Deutschland

Sozialausgaben in Deutschland exlodieren

Die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Corona-Pandemie haben zu einem Allzeit-Höchststand bei den Sozialausgaben hierzulande geführt. Die Zahlen sind prekär.
01.07.2021 16:10
Aktualisiert: 01.07.2021 16:10
Lesezeit: 1 min

In der Corona-Krise haben die Sozialausgaben in Deutschland einem Medienbericht zufolge einen historischen Höchststand erreicht. Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik habe der Staat mehr als ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in Sozialleistungen gelenkt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf des "Sozialberichts 2021". Der alle vier Jahre erscheinende Bericht solle voraussichtlich im Juli im Bundeskabinett beschlossen werden.

Die sogenannte Sozialleistungsquote - gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) - erreichte demnach im vergangenen Jahr 33,6 Prozent, das seien 2,8 Prozentpunkte mehr als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr dem Bericht zufolge 1,19 Billionen Euro in Sozialleistungen, wie Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Die Pandemie führe zu wegfallenden Einnahmen und steigenden Leistungen insbesondere für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes und die Bekämpfung der gesundheitlichen und sozialen Folgen, zitiert die "FAZ" aus dem Entwurf.

Allein die Bundesagentur für Arbeit hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mit 61 Milliarden Euro fast doppelt so hohe Ausgaben wie 2019. 22 Milliarden davon waren Ausgaben für Kurzarbeitergeld.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Verbessern Sie die Lieferketten-Transparenz

Identifizieren, scannen und übermitteln von eindeutigen Komponentendaten

DWN
Politik
Politik Flugzeugträger Charles de Gaulle vor Malmö: Frankreich stärkt Nato-Präsenz im Ostseeraum
03.03.2026

Frankreich entsendet den Flugzeugträger Charles de Gaulle nach Malmö und demonstriert militärische Präsenz im Ostseeraum. Wie...

DWN
Politik
Politik USA und Iran im Konflikt: Wie China auf steigende Ölpreise reagiert
03.03.2026

Der Krieg im Iran verschiebt die geopolitischen Gewichte zwischen Russland und China und legt ihre gegensätzlichen Energieinteressen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Was der Krieg für Verbraucher und Wirtschaft bedeutet
03.03.2026

Tanken und Heizen verteuern sich, Aktien geben nach, und der Ölpreis könnte die Konjunktur bremsen. Doch es gibt auch hoffnungsvolle...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Man sieht sich immer zweimal im Leben: Souveräner Umgang mit Kündigungen 
03.03.2026

Ob Unzufriedenheit mit dem Chef, eine neue Jobchance oder persönliche Veränderungen: Die Gründe für eine Kündigung des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Jobrad-Stellenabbau fällt moderater aus: 107 Jobs fallen bis Jahresende weg – was heißt das für Wettbewerber
03.03.2026

Weniger Kündigungen als befürchtet, ein neuer CEO ab 1. Februar und ein Strategiewechsel im Sponsoring: Der Jobrad-Stellenabbau fällt...

DWN
Panorama
Panorama Spritpreise steigen weiter: Diesel überholt E10
03.03.2026

Der Krieg im Nahen Osten treibt Rohölpreise und damit auch Kosten für Tanken und Heizen in die Höhe. Am Dienstag setzte sich der Anstieg...

DWN
Finanzen
Finanzen Allianz-Aktie: Rekordergebnis reicht Anlegern nicht – Allianz-Aktienkurs steht vor kritischen Marken
03.03.2026

Die Allianz-Aktie rutscht am Dienstag deutlich ins Minus – trotz starker Zahlen und eines neuen Allianz-Rekordergebnisses. Was bedeutet...

DWN
Politik
Politik Ressourcenimperialismus im 21. Jahrhundert: USA gegen Europa
03.03.2026

Der Wettlauf um seltene Erden, Öl und digitale Vorherrschaft bestimmt längst globale Machtspiele. Wer strategische Ressourcen...