026

Im August stieg ihr Anteil auf deutlich mehr als ein Viertel. Doch ohne Subventionen könnte der Boom schnell nachlassen, warnen Experten....

DWN
Politik
Politik Trump-Xi-Gipfel: Warum Trump China jetzt nicht provozieren kann
24.09.2026

Donald Trump empfängt Xi Jinping mit allem Pomp, den Washington zu bieten hat. Doch sechs Wochen vor den Zwischenwahlen kann sich der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft wächst wieder: Institute verdoppeln Prognose
24.09.2026

Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Bewegung: Führende Institute verdoppeln ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr. Doch hohe...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Gründer starten neues Unternehmen
24.09.2026

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci bauen neben dem Mainzer Pharmakonzern ein neues Unternehmen auf. Mit Arife wollen sie...